Seltsame Synchronizität: Steht die Messerattacke von Würzburg in Verbindung mit dem Anschlag auf die Bundeswehr in Mali?

Seltsame Synchronizität: Steht die Messerattacke von Würzburg in Verbindung mit dem Anschlag auf die Bundeswehr in Mali?

Gestern am frühen Abend tötete in Würzburg ein somalischer Migrant drei Personen. Beim Täter soll es sich um einen abgelehnten Asylbewerber handeln, wobei laut Medienberichten unbekannt ist, ob die Tat mit seinem Aufenthaltsstatus in Verbindung steht, oder ein anderes Motiv vorlag. Obwohl das Profil passt und der Täter „Allahu Akbar“ gerufen haben soll, wird Terrorismus als Motiv ausgeschlossen. In Berlin gab derweil Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer vor der Presse bekannt, dass heute morgen in Mali bei einem Anschlag drei Bundeswehrsoldaten verletzt wurden. Zwischen beidem lässt sich eine zeitliche und kausale Verbindung herstellen, die weitreichende Konsequenzen haben könnte. Nach Abzug aller Eventualitäten heißt der Täter Türkei.

Gleiche Uhrzeit & gleiche Opferzahl

Gegen 17 Uhr ging in Würzburg bei der Polizei der Notruf wegen des Messerangriffs durch den Somali ein. Drei Menschen kann der Mann töten und mehrere weitere verletzen, bevor er überwältigt wird, wie n-tv berichtet. Der BR war schnell darin, genauso Terrorismus als Motiv des abgelehnten Asylbewerbers auszuschließen, wie auch, dass es Mittäter gegeben haben könnte. Die Verbindungen des BR in die Szene müssen sehr gut sein, ansonsten müsste diese Behauptung so kurz nach der Tat als voreilige Spekulation abgetan werden.

Am selben Tag um etwa 8:30 morgens kam es in Mali zu einem Anschlag auf die dort im Rahmen einer UN-Mission stationierte Bundeswehr. Laut Verteidigungsministerium wurde „mit einem improvisierten, fahrzeuggestützten Sprengsatz“ ein Selbstmordanschlag auf eine Patrouille der Bundeswehr verübt. Drei deutsche Soldaten wurden dabei schwer und mehrere weitere leicht verletzt. An die Medien kommuniziert wurde der Zwischenfall um etwa 13 Uhr, was sich bei Google Trends am Stichwort „Mali“ ablesen lässt.

Gegen 17 Uhr trat in Bonn auch die Verteidigungsministerin vor die Kameras und gab eine Stellungnahme zu dem Anschlag ab. Ein Ausschnitt der Stellungnahme wurde vom Verteidigungsministerium um 17:30 bei Twitter hochgeladen. Der zugehörige Artikel auf der Bundeswehrseite trägt den Zeitstempel 17:50.

Bei dieser zeitlichen Übereinstimmung und bei jener zwischen den Schwerverletzten in Mali und den Toten in Würzburg kann es sich um Zufall handeln. Es könnte aber auch mehr dahinter stecken. Die Frage ist, wie wahrscheinlich wäre das und vor allem: Wer würde davon profitieren?

Timbuktu als neuer alter Handelsknoten

Das islamisch geprägte Mali in Westafrika galt lange Zeit als tolerant, da der sufistisch geprägte Islam in der Region traditionell keine radikalen Elemente enthält. Mit Beginn des Ölreichtums am Arabischen Golf und der islamischen Revolution im Iran jedoch begann zunehmend Geld in die Region zu fließen, mit denen neue Moscheen und Koranschulen gebaut wurden, in denen der radikale arabische Islam gepredigt wurde.

Dadurch hat sich der Charakter des geburtenstarken Landes im Verlauf von zwei Generationen deutlich verändert. Vor allem das weite Hinterland Malis mit dem alten Sufizentrum Timbuktu wird heute von Islamisten beherrscht, die einen Machtanspruch an den Tag legen. Das finale Abdriften der Region in den gewalttätigen Fundamentalismus begann vor inzwischen knapp einem Jahrzehnt, als 2011 in Libyen Muammar Gaddafi gestürzt wurde und das Migrationsgeschäft in der Region zu einem florierenden Geschäftszweig wurde.

Bald nach Libyen fiel im Jahr 2012 auch Timbuktu, das daraufhin eine Renaissance erlebte zum neuen alten Zentrum des Menschenhandels durch die Sahara wurde. Die meisten der in Italien anlandenden Bootsmigranten kamen auf ihrem Weg von Subsahara-Afrika entweder durch Timbuktu, oder durch eine der wenigen anderen Oasenstädte in der Region, wie die EU in einem Bericht über Mali bestätigt. Der UN-Einsatz, bei dem gestern die Bundeswehr verletzt wurden, begann ursprünglich kurz nach der Einnahme von Timbuktu durch die Islamisten und besteht bis heute.

