Jake Sullivan, die Annalena Baerbock der US-Regierung, rollt den Feinden der USA den roten Teppich aus

Jake Sullivan, die Annalena Baerbock der US-Regierung, rollt den Feinden der USA den roten Teppich aus

Vor einigen Tagen hatte ich im Zusammenhang mit dem Debakel der USA in Afghanistan die Vermutung geäußert, wonach die USA möglicherweise Schutzgeldzahlungen an die Taliban leisten könnten. Neue Berichte deuten darauf hin, dass es genau dazu kommen wird, wie der Nationale Sicherheitsberater der USA Jake Sullivan in einem Interview öffentlich ankündigte. Dieser neuerliche taktische Totalausfall passt in das größere Bild einer Supermacht, die gerade sämtliche ihre Feinde dazu einlädt, zum entscheidenden Dolchstoß anzusetzen. Als einer der Hauptverantwortlichen für die Kaskade an Versagensmomenten kristallisiert sich für mich zunehmend Sullivan heraus, dessen Werdegang und Mentalität stark an jene von Annalena Baerbock erinnert.

Eine Einladung zur Schutzgelderpressung

Momentan reiht sich bei der US-Regierung wirklich eine Fehlentscheidung an die nächste. Sollte es in dieser Geschwindigkeit weitergehen, dann wird es kaum mehr bis Ende dieses Jahres dauern, bis das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Die Freiheit von jeglichem Schmerzempfinden zeigte sich gerade wieder bei einem TV-Auftritt von Präsident Joe Bidens Berater für nationale Sicherheitsfragen Jake Sullivan, bei dem es um das künftige Verhältnis der USA gegenüber dem neuen Talibanregime in Afghanistan ging.

Sullivan erweckte darin gezielt den Eindruck, dass die USA keinerlei militärische Interessen mehr in Afghanistan oder gegenüber den Taliban haben. Im Gegenteil plant die US-Regierung laut ihm sogar, dass sie das künftige Verhalten der Taliban ausschließlich Zuckerbrot in Form von reichlich Entwicklungshilfe steuern will. Bestehen sollen diese Zuwendungen in erster Linie aus Hilfsgütern, wie die Daily Mail schreibt, sollen die Taliban aber auch mit direkten Zahlungen besänftigt werden:

„Er sagte auch, dass im Rahmen der Wirtschafts- und Entwicklungshilfe auch Geldzahlungen erwogen werden, die davon abhingen, ob die Taliban ‚ihre Verpflichtungen einhalten werden‘, unter denen sich unter anderem die freie und sichere Rückkehr von sich weiterhin in Afghanistan aufhaltenden US-Staatsbürgern befindet “, so die Daily Mail über Sullivans Äußerungen.

Die Öffentlichkeit dieser Zusagen verwundert, da dies taktisch kaum zu empfehlen ist. Die Äußerungen müssen als ein eklatantes Zeichen der Schwäche gewertet werden, da damit nicht nur die Taliban, sondern weitere Länder und Organisationen dazu verleitet werden, vergleichbare Druckpunkte anzusetzen, um die USA effektiv zu Schutzgeldzahlungen zu erpressen. Es besteht zu befürchten, dass die global präsenten USA in der Folge an zu vielen Stellen gleichzeitig angegriffen werden und unter dem Gewicht einbrechen.

Ist Sullivan für die Katastrophe verantwortlich?

Die USA waren in der Vergangenheit dafür bekannt, bei Entführungen kein Lösegeld zu bezahlen, sondern militärisch auf derartige Bedrohungen zu reagieren. Ob sich Sullivan darüber bewusst war oder wie er zu dieser Doktrin stand, kann kaum eingeschätzt werden. Doch die Art und Weise, wie er diese Doktrin beendete – in aller Öffentlichkeit, damit es weltweit jeder mitbekommt – deutet nicht gerade daraufhin, dass er um die Bedeutung dessen wusste, was er in die TV-Kamera sprach.

Ein nationaler Sicherheitsberater, vor allem jener der USA, müsste es eigentlich besser wissen und seine Worte auf ihr Potenzial für ungewollte Konsequenzen prüfen, bevor er sie äußert. Diese Fehlleistung wirft die Frage auf, welche weiteren Positionen er in den geheimen Verhandlungen mit den Taliban grundlos geräumt hat, an denen er als hochrangiges Regierungsmitglied mit Sicherheit in instrumentaler Weise beteiligt war.

Erleben wir ein n-dimensionales Schachspiel?

