Kann man Koreaner werden? Die Buchstabensexualität überschreitet ihr Kompetenzniveau…

Kann man Koreaner werden? Die Buchstabensexualität überschreitet ihr Kompetenzniveau…

Es tut sich was an der Genderfront. Schon länger tobt ein Krieg zwischen den verschiedenen Fraktionen der Buchstabensexualität. Insbesondere Lesben gegen Transen ist ein heißes Thema, da die einen mit den anderen partout nicht die Umkleidekabine teilen wollen, so lange der Piepmann noch da ist. Auch wenn es immer wieder zu laut hörbaren Empörungsmomenten kommt, scheinen die Transen mit der Regenbogenfahne im Rücken das Rennen zu machen. Nun aber trat mit einem „Koreaner“ unerwartetes Element auf die Tagesordnung, das so schief in der Landschaft steht, dass der gesamte Zirkus in Kürze den Weg eines gescheiterten Soufflees gehen könnte.

Oli London will Koreaner sein, aber kein Deutscher

Die deutschen Leitmedien waren seltsam still, als sonst überall vor etwa einer Woche über den britischen „Influencer“ Oli London berichtet wurde. Dieser hat sich für weit über 100.000 Euro mit Hilfe einer Vielzahl von chirurgischen Operationen in einen Koreaner ummodellieren lassen und ließ seine vielen tausend „Follower“ bei den üblichen Sozialen Medien daran teilhaben.

Unter den größeren deutschen Medienhäusern berichteten lediglich RTL, der österreichische Kurier und die Bild der Frau darüber. Das sagt einiges aus über die Bedeutung, die der Neuigkeit in den deutschen Linksklitschen zugemessen wurde. Über die Gründe für das Schweigen kann ich nur spekulieren, doch es gibt Hinweise auf eine grobe Inkompatibilität mit den medial gerade aktuellen Sprach- und Ideologiemustern.

Jimin, wie Oli nun genannt werden möchte, soll nicht nur von seinem Äußeren her Koreaner sein, sondern fühlt sich auch ganz innen koreanisch. Tatsächlich dienten die chirurgischen Veränderungen in seine Gesichtsphysiognomie nur dem Ziel, das Äußere an den natürlichen inneren Gemütszustand anzupassen. Oli war schon immer Koreaner, beteuert Jimin, und daher war es nur konsequent, sich ganzheitlich behandeln zu lassen, um Körper und Geist endlich in Einklang miteinander bringen zu können.

Keine Transkoreaner für Deutschland

Selbstverständlich nimmt Jimin für sich den aktuellen Zeitgeist in Anspruch, wonach jeder von sich behaupten kann, was er will und es dann alle akzeptieren müssen. Bislang wurde dies nur für Geschlechter – Pardon, Gender – gesetzlich verankert, dies sogar ganz ohne OP oder Hormontherapie. So, wie es Transgender gibt, muss es auch Transkoreaner geben und alle haben das zu akzeptieren wie es ist.

Jimins Entscheidung und das Pochen darauf entspricht exakt jenem Strickmuster, mit dem die Genderideologie bisher hausieren gegangen ist. Tatsächlich lässt sich sogar sagen, dass Jimins Anliegen deutlich überzeugender ist, da sich die wenigsten Modetransen unserer Tage für mehrere Bruttojahresgehälter unters Messer legen. Jimin lässt seinen Worten Taten folgen, wobei es strenggenommen sogar umgekert war, da er erst nach seiner Transformation in sein echtes Ich mit der Forderung aufwartete, doch bitte von allen in seiner koreanischen Existenz respektiert zu werden.

Obwohl das durchaus bahnbrechend ist, hört man von den Proponenten regenbogenfarbener Umvolkung kein Sterbenswörtchen darüber. Nicht einmal eine dpa Meldung gab es zu Oli Londons Coming Out, nachdem sie selbst kürzlich zur Schreibweise mit Genderpfurz verpflichtet hatten, also in gewisser Weise ihr transgrammatikalisches Coming Out hatten.

