Ist das Unwetter von Ahrweiler für die Mainstream Medien der neue „Pogrom von Köln“?

Ist das Unwetter von Ahrweiler für die Mainstream Medien der neue „Pogrom von Köln“?

Abgesehen vom dauerhaft schlechten Wetter mit viel Regen in den letzten Wochen habe ich nicht viel mitbekommen von den verheerenden Unwettern in Teilen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Offenbar haben viele nichts davon mitbekommen, außer den Meteorologen und den vielen vor Ort betroffenen. Nun sind zahlreiche Menschen tot und Unzählige haben Haus und Hof verloren. Immer mehr Menschen äußern sich verärgert über fehlende Katastrophenwarnungen und die Inexistenz staatlicher Hilfsmaßnahmen.

Bestenfalls mediale Desinformation

Auf dem Telegramkanal von Samuel Eckert ärgert sich in diesem Video ein Bauer über das völlig Versagen der Medien, was insbesondere für die öffentlich-rechtlichen gilt, denen eine milliardenwerte Systemrelevanz zugeschrieben wird. Im Vorlauf zur Regenkatastrophe vor einigen Tagen haben alle Meteorologen in aller Deutlichkeit davor gewarnt, was kommen wird. Doch geschehen ist wenig hinsichtlich einer Vorwarnung der Bevölkerung.

Anstelle die drohende Notsituation deutlich zu kommunizieren und im Verlauf der Katastrophe Betroffenen, Helfern und der allgemeinen Öffentlichkeit aktuelle Informationen bereitzustellen, wurde weiter auf Alltag gemacht und „Klimawandel“ in die Wohnzimmer der Menschen gerufen. Nicht die Situation wurde beleuchtet, Politiker wurden es mitsamt der gewohnten gesinnungsgetriebenen Metaanalyse.

Das erinnert stark an den Ausfall bei der Berichterstattung über die Kölner Silvesternacht 2015/2016, als der WDR fast eine ganze Woche benötigte, um den Pogrom direkt vor der eigenen Haustür zu bemerken. Aber auch nachfolgend wurde keine ehrliche Situationsanalyse betrieben, sondern mit den Mitteln aus dem Giftschrank der DDR-Medienberichterstattung zersetzt und desinformiert, bis die Opfer selbst schuld waren. Die Leistung des gerne als „Rotfunk“ bezeichneten Regionalsenders, die sicherlich keine rühmliche ist, fühlt sich auch dieses Mal sehr ähnlich an.

Behördlicher Totalausfall

Die Hauptschuld am Versagen beim Katastrophenschutz selbst trägt auch dieses Mal die Politik. Sowohl die Behörden in Rheinland-Pfalz als auch in Nordrhein-Westfalen leisteten sich einen knackigen Totalausfall und versagten in einer Weise bei der Vorwarnung ihrer Bürger als einer ihrer Kernaufgaben, dass man sich ernsthaft fragen muss, warum man eigentlich noch Steuern bezahlt.

Ganz besonders grell fällt das Licht auf das Versagen der unter politischer Steuerung stehenden Behörden, wenn man bedenkt, dass es das japanische Konsulat in Düsseldorf durchaus schaffte, seine Bürger in Deutschland über die Situation aufzuklären. Man könnte fast meinen, dass es an der maximalen Entfernung Tokios zum Katastrophenort lag, die es Japan ermöglichte, eine Warnung auszusprechen, während die deutschen Sirenen still blieben.

Wie in diesem vor Ort Bericht aus Heimbach deutlich wird, wurde die Axt nicht nur am deutschen Meldewesen angesetzt, auch der Katastrophenschutz selbst scheint schon lange auf der politischen Schlachtbank zugunsten zeitgeistigerer Anliegen geopfert worden zu sein. Keine Feuerwehr, kein THW, keine Notversorgung, kein Dixiklo, kein nichts. Die Menschen sind in einer Weise auf sich allein gestellt, als lägen Heimbach und dessen Region noch weiter weg als Syrien und dessen Flüchtlingslager. Selbst die Frauen in der Kölner Silvesternacht genossen mehr Polizeischutz als die Alleingelassenen in den überfluteten Ortschaften.