Die schwachsinnige Räumung des strategischen Luftwaffenstützpunkts in Bagram war dabei nur die erste kritische Fehlentscheidung in einer ganzen Serie unverständlicher und unnötiger Entscheidungen durch den zivilen Teil der US-Regierung beim „Abzug“ aus Afghanistan. Bald machten in den Sozialen Medien Aufnahmen der Taliban die Runde, die sie beim Begutachten der zurückgelassenen milliardenteuren militärischen Ausrüstung zeigen. Immer wieder gelangen auch neue Meldungen an die Öffentlichkeit, beispielsweise dass Dutzende ausgebildete Sprengstoffhunde einfach so in ihren Käfigen zurückgelassen wurden.

Nicht zuletzt harren gemeinsam mit den Hunden auch weiterhin tausende US-Bürger in Afghanistan aus, obwohl das Militär gerade bekannt gab, dass die Evakuierung abgeschlossen sei. Während die Hunde wohl bald neue Herrchen haben werden, oder im Zweifel das selbe Schicksal erleiden werden wie die Sänger, Homosexuellen oder Kollaborateure Afghanistans, können die verbliebenen Staatsbürger der USA eventuell darauf hoffen, dass den Taliban die Dollars und weitere Hilfsgüter wichtiger sein werden als die unmittelbare Rache.

Fakt ist, dass all dies nicht hätte sein müssen. Die Entscheidungsträger in der Regierung müssen diese Entwicklung regelrecht provoziert haben. Dieser Arie an Aussetzern legt ein frappierendes Kompetenzproblem in der momentanen US-Regierung offen. Alternativ stünde nur noch Verrat zur Debatte, oder vielleicht noch ein n-dimensionales Schachspiel durch die zentralen Spieler in der US-Regierung.

Reichlich Erfahrung im Bockmist bauen

Wie es heißt, sollen im Vorlauf und im Prozess der Geschehnisse in Afghanistan auch immer wieder geheimdienstliche und militärische Einwände abgewiesen worden sein. Da Präsident Biden in seiner Indifferenz (oder Demenz?) öfters als nicht abgemeldet ist und auch in der Vergangenheit bei seinen Feinden keinen guten Ruf genoss und es die Vizepräsidentin bevorzugt, in ihrer eigenen Blase zu leben, bleiben beim Regierungspersonal nicht mehr viele übrig, welche die letztinstanzliche Verantwortung für das Debakel tragen könnten.

Sullivan, der als Nationaler Sicherheitsberater auch für die „politische Planung“ im Weißen Haus verantwortlich ist, steht dabei in meinen Augen ganz oben auf dieser Liste. Unter zahlreichen Mitgliedern der Regierung mit indiskutabler Leistung – etwa Pressesprecherin Psaki und Außenminister Blinken, die im entscheidenden Augenblick einfach mal so nicht erreichbar waren; dazu Verteidigungsminister Lloyd Austin als ein General mit rassenideologischen Vorlieben; oder auch „die Gesundheitsministerin“ Levine – ist Sullivan die vermutlich kritischste Fehlbesetzung von allen.

Obwohl es nicht so wirkt, kann Sullivan schon auf einige Jahre im Regierungsapparat zurückblicken. Sein Problem dabei ist allerdings, dass sich in seinem Lebenslauf bislang eigentlich nur Reinfälle finden: Als Stabschef von Außenministerin Hillary Clinton war er am Atomabmachung mit dem Iran beteiligt, und er war auch als Manager an Clintons krachend gescheiterter Präsidentschaftskandidatur tätig. Zwischendurch durfte er sich bei Microsoft etwas dazu verdienen und einen (vermutlich exorbitant teuren) 100%-Ökostrom-Plan für die USA entwickeln, während er nebenbei an der „Cybersecurity“ für die USA arbeitete, deren Ergebnis sich an der gehackten Pipeline ablesen lässt. Wie jetzt Afghanistan endete auch diese Geschichte für die US-Regierung mit einer Lösegeldzahlung an die Erpresser.

Nationaler Sicherheitsberater in Baerbock-Qualität

Die Muster in Sullivans Denken zeigen sich überdeutlich, während seine Personalie überdies den Blick auf das größere Muster der heutigen Elitenrekrutierung freigibt. Der 44 Jahre alte und aus einem besseren Elternhaus stammende Sullivan wurde in Yale und in Oxford in Philosophie und Internationalen Beziehungen ausgebildet. Seinen Weg zu den prestigeträchtigen Abschlüssen pflasterten laut Wikipedia ebenso prestigeträchtige Stipendien, so dass ihm ein Nebenjob als Kellner während des Studiums sehr wahrscheinlich erspart geblieben ist.