Sie haben keine Argumente dagegen und wissen es

Man muss erst englischsprachige Medien konsumieren und darüber hinaus auch in die englischsprachige Digitalgossendebatte einsteigen, um überhaupt mitzubekommen, dass es eine große Sache ist. Denn die sonst wortstarke Transengemeinde und ihre „Verbündeten“ in den Sozialen Medien ist sich plötzlich gar nicht mehr so einig, ob jemandem tatsächlich so etwas wie eine Transethnie zugestanden werden soll.

Am weitesten hat sich dabei ein gewisser Hasan Piker aus dem Fenster gelehnt, seineszeichens modelinker Agitator mit türkischen Wurzeln. Ungeachtet der Widersprüche und Abgründe vertritt er wie eigentlich alle in der linken Ecke die sonst üblichen sozialistischen Stichpunkte und alles, was dafür gehalten wird. Doch plötzlich, wenn es um die Ethnie geht, will Piker gar nicht mehr. Er lehnt es rundweg ab und erklärt Oli London für geisteskrank.

Das interessante an Pikers Position (die anscheinend einige mit ihm teilen) besteht darin, dass er keinerlei Argumente bringen kann. Er gibt das selbst zu, wobei das beste noch ist, dass er „zu alt ist, um bei den ganzen Gendersachen noch mitzukommen“. Das klingt ehrlich, zumal das sicherlich viele nachvollziehen können. Stichhaltig ist es aber nicht. Immerhin geht es hier um jemanden, der kein Problem damit hat, wenn Kinder mit Hormonblockern gefüttert werden, um sie auf das korrekte Geschlecht umzubiegen.

Was, müssen sich Piker und Konsorten fragen, unterscheidet jemanden, der sich als Mann für eine Frau oder ein Känguru hält auf mentaler Ebene von jemandem, der sich als Engländer für einen Koreaner hät? Die Systematik dahinter ist die exakt selbe: Der Körper sendet Signale an das Gehirn, die dieses als fremd und falsch interpretiert. Wenn dies bei Geschlechtern der Fall sein soll und die Außenwelt dies laut Ideologie (und britischem Gesetz) kritiklos akzeptieren muss, warum soll es dann bei anderen Fehlstellungen nicht ähnlich sein – und zwar inklusive gesetzlicher Absicherung?

Risse im Firmament… offenbaren den Opportunismus

Viele der größeren Aktivisten und Debattenteilnehmer im Netz sind Großverdiener. Sie haben sich mit Fleiß und Talent ihr Publikum herangezogen und bedienen dieses mit regelmäßigen Meinungen und streiten für ihr Publikum mit anderen darüber, was richtig ist. Es gibt schon länger Vermutungen und einige Bestätigungen, dass viele der frühen digitalen Aktivisten, die seit inzwischen einem halben Jahrzehnt dabei sind, mittlerweile erwachsen wuden und/oder einfach zu viele gute Gegenargumente gehört haben.

Die gute Gesinnung, sprich, die linke, wurde längst von der Realität perforiert. Doch das Einkommen und die Karriere wären sofort weg, würden sie plötzlich die Seite wechseln. Das hindert sie daran, die Inkonsistenzen anzuerkennen und die Debatte immer dann ein kleines Stückchen weiterzuschieben, wenn sie sich im gerade tobenden Kampf um die Meinungshoheit umzingelt sind.

So war es bei der Frage des Islam und seiner Inkompatibilität mit etwa der Homosexuellenagenda. So war es bei der Frage, ob man(n) auch mit Penis eine Frau sein kann. So war es bei der Frage nach archaischen Themen wie Genitalverstümmelung oder Brüstbügeln, und so läuft es eigentlich auch bei der Frage, wieweit man über den persönlichen Verzicht selbst zum Gelingen des erträumten Kommunismus beitragen sollte (weil einige recht gut verdienen). Sie können nicht einfach ihr eigenes Lager aufgeben und daher fliehen sie jedem nächsten Aufreger hinterher und lenken ihr Publikum, ihre Kritiker und sich selbst ab von der traurigen Wahrheit, dass ihre Grundpositionen immer absurder und moralisch abgründiger werden.

