Doc Uli will die CDU wählen. Ich nicht. Was wir brauchen ist Wahrheit und die gibt es nur mit den Freien Wählern

Doc Uli will die CDU wählen. Ich nicht. Was wir brauchen ist Wahrheit und die gibt es nur mit den Freien Wählern

Die überwiegende Zahl meiner Leser wird bei der Bundestagswahl vermutlich für die AfD stimmen. Ich plane das nicht, da ich denke, dass meine Stimme bei den Freien Wählern besser aufgehoben ist. Anlass für dieses Outing als AfD-Nichtwähler ist der bei Youtube aktive Coronakritiker Doc Uli, dessen Meinung ich allgemein sehr schätze, der in seinem neuesten Video nach einigen Fehlannahmen jedoch zu dem Schluss kam, dass es das beste sei, die CDU zu wählen. Das kann ich so nicht stehen lassen. Daher möchte ich im folgenden meine persönliche Kausalkette erläutern, an deren Ende ich zum Schluss komme, dass es auf Bundesebene momentan keine Alternative zu den Freien Wählern gibt.

Die CDU ist eine Hydra des unfähigen Irrsinns

Doc Uli verwies als Argument für die CDU auf die Tatsache des Abgangs von Angela Merkel. Ohne sie, so seine Meinung, werden sich bald schon neue Machtnetzwerke auf zum Thron machen und eine Kursänderung einleiten. Am Ende wird es laut ihm ohnehin auf die bald neu gewählten Landesparlamente ankommen, von denen aus Druck auf die Bundespolitik ausgeübt werden wird, um die Kursveränderung zu erzwingen. Das kann man so sehen, allerdings halte ich diese Perspektive freundlich gesagt für naiv.

Unter Merkel wurde die CDU systematisch gesäubert und bis zum letzten Mann jeder herausgeekelt, der sich nicht auf Linie brechen ließ. Sämtliche jüngeren Politiker mit Machtperspektive sind linksgewaschene Volksverräter ohne jegliche Aussicht auf eine eigene Note beim allgemeinen Gang des Landes in den Niedergang: Klöckner, Siemiak, Spahn und wie sie alle heißen sind ausnahmslos alles völlige Nieten. Das einzige, was sie im Metall der hohen Politik hält, ist ihre Stromlinienform im Zeitgeistfluss. Nicht anders sieht es bei der CSU aus, über die sich Horst Lüning gerade ausgelassen hat und zu vergleichbaren Schlüssen kommt.

Noch schlimmer als auf Bundesebene sieht es bei der CDU noch auf Landesebene aus, von wo aus Doc Uli sich die Rettung erhofft. Dort jedoch kann gänzlich ohne mediale Aufmerksamkeit die Unfähigkeit noch einmal heftiger grassieren, während die öffentliche Aufmerksamkeit bei den bekannten Gesichtern trotz aller Dysfunktionalität der Medienlandschaft hin und wieder noch das gröbste an Dummheit verhindern kann. Gäbe es auf Landesebene irgendeinen Unionspolitiker mit Format, wir hätten schon längst von diesem gehört. Es gibt aber keinen. Nirgendwo. Die CDU ist tot und auch die CSU ist in meinen Augen tot. Als wahltaktische Alternative fällt die Partei daher aus, nicht zuletzt weil ein Wahlerfolg das Versagerpack schlimmstenfalls noch in seiner Position bestätigen würde.

Es ist egal, wer gewinnt

Wer von der Bundespolitik etwas anderes erwartet als die Fortsetzung dessen, was unter Merkel betrieben wurde, der irrt sich gewaltig. So lange die AfD unter der 50% Marke bleibt, was als sicher angenommen werden kann, wird sich rein gar nichts ändern, und das unabhängig davon, welche Parteien am Ende an der Regierungskoalition beteiligt sein werden.

Hinzu kommt, dass es laut aktuellen Umfrageergebnisse ohnehin nicht für eine rot-rot-grüne Koalition ausreichen wird, selbst wenn die drei Parteien das obere Ende ihrer momentanen Stimmenanteile erreichen sollten. Mehr als 48% würden es nicht, wobei uns allen die Manipulationsanfälligkeit von Umfragen bekannt ist, zu der noch der übliche Unsicherheitsfaktor von 2% hinzukommt. Eine taktische Wahlentscheidung ist daher unnötig, der Schlimmstfall wird nicht eintreten, auch wenn es in gewisser Weise sogar die beste aller Optionen wäre, da es dann ganz schnell ginge und das Ende mit Schrecken manchmal besser ist als die Alternative dazu.

An der Misere werden mit Sicherheit auch die drei Buchstaben FDP nichts ändern können. Der Zustand der Partei ähnelt in frappierender Weise jenem der CDU, dass man sie für eine weitere Schwesterpartei halten könnte. Inhaltlich ist die FDP keine noch so zynische Stimme mehr wert, da auf jeden guten Vorschlag aus den Reihen der Partei stets mindestens eine Ausgeburt der Idiotie folgt, so dass man sich fragen muss, ob sich Lindner mit den Haaren noch eine Schizophrenie hat einpflanzen lassen. Aber auch jenseits des ex-liberalen Parteiführers kann die Partei niemanden mit weiteren Karriereabsichten aufbieten, der es wert wäre, ernst genommen zu werden. Wolfgang Kubicki als einer der wenigen interessanten Figuren der Partei bildet eine Ausnahme, jedoch gilt für ihn das klassische Problem des deutschen Liberalismus, wonach die Fähigen in der Partei etwas besseres zu tun haben, als sich in den Berliner Fleischwolf zu begeben.