Syrien, Afghanistan und dann erst Mali

Das Geschäft des Islamismus betreiben in der Region heute vor allem Auswärtige. Zwar war es ihnen erst mit Hilfe lokaler Gruppen möglich, sich an die Macht zu hieven. Der aus ihrer Ideologie abgeleitete Machtanspruch jedoch ist absolut und duldet nichts neben sich. Rücksicht auf örtliche Gepflogenheiten oder Machtstrukturen nehmen sie keine und sie müssen es auch nicht. Wie auf allen Schlachtfeldern des Islam etwa in Afghanistan oder Syrien rekrutieren sich die Kämpfer aus dem gesamten islamischen Kulturkreis und bilden eine Art terroristische Internationale, die nur ihre eigenen Interessen kennt.

Aufgrund ihrer Radikalität, der Umstände vor Ort und den Grenzen bei der Gegenwehr ist es kaum möglich, ihnen erfolgreich beizukommen. Mehr als einen Burgfrieden zu schließen ist nicht möglich, was das Problem jedoch nicht löst, sondern es von einem akuten zu einem chronischen transformiert. Dank der hohen Summen, die mit dem Menschenhandel verdient werden, können sich die fast schon einheimisch gewordenen Islamisten jedoch immer besser ausrüsten und gewinnen über die Indoktrination vor Ort und über das Anwerben frischer Kämpfer von anderen, befriedeten Schlachtfeldern zunehmend an Stärke.

In Anbetracht einzelner Geschehnisse, die dem System der übrigen Schlachtfelder folgen, ist das mediale Desinteresse am betreuten Dauerkonflikt im Sahel eigentlich nur damit zu erklären, dass in Afghanistan weit mehr medienstarke Länder involviert sind und Syrien lange Zeit lichterloh brannte. Mali und die anderen Länder des Sahel dagegen kokelten nur vor sich hin. Mehr als das Symptom opportunistischer Migranten kommt von dort nicht. Dabei gäbe es mehr als genug zu berichten über den hilflosen Kampf gegen den florierenden Islamismus in der Region.

Als eine der wenigen Meldungen über den Kriegsschauplatz schaffte es vor eineinhalb Jahren eine Meldung über den „Zusammenstoß“ zweier französischer Kampfhubschrauber in die hiesigen Medien. Die offizielle Version kann durchaus stimmen, doch alles andere wäre wohl kaum vermittelbar. Denn wie sollte es eine Bande dahergelaufener Irrer schaffen, gleich zwei sündhaft teure Kriegsgeräte vom Himmel zu holen und dazu ein ganzes Dutzend Elitesoldaten zu töten?

Die Sowjetunion musste in den 1980er Jahren in Afghanistan eine ganz ähnliche Erfahrung machen. Damals haben die Mudschaheddin ihre Waffen von der CIA erhalten, mit denen sie als Analphabeten billig per Knopfdruck die Jahrzehnte dauernde Ausbildung ihres Gegners neutralisierten. Bei Zweifeln an der offiziellen Darstellung heutiger Zwischenfälle müsste gefragt werden, wer ein Interesse an einer schlagkräftigen Terrorarmee hätte und deswegen bereit ist, Ansa Dine und Konsorten mit Waffen auszustatten, die in der Lage sind modernste Kampfgeräte auszuschalten.

Frankreichs afrikanische Uranpolitik

Neben der offensichtlichen Eigenschaft der Sahara als zweiter natürlicher, aber immer poröser werdender Grenze zwischen Europa und Afrika, gibt es mit den großen Uranvorkommen ein gewichtiges Argument, das für ein fortgesetztes Interesse politischer Machtzirkel an der Region spricht. Malis südöstlicher Nachbar Niger etwa gehört zu den großen Uranabbaugebieten der Welt, wobei sich überall in der Großregion Lagerstätten mit Uran befinden, die teilweise noch brach liegen.

Das allermeiste des im Sahel abgebauten Uran geht nach Frankreich. Dort sorgt der hohe Verbrauch dafür, dass Frankreich bei der Energieversorgung auf ein Mindestmaß an Stabilität und Kontrolle über die Region angewiesen ist. Nicht auszudenken, sollte der Nachschub mit frischem Uranbrennstoff plötzlich stocken. Selbiges gilt sicherlich auch für genügend weitere Rohstoffe, die in der Region abgebaut werden.

Noch schlimmer als ein Versorgungsengpass beim Uran ist nur noch die Vorstellung, dass Islamisten die Kontrolle über eine Mine erlangen könnten. Der Horror auch nur einer kleinen schmutzigen Bombe lässt einen erahnen, warum sogar Portugal seine Fallschirmjäger schickt, um in der Pampa im Nirgendwo Afrikas Islamisten zu bekämpfen, oder dass sich der Präsident des Tschad höchstpersönlich mit der Kalaschnikow den Islamisten entgegenstellt. Vor allem aber erklärt es, warum es in Mali als dem geostrategischen Dreh-und Angelpunkt in der Region alle Jubeljahre oder öfters zu einem Putsch kommt. Für die einen gibt es in Bamako schlichtweg zu viel zu gewinnen – und für alle anderen zu viel zu verlieren.

