Öffentlicher Dienst wird zum Frauenprivileg: Quasi nur noch Frauen werden verbeamtet

Öffentlicher Dienst wird zum Frauenprivileg: Quasi nur noch Frauen werden verbeamtet

Beim Herumkramen in Statistiken beim Statistischen Bundesamt bin ich über eine Tabelle mit den Zahlen zu Beschäftigten im Öffentlichen Dienst gestolpert mit einer Aufschlüsselung nach Geschlecht und Beschäftigungsverhältnis beim Staat. Die darin enthaltenen Zahlen zeigen, wie unter dem Deckmantel von „Frauenförderung“ und „Geschlechtergerechtigkeit der Staatsdienst zu einem Privileg für Frauen mutiert ist. Geht man nach den Werten aus der Tabelle muss man sich fragen, ob überhaupt noch Männer eingestellt, geschweige denn verbeamtet werden. Lediglich bei der Bundeswehr sind auch huete noch immer Männer in der Mehrheit.

Männer, Diverse VS Frauen

Wer sich die Tabelle im Original anschaut, der wird vergeblich nach einem Direktvergleich zwischen Männern und Frauen suchen. Im Unterschied zur üblichen Praxis verzichtet die Statistikbehörde auf eine unmittelbare Gegenüberstellung der Geschlechter und führt nur „alle Beschäftigten im Öffentlichen Dienst“ auf und getrennt davon „weibliche“. Das heißt zunächst einmal, dass es nicht möglich ist, Männer von Diversen zu unterscheiden. Die Frage wäre, warum. Ich gehe jedoch davon aus, dass eine Anfrage bei der Behörde ins Leere laufen würde.

Gleich hinter der Frage nach den Diversen steht jene nach dem genauen Grund für die Verweigerung einer expliziten Aufschlüsselung nach Geschlechtern. Mir ist vom Statistischen Bundesamt keine andere Tabelle bekannt, in der Männer und Frauen nicht getrennt aufgeführt werden. So hinterlässt die Übersicht wie so oft bei einem der drei großen Zeitgeistthemen Gender, Diversity & Multikulti den faden Beigeschmack der versuchten Manipulation.

Macht man sich schließlich selbst die Arbeit, für die man bereits seine Steuern bezahlt hat, dann kommt das folgende heraus:

Hier die drei Bereiche plus alle gemeinsam in ihrer prozentualen Verteilung:

Keine schwangerengerechte Kanalisationsreinigung

Wie man leicht erkennen kann, bilden Frauen seit dem Jahr 2005 – dem Jahr von Merkels Wahlsieg – die Mehrheit aller Öffentlich Bediensteten. Mittlerweile gibt es nur noch bei der Bundeswehr eine männliche Mehrheit, nachdem der Frauenanteil dort seit ungefähr dem Jahr 2015 stagniert. In einem seltsamen Zufall war es ausgerechnet auch im Jahr 2015, als die damalige Verteidigungsministerin nach einem schwangerengerechten Panzerfahren verlangte. Ganz offenbar kam die Frauenförderabteilung auf der Hardhöhe damals zum Schluss, dass dem weiteren Wachstum des Frauenanteils bei der Bundeswehr vor allem Schwangerschaften entgegenstehen. Wie man sieht, hatten die Umbaumaßnahmen keinen nennenswerten Erfolg. Die Schwangeren wollten einfach nicht, eventuell liegt es an den zu eng bemessenen Einstiegsluken.

Bei den Angestellten im Öffentlichen Dienst dagegen gab es ganz offenbar schon immer einen Frauenanteil, der sich aus der Perspektive der “Gendergerechtigkeit” als überhöht bezeichnen ließe. Wie an der leichten Veränderung zwischen den Jahren 2005 und 2015 zu erkennen ist, konnte dieser mit Beginn von Merkels Amtszeit noch einmal um 1,6% gesteigert werden. Seitdem stagniert jedoch auch dieser. Die Gründe werden vermutlich ähnlich gelagert sein wie bei der Bundeswehr. Denn wer will schon Müllfrau, Kanalreinigerin oder Nacht- und Wochenenddienstlerin im Migrantenviertel werden?

Als positives Zwischenfazit lässt sich aus dem Männeranteil bei den Öffentlich Angestellten ableiten, dass die staatlichen Budgets problemlos auf 40% ihres heutigen Niveaus gekürzt werden könnten, ohne dass etwas wichtiges dabei kaputt gemacht wird. Danach müsste man noch etwas Feintuning betreiben, um die übrigen 3-5% herauszukitzeln. In Staatsquote übertragen entspräche das am Ende dann 20%, was ziemlich exakt mit jenen Schätzwerten übereinstimmt, die aus liberaler Perspektive gerne als optimal erachtet werden.

Beamte: Plus 47.700 Frauen und Minus 9.600 Männer

Den wundersamsten Teil der Tabelle aber ist den Beamten vorbehalten. Zwischen 2017 als dem frühesten Jahr mit durchgängigen Zahlen und 2020 als dem aktuellsten, wurden insgesamt 38.100 Personen verbeamtet. Frauen kamen jedoch 47.700 hinzu , was pro Jahrgang etwa einer Frau von 20 entspricht. Für das niedrigere Nettoergebnis in diesem Zeitraum bedeutet diese Zahl gleichzeitig, dass 9.600 Männer gehen mussten, oder pro Tag zehn.

Dieses „gehen müssen“ bei männlichen Beamten ist in den meisten Fällen die Alterspension, oder in einzelnen Fällen der freiwillige Abgang frustrierter Nachwuchsbeamter, wenn sie begreifen, auf was für ein irres System sie sich eingelassen haben. Die hohe Zahl an weiblichen Verbeamtungen wirft die Frage auf, ob in den letzten Jahren überhaupt noch in nennenswerter Anzahl Männer verbeamtet wurden.

Mit der eklatanten Frauenbevorzugung folgen die üblichen Probleme, die auch unter dem Stichwort „Work-Life-Balance“ bekannt sind. Im Schuljahr 2018/19 waren knapp 22.000 Lehrer „an öffentlichen und privaten beruflichen Schulen“ angestellt, von denen 81,8% einen Beamtenstatus hatten. Insgesamt arbeiteten 29,5% dieser Lehrer nur in Teilzeit, wobei die Zahl der Teilzeitlehrer jene der Nichtbeamten unter den Lehrern übersteigt, so dass mindestens ein Drittel der Teilzeitlehrer verbeamtet war und zwar mit beträchtlichen Unterschieden beim Geschlecht.

Bei den männlichen Lehrern areiteten insgesamt 14,2% in Teilzeit an der Schule, während es bei den weiblichen 45,2% waren (über diverse Lehrer ist nichts bekannt). Es ist zu vermuten, dass es sich in anderen Bundesländern und Tätigkeiten (Verwaltung, Polizei etc) ähnlich verhält. Damit zeigt sich, wie ineffizient die Bevorzugung von Frauen für den Öffentlichen Dienst ist. Für den Steuerzahler hat das beträchtliche Folgen, da sich das quasi unkündbare Beamtentum mit jeder Frau mehr im Dienst noch weiter verteuert. Dies bei der Ausbildung, der Übernahme von Verantwortung und letztlich auch bei den Pensionsansprüchen, da Frauen deutlich länger leben als Männer. Im Interesse Deutschlands kann ein verweiblichter Staatsapparat daher kaum sein.

Quelle Titelbild 1, 2

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