Wie die Mainstream Medien bei ihren Auslandskorrespondenten sicherstellen, dass ihr Lügensystem aufrechterhalten bleibt

Wie die Mainstream Medien bei ihren Auslandskorrespondenten sicherstellen, dass ihr Lügensystem aufrechterhalten bleibt

Als ehemaliger Russlandberichterstatter kann Boris Reitschuster sicherlich ein Lied davon singen, wie sehr sich Russland von der westlichen Berichterstattung über das Land unterscheiden kann. Denn da, wo die Politik zu große Interessen hat, muss der Journalismus hintanstehen.

Russland mag dabei das herausragendste Beispiel sein, doch es gibt vermutlich eine ganze Reihe Länder, für die das gilt. Eine Chance, gegen interessengetriebene Verzerrungen vorzugehen, haben derlei Länder bekanntlich nicht einmal mit eigenen Auslands-TV-Stationen, da ihre Version der Dinge leichtens als Propaganda hingestellt werden kann. Der Fall Relotius zeigt dabei, wie lange sich das System Lüge in den Medien halten kann, wenn das gewünschte präsentiert wird.

Wie sehr in den großen Medienhäusern schon im Anfangsstadium darauf geachtet wird, dass bloß keine falsche Berichte aus dem Zielland zurückkommen, zeigt eine aktuelle Stellenausschreibung der New York Times. Sie lässt keine Fragen darüber offen, welchen Typus des Schreiberlings für das Moskaubüro gesucht wird und was man wirklich erwartet.

 

Moon of Alabama: Wie „westliche“ Medien ihre Auslandskorrespondenten auswählen

 

Haben Sie sich jemals gefragt, warum „westliche“ Mainstream Medien Geschichten über Russland und andere fremde Länder so verzerrt wiedergeben?

Es ist recht simpel: Sie stellen ganz einfach nur die am gehirngewaschensten, voreingenommensten und zynischsten Schreiberlinge ein, die sie auf dem Markt bekommen können. Also ausschließlich solche Figuren, die korrupt genug sind, um die Weltsicht ihrer Redakteure und Verlagseigentümer mit jeder nur erdenklichen Lüge zu unterstreichen.

Sie gehen sogar ziemlich offen um, wenn es um diese Einstellungspraxis geht. Hier ist der Beweis in Form einer Stellenbeschreibung der New York Times für eine Auslandskorrespondentenstelle in Moskau.

 

 

Darin heißt es:

„Russland-Korrespondent; Stellenbeschreibung

Wladimir Putins Russland bleibt eine der größten Geschichten der Welt.

Russland schickt mit Nervengas bewaffnete Killerkommandos gegen seine Feinde aus, zuletzt gegen den Oppositionsführer Aleksei Navalny. Es lässt seine Cyber-Agenten im Westen Chaos und Disharmonie säen, um die dort herrschenden demokratischen Systeme zu beflecken, während es gleichzeitig den Wert seiner Kulisse von Demokratie hervorhebt. Es setzt rund um den Globus private Söldnerheere ein, um damit heimlich seinen Einfluss zu vergrößern. Zu Hause wiederum füllen sich die Krankenhäuser rasch mit neuen Covid-Patienten, während sich der Präsident in seiner Villa versteckt.

Wenn das nach einem Ort klingt, über den Sie gerne berichten würden, dann haben wir gute Nachrichten: Bei uns gibt es eine offene Stelle für einen neuen Korrespondenten, da Andy Higgins Anfang nächsten Jahres weiterzieht und unserer nächster Osteuropa Büroleiter wird.“

Wir lernen: Wer für die Times schreiben will, der muss die Russische Föderation als ein Land erachten, das von einem Mann alleine regiert wird.

Man muss ein glühender Anhänger des vom MI6 produzierten Nowitschok-Schwachsinns sein. Man muss auch an Russiagate und die verschiedenen daraus hervorgegangenen Absurditäten glauben – obwohl sie allesamt schon längst als Fälschungen entlarvt wurden.

Man muss wissen, dass bei russischen Wahlen die Stimmenauszählung immer manipuliert ist, während selbiges in den USA das zuverlässigste überhaupt ist. Russische Privatsöldner (von denen man wissen muss, dass ausnahmslos alle böse Männer sind) werden „heimlich“ überall dort eingesetzt, wo es die Redakteure behaupten. Russlands Krankenhäuser sind natürlich immer viel schlechter als unsere.

Obwohl sich leicht nachprüfen lässt, wann genau Wladimir Putin (der böseste Mann aller Zeiten) gerade im Kreml am Werk ist, wird für den neuen Korrespondenten stets die Rede davon sein müssen, dass er sich in einer Villa versteckt.

Die meisten Times Journalisten glauben den obigen Unsinn nicht wirklich. Doch bei der ausgeschriebenen Stelle geht es nicht um das Abwägen von Fakten oder Berichterstattung. Es handelt sich vielmehr um einen Job, bei dem es um das glaubhafte Lügen geht. Mit all dem über Russland derzeit verbreiteten Unsinn, den sie in die Stellenbeschreibung gepackt haben, wird sichergestellt, dass sich wirklich nur Leute melden, die von diesen Lügen überzeugt sind, da sie als die einzigen erachtet werden, die dazu bereit sind, auch zukünftige Lügen über Russland zu verbreiten.

Niemand, der ehrlich und unvoreingenommen ist, würde auf eine solche Stellenbeschreibung reagieren. Gleichzeitig ist die Stelle aber auch mit einer Menge sozialem Prestige verbunden, einem guten Gehaltsscheck und einer wahrscheinlich exklusiven Wohnung in Moskau. Das bedeutet, dass die New York Times sicherlich eine Reihe von Leuten finden wird, die bereitwillig ihre Seele dafür verkaufen würden.

Interessanterweise werden in der Stellenausschreibung keine russischen Sprachkenntnisse als Voraussetzung genannt. Es heißt lediglich, dass „fließende Russischkenntnisse bevorzugt werden“.

Die Redaktionsstuben „westlicher“ Mainstream Medien sind voll mit derartigen Korrespondenten, die voreingenommen, zynisch und mit der Schere im Kopf nur wenige bis gar keine Kenntnisse über das Land haben, aus dem sie berichten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die „westliche“ Bevölkerung und ihre Politiker oftmals keine Ahnung davon haben, was wirklich in der Welt passiert.

Quelle Titelbild

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