Sullivans Ausbildungsweg ähnelt damit sehr stark jenem von Annalena Baerbock, wobei sich die beiden nicht nur in der Ausbildung und ihren Ambition ähneln, sondern wie es aussieht, auch in ihrer intellektuellen Befähigung zur Analyse alternativer Szenarien und dem Handeln unter Unsicherheit. Wie auch Baerbock besteht das Hauptwerkzeug in Sullivans Werkzeugkasten ganz offenbar in Geld, das sie beide einfach auf all jene Probleme werfen, die sie vor sich sehen: Baerbock beim Klima, bei Kobolden, Migranten und der daraus entstehenden Wohnungsnot, während Sullivan eben die Taliban und sonstige Feinde und Erpresser der USA mit Geld bewirft – wenn er nicht gerade ebenso am großen Ökosprung nach vorne bastelt.

Zu gerne wüsste ich, worin genau die Gründe lagen, dass der iranische Außenminister Zarif stets notorisch gut gelaunt an den Verhandlungen über das Atomabkommen teilnahm, an denen auch Sullivan beteiligt war. Seiner Mentalität nach zu urteilen war es Sullivan vermutlich wichtiger, dass der Iran bald kein Öl mehr fördert und lieber auf CO2-armen Atomstrom umsteigt, wofür er dem Land im Gegenzug zu dessen pauschalen Zusagen palettenweise US-Dollar liefern ließ. In Anbetracht der sich mit dem Charakterbild Sullivans öffnenden Möglichkeiten ist es absolut kein Wunder, dass sich Israel so sehr dagegen gewehrt hat. Zarif auf der anderen Seite hat einfach nur seine Arbeit getan und nahm, was ihm auf den Tisch gestellt wurde.

Die Taliban als schwarzer Schwan für den US-Dollar

Vor Freund und Feind verlieren die politischen USA gerade sämtlichen Respekt. Dieser Prozess ist schon unter Obama voll in Gang gekommen und wurde von Donald Trump lediglich temporär angehalten. Unter Biden wird er nun von jenen fortgesetzt, die unter Obama noch in der zweiten Reihe standen. Das Handeln der aktuellen Regierung bezüglich Afghanistan ist so dramatisch in seinen Implikationen, dass es irreparable Schäden verursachen könnte, die keine künftige Regierung mehr kitten könnte. Tatsächlich würde ich meine Spekulation sogar noch einmal wiederholen, wonach es die jetzigen und künftigen Erpressungen der USA sind, die sich in nicht allzu ferner Zukunft in jenen schwarzen Schwan verwandeln könnten, von dem im Zusammenhang mit dem Ende des US-Dollar als Weltreservewährung gesprochen wird.

Für den Moment am allerschlimmsten dürfte sich jedoch die interne Zersetzung des Militärs und der zivilen Behörden auf die weitere Stabilität der USA auswirken, da sich zunehmend aktive wie pensionierte Offiziere gegen die unfähige militärische und zivile Führung zu wehren beginnen. Bis vor kurzem wurde Kritik noch vor vorgehaltener Hand und über die offiziellen Kanäle vorgetragen. Mit Afghanistan jedoch hat sich dies geändert. Der Generalstab wird offen für seine Führungsschwäche kritisiert und von Veteranen genauso attackiert wie von aktiven Offizieren, wo sich die Schlussfolgerung durchzusetzen beginnt, dass die öffentliche Kritik an den Vorgesetzten und als Strafe dafür das Ende der eigenen Karriere mehr wert ist, als eine weitere Karriere unter dem aktuellen Führungskommando.

Mit Baerbock droht uns das exakt gleiche Schicksal

Mit Jake Sullivans deutscher Zwillingsschwester im Geiste Annalena Baerbock in der nächsten Bundesregierung könnte uns das exakt gleiche ereilen. Ohne die heute noch bestehende globale Hegemonie durch die USA als Extradimension, könnte sich das Führungsversagen bei uns sogar noch einmal schneller auf die Lage im Land selbst durchschlagen, als es bei den USA der Fall ist. Momentan frisst sich der Brand noch durch das außenpolitische Gerüst der USA und es wird noch eine Weile dauern, bis es an den Küsten des Landes ankommt. Es wird den Menschen sogar noch etwas Zeit geben, um sich auf das Schlimmste vorzubereiten. Diesen Luxus hat außer den USA kein anderes Land in diesem Ausmaß, auch nicht Deutschland.

Einzig die EU dient uns noch als Puffer. Deren Institutionen jedoch brennen schon seit einigen Jahren in unkontrollierter Weise, der Euro ist dabei nur die teuerste darunter und das drängendste wird demnächst vermutlich die Migrationswelle aus Afghanistan sein . Sollte der Puffer der EU plötzlich wegfallen, weil sich aufgrund der akuten Krisenentwicklung beispielsweise osteuropäische Länder zu einem Austritt entscheiden (alleine die Ankündigung würde wohl genügen), dann könnte es mit der Wahlsiegerin Baerbock in Deutschland ganz schnell gehen und wir binnen Monaten ohne Strom, ohne Währung und ohne Heimatland dastehen.

Quelle Titelbild

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