Desinformation oder Ablenkungsmanöver?

Überhaupt erst aufmerksam geworden bin ich auf den Zwischenfall in Mali über einen Artikel bei Telepolis, der die Frage in den Raum stellte, wofür es überhaupt diese Verletzten gab. Zum Glück hörte der Text da auf, wo die eigentliche Ursachensuche beginnt, sonst wäre ohnehin nur etwas unerträgliches herausgekommen. Für sich gesehen mag der Anschlag auf die Blauhelme durchaus dem typischen Räuber-und-Gendarme-Prinzip entsprochen haben, wie es der Krieg gegen den Terror hervorgebracht hat. Doch es bleibt strikt innerhalb der Leitplanken der Gefälligkeit, die selten einer näheren Betrachtung standhält.

Meinen Blick geweitet haben dann Hadmut Danischs ausführliche Spekulationen über den Zwischenfall in Würzburg. Im Kern sieht er überwiegend konventionelle Motive des Täters, die sich aus persönlichen Umständen und dem allgemeinen Kalkül zusammensetzen, von dem die zeitgenössische Migration nach Deutschland geprägt ist. Für sich gesehen mag auch das durchaus korrekt sein, doch es bleibt ebenso limitiert. Im letzten Satz versteckt er selbst die Frage nach einer erweiterten Erklärung: „Die Story mit den psychischen Problemen erscheint mir da jedenfalls als Desinformation und Ablenkungsmanöver.“

Als ich mit die beiden Anschlagsmeldungen in direkter Folge vergegenwärtigt hatte, drängte sich mir der Anschlag in Mali und die Stellungnahme durch Kramp-Karrenbauer dazu geradezu als die gesuchte Begründung dafür auf, warum Würzburg nur Desinformation oder ein Ablenkungsmanöver für etwas anderes gewesen sein soll . Denn jenseits der oben erwähnten zeitlichen und zahlenmäßigen Auffälligkeiten, lässt sich mindestens eine lose thematische Verbindung zwischen beidem herstellen. In beiden Fällen:

  • spielen afrikanische Migrationsrouten eine bedeutende Rolle
  • bildet der islamische Kulturkreis eine unübersehbare Nebenrolle
  • geht es um Gewalttaten, wie sie für Islamisten typisch sind
  • waren Deutsche das Ziel der Gewalttat.

Ohne diese losen thematischen Zusammenhänge zwischen den beiden Zwischenfällen würden Spekulationen über eine Verbindung sehr schnell in die Unwahrscheinlichkeit abgleiten. Mit ihnen hingegen wird eine Verbindung nicht nur möglich, sondern ziemlich plausibel. Dies lässt sich anhand einiger simpler Wahrscheinlichkeiten zeigen:

Wie oft kommt es in Deutschland zu Messerattacken mit Todesfolge? Unter Berücksichtigung aller Mordtypen gibt es ungefähr 300 Tötungen pro Jahr. Welches Alter haben Mörder in Deutschland in der Regel? Etwa jeder Fünfte ist zwischen 18 und 29 Jahren. Wie oft verursachen „psychisch Kranke“ in Deutschland tödliche Zwischenfälle mit wahllosen Passanten? Leider ist die Polizei sehr schweigsam in dieser Kategorie, aber ich würde schätzen, dass es kaum ein Dutzend im Jahr sind.

Schließlich auch: Wie wahrscheinlich ist es, dass Patrouillen der Bundeswehr – immerhin nach einem Jahrzehnt des schmerzlichen Sammelns von Erfahrungen in Afghanistan – noch immer in einer Weise angegriffen können, dass die Insassen dabei merklich verletzt werden? Wie stark muss eine Explosion sein, damit sie Schießscharten mit 5cm dickem Panzerglas durchschlägt? Wer versorgt Terroristen mit derart starkem oder wahlweise so viel Sprengstoff? Stammte dieser etwa aus einer der Uranminen? Steht es dort unten schon so schlimm? Jemand muss ein sehr großes Interesse haben an der Vertreibung der Europäer aus der Region.

Würzburg als Ablenkungsmanöver eher unwahrscheinlich

Wenn der Messerangriff von Würzburg ein Ablenkungsmanöver war, dann bedeutet es, dass jemand ein Interesse daran hatte, von etwas anderem abzulenken, was gleichzeitig am ablaufen war. Setzt in dieser Gleichung an der Stelle der Unbekannten die öffentliche Stellungnahme von Kramp-Karrenbauer zum Anschlag in Mali ein, dann ergibt sich daraus, dass gewisse Kreise eine Debatte rüber den dortigen Einsatz der Bundeswehr verhindern möchten.

