China beendet die Verweiblichung seiner Gesellschaft und bereitet das Land auf Krieg vor

China beendet die Verweiblichung seiner Gesellschaft und bereitet das Land auf Krieg vor

Das kommunistische China bereitet seine Untertanen auf einen baldigen Krieg gegen die USA vor. Zu diesem Schluss kommt der Chinakenner Winston Sterzel auf Basis einer Kolumne in der chinesischen Zeitung Xinhua, die als offizielles Verlautbarungsorgan der KP gilt. Was dort erscheint ist keineswegs als Meinung einzelner Fraktionen oder Figuren in der Partei zu bewerten, sondern als die offizielle Linie zu erachten. Entsprechend bedeutend sind die dort getätigten Aussagen für die weitere Politiklinie der Partei zu bewerten. Man muss nicht allzu tief zwischen die Zeilen gehen, um dort eine unmittelbare Kriegsankündigung herauslesen zu können. In wenigen Jahren wird die Welt im Krieg stehen.

Für die KP kann es nur einen geben

In der Kolumne selbst geht es vor allem um die Unterhaltungsindustrie, die dank der Nachahmung westlicher Geschäftsmodelle auch im kommunistischen China zahlreiche Stars geschaffen hat. Viele dieser Stars genießen nicht nur einen ungeahnten Wohlstand, sondern können sich dank ihrer Fanbasis auch Freiheiten erlauben, die der KP nicht gefallen kann. Das historische Beispiel von Falung Gong zeigt, wie rabiat die Partei bereit ist vorzugehen, wenn es jemand im Land schafft, beliebter als die Partei zu werden. Unter dem Vorwand der Steuerhinterziehung wurden in letzter Zeit zahlreiche Künstler von der öffentlichen Leinwand genommen, um ihre potenzielle Gefahr für die Partei zu neutralisieren.

Die Säuberungen des öffentlichen Bewusstseins gehen aber noch viel weiter und betrifft auch Sprachschulen, von denen eine nach der anderen dicht gemacht wird, während die Bedeutung von Englischprüfungen verringert wird. Der Grund liegt darin, dass viele Chinesen mit dem Erlernen er englischen Sprache überhaupt erst begriffen, dass eine Welt jenseits der Parteilinie gibt und begannen infoge ihrer Englischkurse, die Werte der Freiheit auch für das kommunistische China einzufordern. Die Exilchinesin Jennifer Zeng erzählte kürzlich über ihre eigene Genese zur Dissidentin, die genau nach diesem Muster verlief. Sie ging darin auch auf den Jack Ma ein, der im Technologiegeschäft zum Milliardär wurde und der seine Chance ebenso begriff, nachdem er Englisch gelernt hatte. Ma, der als reicher Mann zu einem wirklichen Problem hätte werden können, wurde vor einiger Zeit „auf Linie gebracht“ und seine wirtschaftliche Macht kupiert.

Zum Maßnahmenpaket der Säuberung lässt sich auch das kürzliche Verbot von Computerspielen für Minderjährige zählen. Dies verhindert zum einen ein Abgleiten der Jugend in digitale Subkulturen, was auch im Westen zu einer kaum kontrollierbaren Masse junger Menschen führte, was wohl auch in China nicht anders sein dürfte. Ebenso ein Grund wird sehr wahrscheinlich in der Verweichlichung junger Menschen bestehen, die den Tag über regungslos vor dem Computer sitzend, kaum Muskeln oder klassische Männlichkeit entwickeln. Dies aber wird von der KP verlangt, was auch die in der Kolumne angesprochenen Popstars, die heute gelinde gesagt aus Weicheiern bestehen und für eine starke Feminisierung des Mannes stehen. Bei diesem Phänomen, das gerüchteweise von der CIA vor allem in Japan zu einer kulturellen Demilitarisierung führen sollte (und dies mit Erfolg tat), ist heute vor allem in Südkorea beheimatet und wirkt sich auch stark auf China aus. Dem soll künftig ein Riegel vorgeschoben werden, wenn es nach den Vorstellungen der KP geht, die neuerdings auch alles andere als genderfreundlich daherkommt.

Tacheles zum Schluss: Die USA sind der Feind

Sterzel geht in einem Video vor allem auf den letzten Absatz der Xinhua Kolumne ein, die plötzlich von den Abgründen der Unterhaltungsindustrie zu den USA wechselt und damit Tacheles redet. „China sieht sich derzeit einem immer härter und komplexer werdenden internationalen Umfeld gegenüber“, heißt es etwas wenig subtil zur Abrundung der obigen Ausführung, wobei keine Frage darin besteht, welches Land für die Härte und Komplexität auf der internationalen Bühne verantwortlich ist.

„Die Vereinigten Staaten gehen mit immer drastischeren militärischen Mitteln gegen China vor, das Land errichtet wirtschaftliche und technologische Blockaden, geht mit finanziellen, politischen und diplomatischen Repressalien vor und bedient sich der biologischen Kriegsführung, der Cyberkriegsführung und der Weltraumkriegsführung, während ihre fünfte Kolonne in China eine Farbenrevolution veranstaltete“, so der Schlussabsatz des Artikels.