Sachen, die man gar nicht kennen will

Der Fokus der Debatte ist inzwischen so weit verrutscht, dass immer öfters offenbare Absurditäten in den Mittelpunkt rücken, die selbst die hartgesottenen unter den Griftern ins Stottern kommen, weil jeder weitere Schritt jener in den Abgrund sein könnte. Denn viel kommt nicht mehr. Neben der transethnischen Bruchlinie stehen aktuell noch zur Auswahl, ob Menschen Tiere sein können (das mit dem Känguru weiter oben war nur zur Hälfte ein Scherz, es scheint vor allem um Hunde und notgeile Eichhörnchen zu gehen), sowie, ob die Gemeinde der Buchstabensexuellen auch „Kink“ als eine schützenswerte Ausprägung anerkennen soll.

Kink kann in etwa mit Extremfetisch gleichgesetzt werden und materialisiert sich beim Christopher Street Day (CSD) auf praktischer Ebene beispielsweise in der Form von – ACHTUNG TRIGGERWARNUNG – alten, dicken Frauen, die sich mitten im Demozug nackt in einer Badewanne liegend von einem halben dutzend Schwuler in Latex und Leder anpinkeln lassen.

Mir selbst war über den CSD nur zu Ohren gekommen, dass es dort zwischen Männern gerne mal zu Fellatio kommt, wohlgemerkt am helllichten Tage und auf offener Straße. Das mit der alten Frau soll sich aber anscheinend tatsächlich so bei einem größeren CSD zugetragen haben, jedenfalls sprach Carl Benjamin in einem Video darüber. Nachprüfen wollte ich es allerdings nicht. Bitte auch keine Links oder Videos mit Beweisaufnahmen zusenden. Danke.

Endstation Kindersex

Eine schon überrissene Hürde sind minderjährige Transenstripper im Stile von Desmond is Amazing. Dies sei ein legitimer Ausdruck persönlicher Präferenzen und daher im Sinne der Freiheit und des sozialen Miteinanders gerechtfertigt, so Chenk Uygur, einem weiteren wortmächtigen Turkonauten im digitalen Meinungswald.

Auch da gab es zwar schon Gegenstimmen aus der Transenecke. Ja, man setze sich voll für das Recht auf Falschgeschlechtlichkeit des Jungen ein, so die Kritik an der sexuellen Ausbeutung von Kindern. Ganz untypisch für heutige Linke zählt für einige aber tatsächlich noch die unschuldige Kinderseele, deren Schaden vorprogrammiert sei, wenn Vorpubertäre bei Drag Queen Shows lasziv die Hüften kreisen lassen und dafür vom johlenden Publikum mit Geldscheinen bedacht werden.

Inwieweit diese Kritiker an Kindertransenstrippershows Renate Kühnast dachten, „Komma, wenn keine Gewalt im Spiel ist!“, ist mir nicht bekannt. In Anbetracht der sich im Spiel befindlichen Opportunismen und Dissonanzen wäre alles möglich. Fakt bleibt, der digitale Stammtisch der „westlichen Wertewelt“ hat bei diesem Thema in etwa das Parteiprogramm der Grünen aus dem Jahr 1985 erreicht.

Kommt ein Ende mit Schrecken?

Wie schon beim Streit zwischen Lesben und Transen ist erneut ein deutlicher Aderlass zu erkennen. Dies sowohl bei der argumentativen Breite, als auch bei deren Vertretern. Nimmt man die Übernahme der Schwulenszene durch aktivistische Lesben hinzu, lässt sich erahnen, dass die Munition bald schon ausgehen könnte. Zwar wurden mit der Infiltration von Black Lives Matter durch die üblichen Stellen inzwischen auch Schwarze mit ins Boot gezwungen, jedoch steigerten sich damit eher Aufschreimasse und Randalierpotenziel als die intellektuelle Tiefe der Bewegung.