Das ist keineswegs unmöglich. Aber es würde dann doch eine übergroße Menge an Zynismus von Seiten ausreichend mächtiger Stellen erfordern, um aufgrund eines Zwischenfalls dritten Grades eine derartige Tat begehen zu lassen. Schließlich kam keiner der Soldaten ums Leben und es gerieten auch keine emotionalisierenden Bilder in Umlauf. Des weiteren wurde bereits zur Mittagszeit darüber berichtet, als der Würzburger Somali wahrscheinlich noch im Aufstehen begriffen war.

Nicht zuletzt lässt sich Ablenkung heute auch mit einem billigen Aufschrei bewerkstelligen. Die Techniken dafür sind inzwischen genauso ausgereift wie die klassischen und digitalen Medienplattformen einer strikten Kontrolle unterstehen. Nicht zuletzt kann auch von einem randvollen Kompromatköcher ausgegangen werden, aus dem bei derartigen Gelegenheiten etwas passendes herausgezogen werden kann. Alles in allem spricht nur wenig für Würzburg als Ablenkungsmanöver, sollten die beiden Zwischenfälle ursächlich tatsächlich miteinander in Verbindung stehen.

Desinformation und Kriegsdrohung

Zweites Thema für die beiden Anschläge wäre die Desinformation. In diesem Szenario fände auf der Bühne der Öffentlichkeit ein Schauspiel statt, mit dem eine mächtige Stelle einer anderen mächtigen Stelle über den Kanal der allgemeinen Öffentlichkeit etwas mitteilen will. Die allgemeine Öffentlichkeit wird sofort mit der nächstbesten Erklärung abgespeist, damit keine falschen Verdachtsmomente entstehen, wobei der Sender in diesem Fall so mächtig und bedrohlich sein müsste, dass er für den Empfänger so unmittelbar lebensbedrohlich ist, dass dieser alles unternimmt, um die wahren Hintergründe des offen vorgetragenen Schauspiels zu verschweigen.

Die beiden Anschläge stellen in diesem Szenario gemeinsam mit dem Gang der Verteidigungsministerin vor die Presse eine Sequenz dar. Der erste Anschlag in Mali ist dabei das erste Signal, bei dem der Empfänger konkret mitgeteilt bekommt, dass er sich aus der betreffenden Region zurückziehen soll. Der zeitgleich mit der öffentlichen Erklärung stattfindende Anschlag in Würzburg wiederum ist das Verstärkersignal, mit dem der Sender deutlich macht, dass er mit dem exakten Tagesablauf des Verteidigungsministers über Informationen verfügt, über die er unter keinen Umständen verfügen dürfte.

Die übereinstimmende Zahl der Toten des zweiten Signals mit den Schwerverletzten des ersten stellt für den Empfänger genauso eine unübersehbare Verbindung her, wie es auch die Botschaft enthält, dass es künftig keine Verletzten mehr geben wird, sondern Tote, wenn der Forderung aus dem ersten Signal nicht Folge geleistet wird. Die stärkste und völlig unmissverständliche Botschaft wird in diesem Szenario aber über die totale Kompromittierung des Verteidigungsministers transportiert, immerhin einer der am besten geschützten Personen im Land . Sie besagt: Wir kennen euer Innerstes und können euch als ganzes genau so zerstören, wie wir das Innere dieses Panzers zerstört haben. Es handelt sich bei dieser Botschaft um nicht weniger als eine totale Kriegserklärung und zwar eine, die so ernstzunehmen ist, dass sie unter jeden Umständen verschwiegen werden muss.

Cui bono?

Zählt man die oben angeführten Aussagen zusammen, dann lässt sich daraus ein eindeutiges Indiziennetz knüpfen. Der Zusammenhang zwischen den Anschlägen von Mali und Würzburg kristallisiert sich dabei genauso heraus, wie auch die bewusste Desinformation als Ziel der Berichterstattung über den zweiten Anschlag. Hier sind die relevanten Eckpunkte für das dahinter stehende Kalkül des Senders der Botschaft:

  • Mali ist von großer geopolitischer Bedeutung, da es den Pivot des nordöstlichen Afrika bildet. Wer Mali kontrolliert, der kontrolliert den Sahel und die Sahara.
  • Die gesamte Region kann analog zu Afghanistan nur noch in destabilisierter Weise gehalten werden, oder aber sie geht komplett verloren, sollten sich dort stabile (Konkurrenz-)Strukturen entwickeln
  • Falls die Kontrolle über Mali verloren gehen sollte, würde die Sahara von einer porösen natürliche Grenze zu Europa in eine Autobahn dorthin mutieren.
  • Mit dem Verlust der Region würde der politische Islam die Kontrolle über ein riesiges Reservoir mit Uran- und anderen Vorkommen erhalten.