Die AfD kann ignoriert werden und wird ignoriert

Letztlich wird es bei der Bundestagswahl nur um eines gehen: Um Wahrheit. Das Ziel jeder Wahlstimme bei der Bundestagswahl muss dem Zweck dienen, dass der Wahrheit in der Öffentlichkeit wieder Raum verschafft wird. Es geht um die Wahrheit über Corona, die Wahrheit über das Klima, die Wahrheit über den Neomarxismus, die Wahrheit über Multikulti, die Wahrheit über die EU und das Euro-Währungsregime und die Wahrheit über einige andere Themen, die zu gerne verschwiegen, verbogen und verleumdet werden. Das muss mit dieser Bundestagswahl enden, da es sonst nie wieder enden wird.

Auch wenn die AfD durchaus mit einigen interessanten Köpfen aufwarten kann, so wird sie das leider nicht mehr leisten können. Sie bemüht sich redlich darum, im und außerhalb des Bundestages die politischen und medialen Akteure zur Wahrheit zu zwingen und schafft das hin und wieder auch. Das beeindruckendste Beispiel und geradezu ein parlamentarisches Kabinettsstückchen war die Wahl von Thomas Kemmerich zum Thüringischen Ministerpräsidenten. Besser lässt sich die Verlogenheit des Systems kaum entblößen. Doch das wird am Ende nicht reichen. Denn mit jeder Blamage des Regimes lernt es hinzu und macht die Schotten weiter dicht, während das allgemeine Publikum dank der noch immer himmelhoch überlegenen Medienmacht weiterhin in einem Dauerzustand der kognitiven Dissonanz gehalten werden kann.

Mit der FDP als Totalausfall in dieser Hinsicht und der Union als Betreiberin der informellen Ausgrenzung (man denke an die Verbindungen der Familie Schäuble/Strobl in die GEZ-Anstalten), muss man sich fragen, welche Partei diese Aufgabe politisch erfüllen könnte, wenn das Induzieren von Wahrheit seitens Altparteien nicht gekonnt, nicht gewollt oder im Fall der AfD aktiv und massiv unterdrückt wird. Am Ende dieser Rechnung bleiben für mich nur die Freien Wähler übrig, da es die einzige Partei ist, die sich bereits bundesweit etabliert hat, die einen seriösen Namen hat, und die laut den Umfragen nahe genug dran ist, um die Hürde in den Bundestag zu überspringen. Ein medialer Umgang wie mit der AfD jedenfalls wäre bei den Freien Wählern nicht möglich. Ihr müsste fortlaufend Gehör verschafft werden.

Der Anti-CSU-Faktor Hubert Aiwanger

Einen ganz besonderen Vorteil können die Freien Wähler dabei in Form ihres Vorsitzenden Hubert Aiwanger aufbieten. Aiwanger konnte in Bayern jahrelang Erfahrung im Umgang mit der zum bösartigen Krebsgeschwür ausgearteten CSU sammeln, was er sicherlich auch auf Bundesebene ausspielen würde. Ein ums andere Mal konnte er die Soziopathenbande um Seehofer und Söder die Hosen herunterziehen, dass man Lust auf mehr davon bekommt. Die kürzliche Impfverweigerung war nur ein Beispiel, das die große Runde machte. Mit den Freien Wählern im Bundestag ergäben sich mit Sicherheit weitere Gelegenheiten dazu.

Unabhängig davon, ob die CSU oder gar die Freien Wähler Teil der nächsten Bundesregierung werden, eröffnet diese besondere Beziehung zwischen dem Personal der beiden Parteien die Perspektive, dass die Freien Wähler bei der CSU entweder von außen einen Reformprozess erzwingen könnten, oder die Partei absehbar gar ersetzen würde, falls die CSU intern das Ruder nicht aus den Händen der aktuellen Machtclique reißen kann. Es wäre eine weitere Zäsur in einer von Zäsuren übersäten Zeit, doch sie wäre dringend geboten und käme in Anbetracht des schon länger laufenden Niedergangs der ehemaligen bayerischen “Staatspartei” kaum überraschend.

Schließlich noch ein Wort zum Programm der Freien Wähler selbst, da bislang nur Gegenargumente gegen alle anderen Parteien zu Sprache kamen. Müsste ich die Freien Wähler mit dem begrenzten Wissen über ihre Arbeit charakterisieren, dann würde ich sie als Klein-Klein-Etatisten einordnen. Für sich gesehen ist mir das nur halb sympathisch, wobei insbesondere die etatistische Veranlagung abfällt. Jedoch kommt die Partei mit gleich zwei Stärken daher, die meines Erachtens in den kommenden Jahren eine Renaissance erleben werden und zum entscheidenden (Über-)Lebensfaktor für Deutschland avancieren könnten: Die Subsidiarität und der Konservativismus. Meine und auch Ihre Stimme für die Freien Wähler ist bei der Bundestagswahl mit Sicherheit gut aufgehoben.

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