Der maskenlose Armin Laschet lacht

Gemeinsam mit den Medien, ficht das auch die hohe Politik nicht mehr an, nun da sich beide im selben Lager befinden und die einen nicht mehr den Zweck verfolgen, den anderen eine Rechenschaft abzuverlangen. Wir wundern uns nicht mehr, dass eine Luisa Neubauer in Berlin mit dem Rückenwind des Wetters und medial maximal verstärkt grüne Metapolitik betreiben kann, und auch nicht, wie ihr Kollege von der CDU, ein gewisser Armin Laschet, in Richtung Kameras grinst, dafür aber keinen karrierehemmenden Rüffel bekommt.

Maskenlos und hemmungslos führt Laschet hier vor, wie nicht nur Neubauers Parteifreundin keine geeignete Kandidatin für eine hohe politische Position ist, sondern wir generell ein politisches Personalproblem haben. Dabei dachte ich mir zunächst noch, dass es durchaus passend sein kann, wenn jemand wie er – aktuell immerhin noch hauptverantwortlich für NRW unterwegs – versucht, bei den Helfern eine positive Stimmung zu verbreiten. Trotz all der Tragik in den Umständen muss das nicht zwingen deplatziert sein. Dann jedoch sah ich den Kontext und musste mich gleich in mehrfacher Weise korrigieren. Laschet ist nicht einmal ein Verlegenheitskandidat für die CDU auf das Kanzleramt, er ist ein gefährlicher Totalausfall.

Für diese Interpretation genügt es, sich die um Laschet herumstehenden Personen im Hintergrund zu betrachten. Sie alle geben sich ernst und versuchen einen ruhigen, besonnen Eindruck zu machen. Der Möchtegern Laschet will es aber besser wissen und er ist sich seiner Sache vielleicht auch schon zu sicher. In der Situation unpassend will er den entscheidenden Moment schaffen und stiftet die Personen um ihn herum zu einem kindischen Lacher an. Den Grund für deren Reaktion kennt jeder, der schon einmal einen Chef hatte. Dabei ist noch bemerkenswert, dass nur einer mitmachen wollte. Vielleicht sollte einer der anderen Chef des Kanzleramts werden.

Alles ist kaputt in diesem Land

Laschet, das wissen wir nun, ist ein Hampelmann. Er ist ein Luftikus, der sich ganz offenbar mit Fähigkeiten in seine derzeitige Position manövrieren konnte, die ihm als Bundeskanzler nicht helfen werden. Das einzig positive über Laschet, das sich über ihn in dieser Szene sagen lässt besteht darin, dass er niemandem im Weg stand. Wobei, er stand mit seinen Männern in einer Durchfahrt. Womöglich hat er dadurch jemandem den Platz versperrt, der gerade wichtigeres zu tun hatte, als sich in der medialen Sonne zu wärmen. Wie bei vielem, das in diesem Land schief läuft, werden wir es nie erfahren.

Schließlich lässt sich mit Blick auf Luschen wie Laschet feststellen, dass es wirklich kein Wunder und im Gegenteil völlig der Erwartung entspricht, wie selbst der früher grundsolide und bestens aufgestellte Katastrophenschutz nicht mehr funktioniert. So schlimm ist es inzwischen geworden, dass er nicht mehr nur dysfunktional ist, indem er für sich selbst ein Problem darstellt. Nein, die Jahre des politischen Qualitätssturzes haben offenbar dafür gesorgt, dass er überhaupt nicht mehr zu funktionieren scheint.

In ähnlicher Weise stellt Laschets lange Karriere nach oben auch ein weiteres Mal unter Beweis, wie jeder weitere Euro für das GEZ-Mediensystem augenscheinlich dafür sogt, dass diese ein kleines Stück mehr von ihrer Aufgabe als Kontrollinstanz vergessen. Jemand wie Laschet – und ich müsste an dieser Stelle quasi jeden aktuellen Politikernamen mit Rang aufzählen – hätte es nie so weit bringen dürfen. Mehr als Kreistag wäre bei diesem Mann in Normalzeiten nicht drin.

Was bleibt ist die Feststellung, dass es sich bei Deutschlands Auswahl auf allen Ebenen wirklich nur noch um ein Trauerspiel handelt. Im Unterschied zu Laschet und Freunden können wir am unteren Ende der deutschen Nahrungskette nicht einmal mehr darüber lachen. Denn wir sind es, die darunter leiden und nicht er, nicht seine parlamentarische Opposition und auch nicht ihre feisten Hausmedien.

Quelle Titelbild Bildschirmfoto

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