Mit diesen Punkten im Hinterkopf gilt es nun, jene Länder oder Organisationen auszumachen, die den unbedingten Willen haben, eigene Atombomben zu besitzen und die einen Gefallen daran fänden, wenn Europa innerhalb von kürzester Zeit von (muslimischen) Afrikanern überrannt würde. Hinzu kommen weitere notwendige Nebenbedingungen für den Sender, bestehend aus:

  • einer weltweit als Machthebel nutzbaren Vernetzung
  • einem uneinnehmbaren Rückzugsort
  • sehr großen finanziellen Mitteln
  • modernsten geheimdienstlichen und militärtechnischen Kenntnissen
  • geheimen Netzwerken in Deutschland
  • der technologischen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit von Europa

Viele Kandidaten bleiben nicht übrig, sobald diese Bedingungen mit dem unbedingten Willen zum baldigen Endsieg über die Welt kombiniert werden. Tatsächlich sind mir nur vier Stück eingefallen, unter denen sich ein(-einhalb) Volltreffer befinden.

Kandidat #1: Der Iran

Das erste Land auf meiner Liste wäre der Iran als klassischer Prügelknabe, wenn es um atomare Bestrebungen geht. Mit seinem theokratischen System würde beim Iran auch die Religion in das Bild passen, wobei das Land überdies auch in etwa die Hälfte der Nebenbedingungen erfüllt.

Auf der anderen Seite sprechen auch einige Argumente gegen den Iran als Drahtzieher der Anschläge. Erstens passt das Feindbild nicht. Die USA sind für den Iran der große Teufel, nicht dessen Wurmfortsatz Europa. Zweitens befindet sich der Iran im Brennglas der israelischen Geheimdienste, so dass Aktivitäten in Afrika frühzeitig auf deren Schirm erscheinen würden. Drittens gehen die Mächtigen des Iran davon aus, dass sie von EU-ropa auch ohne totalen Krieg das gewünschte erhalten. Das Atomabkommen zeigt die iranische Marschrichtung in dieser Frage.

Schließlich passt auch der schnelle Endsieg nicht in das Mentalitätsbild eines Persien. Perser sind Teppichknüpfer und sind sehr geduldig. Gegen Israel etwa befindet sich der Iran in einem inzwischen Jahrzehnte andauernden Kalten Krieg, ein baldiges Ende scheint unwahrscheinlich. Es ist fraglich, ob Teheran mit einer derart riskanten und kurzfristig angelegten Strategie für die Fern-Eroberung Europas und des Sahel seinen langfristigen Erfolg gefährden würde.

Kandidat #2: Rotchina

Mit dem kommunistischen China folgt ein weiterer Klassiker, auf den zumindest alle der Nebenbedingungen zutreffen. Lediglich die beiden Hauptbedingungen in Form der Atombombe und eines schnellen Endes für Europa sind mit einem großen Fragezeichen versehen.

Über Atombomben verfügt China schon seit geraumer Zeit, wobei das Land auch bei den Uranreserven und bei der Förderung relativ weit oben mitspielt. Theoretisch hätte es mit Kasachstan sogar das mit Abstand größte Uranland der Welt für eine Unterwanderung oder vielleicht einen Überfall in unmittelbarer Nähe. Ein großangelegter Krieg gegen die europäischen Mächte in Afrika ist für China im Vergleich dazu nicht einmal die dritte Wahl.

Auch das vorzeitige Ende von Europa wäre kein Anlass, sich in dieser Weise ins Risiko zu begeben. China hat sich wirtschaftlich und politisch so weit auf dem Kontinent eingekauft, dass dessen stabile Abhängigkeit weit mehr Vorteile für den roten Riesen bringt, als ein Abbruch der Zivilisation und die Neubesiedelung mit einer Kultur, der nur mit maoistischen Mitteln beizukommen wäre.

Hinzu kommen zwei eher leichtgewichtige Argumente, die gegen China als Täter sprechen. Die kommunistischen Mandarine wollen insbesondere dem Britische Empire die jahrhundertelange Erniedrigung zurückzahlen. Allgemein herrscht im kommunistischen China der Drang vor, die historische Schmach gegenüber Europa wieder auszuwetzen, nachdem es im Zuge der europäischen Renaissance den Status als Zentrum der Welt in einer absolut überwältigenden Weise an die Langnasen verloren hat. Mit der Ausrottung der europäischen Kultur, wäre niemand mehr da, dem die roten Chinesen ihre historische Überlegenheit in das Gesicht schmieren könnten.

