Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan: Friedliche Koexistenz nicht möglich

Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan: Friedliche Koexistenz nicht möglich

Nachdem Aserbaidschan infolge einer jahrelangen (und von einem gewissen Herrn Soros unterstützte) politischen Krise in Armenien die Gunst der Stunde nutzte und sich einen Teil von Bergkarabach zurückholte, scheinen die Kräfte auf beiden Seiten noch nicht aufgebraucht zu sein. Aserbaidschan zeigt weiterhin Stärke, während das geschlagene Armenien dennoch nicht Ruhe gibt. Eine friedliche Koexistenz zwischen beiden Ländern und ihren Völkern scheint absehbar ausgeschlossen zu sein.

Window on Eurasia: Friedliche Koexistenz zwischen Armeniern und Aserbaidschanern laut beiden Seiten „nicht möglich“

Die jüngsten Vorfälle an der Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan, bei denen Eriwan Baku beschuldigt hat, die armenische Souveränität verletzt zu haben, woraufhin Baku mit der Behauptung reagierte, das Land würde lediglich seine Truppen auf aserbaidschanischem Territorium verlagern, zeigen, wie weit die Region noch vom Frieden entfernt ist. Tatsächlich legen sie sogar nahe, dass eine friedliche Koexistenz zwischen den beiden Ländern absehbarer Zeit unmöglich ist.

Die Journalistin Liza Velyaminova sprach für MBK mit zwei Kollegen aus den beiden Ländern darüber, wie die Menschen jeweils das größere Bild sehen. Viktoriya Pisarenko stammt aus Eriwan und Emil Akhundov aus Baku und sie bieten eine realistische und gleichzeitig pessimistische Einschätzung über die Lage seit dem Ende 2020 verhandelten Waffenstillstand.

Laut Pisarenko hätten alle Armenier für diesen Frühjahr eine Eskalation der Kämpfe erwartet. „Jeder hat das so gesehen“, sagt sie. „Sie sagten, dass die Menschen den Winter überstehen müssen“, damit irgendwann „Ende April oder Mitte Mai“ eine neue militärische Offensive durchgeführt werden kann.

Akhundov auf der anderen Seite meinte, dass die Aserbaidschaner die letzten 30 Jahre „in der festen Erwartung eines neuen Krieges“ gelebt hätten und daher auch für die kommende Zeit neue Gewalt erwarten. Gleichzeitig deutet er dann, dass „der gegenwärtige Konflikt nicht zu einem umfassenden Krieg ausarten wird.“ Aserbaidschan sei nun in der Lage, die zu dessen Territorium gehörenden Gebiete wieder in das Land zu integrieren.

Keine Unterschiede gab es bei der Wahrnehmung der Verluste zwischen Armeniern und Aserbaidschanern. Beide Seiten wollen die im letzten Herbst erlittenen Verluste nicht noch einmal erleben, so der Journalist aus Baku. Jeden Tag werden die Menschen in Aserbaidschan an diese Verluste genau wie an den Sieg Aserbaidschans gegen die armenischen Truppen erinnert.

Pisarenko bestätigt, dass es auch in Armenien gemischte Gefühle gebe. Im Internet würden jedoch Inhalte verbreitet, die zum Inhalt hätten, „wie großartig wir seien“ und zu einem neuerlichen kriegerischen Konflikt aufrufen. Akhundov fügte der Beobachtung hinzu, dass „der Hass zwischen Aserbaidschanern und Armeniern infolge des Krieges um ein Vielfaches zugenommen hat.“

Laut Pisarenko ist Eriwan jetzt wieder voller Touristen, vom Krieg ist wenig zu spüren. Aber sie weiß auch, dass ihre Freunde und Bekannte all „auf das Eintreten des Schlimmstfalls vorbereitet sind. Jetzt wissen alle, was passieren kann und was wir in diesem Fall getan werden muss.“ Deshalb werden „wir alle Schulter an Schulter mit unseren Jungs“ in Uniform stehen.

Akhundov bestätigt die auf Konfrontation stehende Einstellung für Aserbaidschan mit den Worten: „Ich sehe keine Möglichkeit für eine friedliche Koexistenz“. Das Gerede von offenen Grenzen und Handel sei schön und gut, so der Mann aus Aserbaidschan, aber auf der Alltagsebene „kann ich mir das kaum vorstellen, nachdem es in der Zivilbevölkerung zu einer derart hohen Zahl an Opfern kam.“ Bald vergessen würde das niemand.

Quelle Titelbild

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