Darin genannt in China allgemein bekannte Stichworte, da sie von den dortigen Medien gezielt mit einem Dreh versehen werden. Beispielsweise weiß jeder in China, dass mit „biologischer Kriegsführung“ das Coronavirus gemeint ist. Das mag deutsche Leser überraschen, jedoch begannen die chinesischen Medien vor einiger Zeit zu verbreiten, wonach das Virus keineswegs aus dem Hochsicherheitslabor in Wuhan stammt, sondern in einem militärischen Labor in den USA entwickelt wurde, um dann in China ausgesetzt zu werden. Ob diese Version in China geglaubt wird, ist dabei irrelevant. Es handelt sich dabei um die offizielle Lesart der Geschehnisse und damit ist jedem klar, dass sie als Grundlage der politischen Entscheidungsfindung dienen.

Konkret bedeutet der Vorwurf wie die Kolumne explizit meint, dass die USA neben anderen aggressiven Mitteln auch einen militärischen Angriff mit biologischen Waffen auf das kommunistisch regierte Land ausführten. Es ist ein Vorwurf mit weitreichenden Konsequenzen, da er letztlich nichts anderes darstellt, als eine Kriegserklärung – und zwar eine der hässlichen Sorte, da, so der Vorwurf, biologische Waffen zum Einsatz kamen. In Anbetracht dieser Ansage gehen die übrigen Vorwürfe fast schon unter.

Die Farbenrevolution spielt auf die Geschehnisse in Hongkong ab, wo es über den Verlauf von zwei Jahren zu Demonstrationen gegen die politische Übernahme durch Festlandchina kam, die in ihrer Größenordnung alles andere als Kunstrasen bezeichnen lässt. Die Proteste kamen erst dann zum Erliegen, als die KP zur Keule griff und eine massive Polizeipräsenz in der Stadt aufbaute, während im Hintergrund das „von den USA freigesetzte“ Coronavirus Unsicherheit zu säen begann und die Leute sich an die Ausgangsbeschränkungen hielten.

Weiter geht es mit einem Satz, der auch in Deutschland nur zu gut bekannt ist: „So lange wir uns in unseren anti-imperialistischen und anti-hegemoniellen Bestrebungen weiterhin auf diesen großen Kapitalisten verlassen müssen und uns weiterhin der amerikanischen Strategie unterwerfen, nach der unserer jungen Generation starke und männliche Vorbilder entzogen wird, dann benötigen wir wahrlich keine Feinde mehr.“

Will heißen: Wer solche Freunde hat, der braucht keine Feinde mehr. Wie das in Hongkong oder auch Taipeh oder auf den Philippinen und in Vietnam und Indien interpretiert werden soll, erklärt die Kolumne leider nicht. Denn gegenüber allen der genannten gibt sich die KP als Freund, geriert sich jedoch wie ein Häuptling vom Stamme Nimm. Chinesischen Lesern des Artikels kann dies allerdings egal sein. Sie haben in diesen Fragen genauso kein Mitspracherecht, wie sie darüber urteilen dürfen, wo das Coronavirus seinen Ursprung hatte, oder welche Katastrophe im Land als nächstes vertuscht werden soll. Die KP will hier auch nicht zur Debatte anregen, sondern sagt an, was kommen wird und das ist nichts gutes und schiebt gleich noch eine Warnung hinterher.

„Denn in diesem Fall sind wir bereits gefallen“, so die Kolumne weiter, “wie es damals die Sowjetunion ereilte, deren Zusammenbruch zugelassen und deren Reichtum geplündert wurde, während es die Menschen in eine tiefgreifende Krise gestürzt hat.“

Auf dem aktuellen Kurs würde das kommunistisch regierte Riesenland unweigerlich fallen, so die Aussage und das muss verhindert werden, da es einer Katastrophe für die Menschen gleichkäme. Der geübte Leser zwischen den Zeilen erkennt hier den Widerspruch mit dem weiter oben behandelten Thema, in dem es um die heute schon weitverbreitete Korruption geht, zu der sich im weiteren Sinn auch die weiterhin massive Kapitalflucht durch all jene zählen lässt, die es zu etwas gebracht haben. Die Fragte ist: Wie soll es nach dem Fall der KP schlimmer werden, wenn China heute schon unter kommunistischer Herrschaft so sehr ausblutet und seine Ideale verliert, dass es sich dazu gezwungen sieht, mit den rabiaten Methoden eines totalitären Staatswesens zu reagieren?

„Die sich derzeit in China ereignenden tiefgreifenden Veränderungen sind eine Reaktion auf genau diese schwerwiegende und komplizierte internationale Situation, sie sind eine Reaktion auf die barbarischen und grausamen Angriffe, die von den Vereinigten Staaten gegen China ausgeführt werden,“ schließt der Absatz, in dem noch einmal jegliche Schuld an der Situation im Land auf die USA projiziert wird. Es ist eine Introspektive, wie man sie kennt von Kommunisten. Leider sind aus der Vergangenheit auch die Konsequenzen aus dieser Geisteshaltung wohlbekannt. Jeder Chinese weiß nun, dass ein großer Krieg kommen wird und die Partei wird ihn führen bis zur Vernichtung.

Quelle Titelbild

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