Jenseits davon ist Europa für China vor allem auch ein Neidobjekt, dessen Kulturgüter trotz der Weltkriege so viel reichhaltiger sind als jene des post-kulturrevolutionären China. Daher ist davon auszugehen, dass man Europa in Peking wesentlich lieber als ein Museum sieht, denn als ein arabisch sozialisiertes Shithole.

Kandidat #3: Die Moslembruderschaft

Die Moslembruderschaft als dritter Kandidat ist der erste mit einer hohen Wahrscheinlichkeit. Deren islamofaschistische Gesinnung steht genauso außer Zweifel, wie ihr Einfluss in den Moscheegemeinden in aller Welt, so auch in Deutschland. Selbiges gilt für die übrigen notwendigen Nebenbedingungen für den Drahtzieher. Sie alle werden größtenteils erfüllt, was insbesondere durch die langjährigen transnationalen Netzwerke bis in höchste Behördenämter erreicht wird. Mit Katar und der Türkei gibt es überdies finanzstarke Rückzugsorte mit einiger technologischer Potenz.

Der Hass auf die „christlichen Kreuzfahrer“ wäre ebenso gegeben, so dass nur noch die Frage bleibt, was die Moslembruderschaft mit dem Uran will, das den wohl mit Abstand bedeutendsten Grund für Frankreichs intensive Präsenz dort bildet. Der Bau einer schmutzigen Bombe wäre eine Möglichkeit, komplexe Mechanismen für klassische Atombomben dagegen wären wohl kaum machbar für die Organisation, da es dafür große Anlagen benötigt.

Die Verwendung einer schmutzigen Bombe würde eine erhebliche Schockwirkung erzielen. Ein solcher Anschlag wäre allerdings mit dem Risiko verbunden, dass ihnen nach dem ersten Einsatz sehr viele Länder ernsthaft auf den Leib rücken würden. Ebenso wäre es einfacher, anstatt einer Atomwaffe chemische oder biologische Kampfmittel zur Anwendung zu bringen. Etwa, indem sich ein Charterflugzeug voller Selbstmordattentäter in Afrika freiwillig mit Ebola infiziert, um dann irgendwo auf einem europäischen Regionalflughafen zu landen. Inklusive der typischen Inkubationszeit für die Krankheit könnte dank der weiterhin offenen Grenzen der halbe Kontinent infiziert werden.

Unter Berücksichtigung der Alternativen wäre es für die Moslembruderschaft am naheliegendsten, das Uran an Regimes wie Pakistan oder den Iran zu verkaufen. Aber auch hier lauert das untragbare Risiko, das der hohen Rendite frühzeitig einen Strich durch die Rechnung machen würde. Wahlweise Indien, Israel oder die USA würden sehr schnell davon erfahren. Insbesondere aber Ägypten, das sich offen gegen die Moslembruderschaft gestellt hat, wäre wohl (ggf. mit Hilfe von Israel) zu großen eigenen Risiken bereit, um der Moslembruderschaft rechtzeitig den Zugang zu Uran zu verwehren. Notfalls sogar gegen das NATO-Mitglied Türkei.

Ägypten hätte bei einem Machtsprung durch die Moslembruderschaft, wie es die Übernahme des Sahel bedeuten würde, zu viel zu verlieren. Die Landkarte zeigt, dass sich das Land zu nahe am Sahel befindet und zu kompetent ist, als dass es eine derartige Entwicklung nicht bemerken würde, oder nicht effektiv bekämpfen könnte. Damit fällt auch die Moslembruderschaft als oberster Urheber der beiden Anschläge aus. Dabei wäre durchaus vorstellbar, dass die Organisation im Spiel mit dabei ist. Hinter ihr müsste aber noch ein ganz anderes Kaliber stehen, das in der Lage ist, die Moslembruderschaft in einer Weise als Hebel zu bedienen, dass niemand – nicht Ägypten, nicht Frankreich und auch nicht Deutschland – etwas dagegen unternehmen könnte.

Kandidat #4: Die Türkei

Kommen wir zur Türkei, dem Land, das in meinen Augen am wahrscheinlichsten für die beiden Anschläge verantwortlich ist. Genau genommen spricht mehr oder weniger alles für die Clique um Präsident Erdogan als Drahtzieher hinter den gestrigen Zwischenfällen inklusive der vermuteten Kriegsdrohung. Hier einige Eckpunkte, warum die Türkei so gut auf das Täterprofil passt:

  • Erdogan und andere hochrangige Regierungsvertreter sprechen bei Europa von Kreuzrittern, die das Ziel haben, die muslimische Welt zu vernichten.
  • Erdogans Regierung fördert in EU-Ländern den Islamismus.
  • Alleine in Deutschland betreibt die türkische Religionsbehörde über die DITIB 850 Moscheen, deren Imame trotz fortgesetzter Kritik weiterhin eng vom türkischen Staat gesteuert werden.
  • Seit dem Abgang von Davutolgu fährt das Land eine ultra-aggressive Außenpolitik, will u.a. sein Seegebiet zulasten der Nachbarn ausdehnen und droht ihnen in konkreter Weise mit Krieg.
  • Der Umbau des Staatsapparats in eine zentral regierte Hierarchie ist weit fortgeschritten, das Militär ist weitgehend gesäubert.
  • Neo-Osmanische Träume werden offen ausgesprochen, es wird Anspruch erhoben auf alte Einflussgebiete des Osmanischen Reiches; darunter der gesamte Maghreb bis zum dem Sahel.
  • Erdogan sympathisiert offen mit der Moslembruderschaft.
  • Es gibt eine strategische Partnerschaft mit dem steinreichen Katar, das auch die Moslembruderschaft unterstützt und gerüchteweise über eine Atombombe verfügen soll.
  • Es gibt eine enge militärische Kooperation zwischen der Türkei und der Einheitsregierung in Tripolis, deren Militär zu einem Gutteil aus türkisch finanzierten islamistischen Kämpfern besteht.
  • Mit dem kürzlichen Krieg des kleinen „”Bruderlandes“ Aserbaidschan um Bergkarabach hat die Türkei gezeigt, dass sie auch zu einem offenem Krieg bereit ist.
  • Die Türkei hat die EU in der Migrationsproblematik bereits erfolgreich erpresst und öffnet bei Bedarf immer wieder die Schleusen.
  • In den Medien wird über die türkische Ambition zur Entwicklung eigener Atomwaffen gesprochen.
  • Es gibt den Willen, für eine eventuelle Autonomie auf technologischer Ebene immer stärker in eigene (Waffen-)Technologie zu investieren; innerhalb von zehn Jahren verfünffachte sich der Umsatz des türkischen Verteidigungssektors.
  • Die USA setzen die Türkei stark unter Druck und warnen vor Konsequenzen, falls die Türkei weiterhin eine feindselige Haltung gegenüber NATO-Verbündeten an den Tag legt (Griechenland, chinesische Flugabwehrsysteme, russische Kampfflugzeuge, etc.)
  • Irgendwo habe ich über den ersten Putsch in Mali letztes Jahr gelesen, dass die Türkei ihre Finger im Spiel gehabt haben soll. Leider konnte ich keine Quelle dazu finden.

Das war nur eine Auswahl von Punkten, die mir spontan eingefallen sind. Es gäbe sicherlich noch einmal so viele mit Relevanz, die in der selben Weise zu einem türkischen Kalkül passen würden, die Europäer – Pardon Kreuzritter – aus dem Sahel zu vertreiben. Tatsächlich könnte Erdogan mit der Bezeichnung Kreuzritter auch genau das anspielen, also die intensive Präsenz insbesondere Frankreichs im muslimischen Sahel, und er damit nicht wie üblicherweise angenommen wird, auf den kulturellen Einfluss des Westens in der Türkei abzielt.

Gegen das türkische Kalkül spräche meines Erachtens eigentlich nur, dass ein solches Vorhaben völliger Wahnsinn ist. Trotz der gegebenen Vorzeichen mit einer intensiven Krise in Europa kann so etwas nicht funktionieren, da es im Zweifel früher oder später ganz einfach auch die Türkei mit in den Abgrund reißen würde. Vom Islam wäre dann bald nicht mehr viel übrig. Dieser hat zwar viel Masse und noch mehr Wucht, jedoch wäre dieser Furor chancenlos gegen ein Abwehrsystem in Europa und andernorts, das sich ohne die heutigen Restriktionen bald schon herausbilden würde.

Eines der für mich besten Argumente, das für die Türkei als Täter der beiden Anschläge spricht, ist aber die Tatsache, dass Erdogan nicht mehr der jüngste ist. Der Mann ist inzwischen 67 Jahre alt und er will unbedingt noch seinen Lebenstraum erfüllt sehen, und zum Gründungsvater einer unabdingbaren Weltmacht islamotürkischer Prägung werden. Zehn gute Jahre hat er vielleicht noch, danach wird es eng werden. Noch steht aber Europa und ist zwar nicht renitent, aber zäh. Daher ist ihm jedes Mittel recht, das ihn koste es was es wolle ein gutes Stück näher bringt an sein Ziel.

Die Türkei als Drahtzieher passt zu gut

Mit dem generellen politischen und kulturellen Zustand der heutigen Türkei und in Anbetracht seines mitunter völlig ungezügelten politischen Personals (insb. Außenminister Casuvoglu) muss davon ausgegangen werden, dass Erdogan so ein irres Vorhaben durchaus genehmigen würde. Im Allgemeinen bestünde dies in der Provokation einer völligen Überschwemmung und Zerstörung Europas durch muslimische Migranten aus Afrika, damit die Türkei das entstandene Machtvakuum füllen könnte. Als zweites Parallelziel würde die Türkei dadurch auch die Kontrolle über die Rohstoffe in der Sahel-Sahara-Region erhalten. Mit genug Uran und pakistanischer Expertise wäre der Weg schließlich nicht mehr weit, atomar und territorial zu den dann noch bestehenden Weltmächten Russland, China, Indien und USA aufzuschließen.