Tatsächlich gab es mit Rachel Dolezal bereits mindestens einen Fall einer „transrassischen“ Aktivistin, die ihre mitteleuropäischen Wurzeln kurzerhand kappte und nach Afrika verlegte. Dolezal wurde schnell versenkt, da es zu dieser Zeit mit Donald Trump gerade wichtigeres zu beschreien gab. Bei Jimin aber gibt es gerade nichts wichtigeres, während er im Unterschied zu Dolezal auf ein voll ausgebautes Argumentationsarsenal zurückgreifen kann, das für die Durchsetzung der Transsexualisierung der Gesellschaft aufgebaut wurde. Jimin lässt sich nicht mehr wegdrücken und es werden sicherlich noch einige folgen, die infolge des allgemeinen Verdrängens der Bedeutung der eigenen in sich ebenso eine andere Ethnie erkennen oder eben sonst etwas, das nicht ihrer Biologie entspricht.

Dem Mangel an Argumenten wird dies nicht abhelfen und auch die Peinlichkeit darüber, was man da eigentlich verteidigt, wird sich dadurch nicht verringern. Es wird einfach nur schlimmer werden mit den Verrücktheiten und mit ihnen die stützenden Argumente notwendigerweise immer schiefer werden. Daher wäre die Frage, ob wir nicht vielleicht endlich an dem Punkt angelangt sind, an dem es einfach nicht mehr weitergeht auf dem Pfad des linken Tugendterrors und der ganze Laden vor lauter Irrsinn implodiert.

Es könnte schnell gehen

Mit den finalen Drehungen in die geistig-moralische Apokalypse könnte sich für die vielen Opportunisten unter den Protagonisten tatsächlich ein Fenster öffnen, der es ihnen gesichtswahrend erlaubt, aus dem ganzen Wahnsinn auszusteigen. Selbstverständlich werden sie nicht ihre linke Gesinnung aufgeben – einige vermutlich schon, wie es die anderen geschehen ist, nachdem ihnen die Augen aufgegangen sind, bzw. die rote Pille zu wirken begann – doch sie werden zumindest wieder zurück in Richtung Mitte rücken können.

Ohne Pädophilie, ohne Hautfarbenunterdrückungsbingo, ohne Gleichheits- und Stalinfetisch, ohne den Absolutismus hinter den gängigen Schlagworten wie Diversity, Inklusion und Multikulti, wäre der Weg bereitet für eine halbwegs fruchtbare Debatte und die Möglichkeit für tragfähige Kompromisse zwischen den Lagern. Was dann noch bliebe am linken Rand, also ohne jene, die durchaus wissen, wie man Wirkung erzielt und damit ein gutes Einkommen generieren, wäre die Banalität des Dummen.

Genaugenommen blieben mit der Fahnenflucht der wortmächtigen Aktivisten in Richtung Vernunft nur noch zwei Gruppen. Einmal wären das jene, die davon direkt profitieren – also die Perversen – die sich aber schnell wieder in jenen Löchern verkriechen würden, in denen sie jahrzehntelang lauerten, sobald sich der Wind gegen sie dreht. Zweite Gruppe wären all jene, die heute indirekt davon profitieren, und von denen einige die Welle mit Geldeinsatz hochhalten, während andere die Welle mit Geldeinsatz reiten.

Gemeint sind Politiker und Konzerne, die aktuell ihre gute Gesinnung auf allen Kanälen bis jenseits der Kotzgrenze präsentieren. Ihre Logos, Produkte, Mottos und Fahnen werden schnell wieder weg sein, sobald sich das Publikum verstört von dem Thema abwenden wird. Was dann noch übrig bliebe, wäre die in den letzten Jahren hastig zusammengezimmerten Gesetze zur Flankierung der neuen Kultur. Aber auch das würde mit der neuen Ehrlichkeit in der Sache bald schon als das erkannt, was es ist: Banales für Dumme.

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