In Relation zu einem derartigen Plan würden auch die gestrigen Anschläge keinen großen Unterschied mehr machen. Im Gegenteil, sie würden perfekt zum Charakter eines solchen Vorhabens passen. Für ein Land mit den Fähigkeiten und der Entschlossenheit der Türkei liegt eine derartige Anschlagssequenz mit der Notwendigkeit zur exakten Taktung durchaus im Bereich des Möglichen. Das Land hätte dafür mehr als genug militärisches Geheimwissen über deutsche Panzer und verfügt sicherlich auch über einige Austauschoffiziere auf der Harthöhe, die genau darüber informiert sind, wann und wo welche Bundeswehrpatrouille entlang fährt und auch, wann die Frau Kramp-Karrenbauer mit ihrem Nachmittagskränzchen fertig ist, um endlich ihre Stellungnahme in die Kameras sprechen zu können.

Ebenso betreibt die Türkei in ganz Deutschland verteilt ein engmaschiges Netz an Spitzelburgen, die im Nebenbetrieb als Gebetsräume Verwendung finden. Dort trifft man sich und so erfährt der Verbindungsmann des MIT brühwarm vom fleißigen Flüchtlingsheimsecurity, welcher Migrant schon wieder ganz besonders inbrünstig zu Allah gebetet hat, nachdem ihm der Schokopudding verweigert wurde. Zwei Kontakte später steht dann die Verbindung zum Durchlauferhitzer von der nächsten Hinterhofmoschee – oder von mir aus zur Chatgruppe im Unterholz des digitalen Dschihadismus.

Die Aktivierung eines solchen Hitzkopfs ist schließlich nur noch eine Frage der überzeugenden Manipulationstechnik. Es darf mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass auch Islamisten und türkische Geheimdienstler in intimer Weise in der Manipulation von Zielpersonen geschult sind. Wobei, wer weiß, vielleicht haben sie auch fünf Leute losgeschickt, von denen es dann aber nur einer zu seinen Opfern schaffte.

Das Szenario mit der Türkei als Drahtzieher beider Anschläge, die dem Zweck dienten, eine unmissverständliche Warnung in Richtung Bundesregierung und EU-ropa zu schicken, ist für mich umfassend überzeugend. Die Verhaltensweise auf beiden Seiten wäre konsistent mit dem, wie sich diese auch schon in der Vergangenheit in aller Öffentlichkeit verhalten haben.

Die Glaubwürdigkeit in der türkischen Drohung basiert dabei auf dem Wissen seitens der Verantwortlichen in der Bundesregierung, dass die Türkei auch in Syrien, Libyen und andernorts nicht gerade zimperlich vorgeht. Ebenso muss der deutschen Regierung bewusst sein, das Erdogan mit den vielen teils fanatischen Anhängern in Deutschland über eine Machtbasis verfügt, deren Mannstärke an jene der Bundeswehr heranreicht. Hinzu kommen türkisch kontrollierte Extremisten aller Coleur und Aufenthaltsdauer, die dank eingeübter Telefonketten wohl schneller zusammengerufen und mit Kriegsgerät ausgestattet werden können, als sich in einer Bundeswehrkaserne die Waffenkammer aufschließen lässt.

Jeder, der sich abseits des Mainstreams bewegt, weiß in etwa um diese Bedrohungslage und wie diametral falsch die Propaganda über Deutschtürken ist, wonach sich deren Loyalität gleichermaßen auf beide Länder verteilt. Das gilt durchaus für viele – nur eben nicht für Erdogans treue Millionen Mann Armee, die unter uns lebt. Sie schauen auf uns herab und wenn sie sich sicher fühlen bezeichnen uns als Köter. Zu oft bricht bei ihnen der Herrenmensch durch, der sich alles erlauben kann, so dass hinsichtlich ihrer Loyalität leider keine Zweifel mehr bestehen. Zu dieser Armee in Wartestellung gesellt sich dann noch die Riege Bestandsaraber mit einer ganz ähnlichen Mentalität. Die Al Miris gehören genauso dazu wie die Abu Chakers und die unzähligen kleineren und größeren sonstigen Brutstätten islamistisch untermalter Kriminalität und Parallelgesellschaftlichkeit.

Erdogan weiß, was er mit Anschlägen erreichen kann

Würden die als wilde Gerüchte herumschwirrenden türkischen Eroberungspläne in Folge einer solchen Doppelanschlagsdrohung plötzlich für die Allgemeinheit zur Realität werden, die Bundesregierung und generell das gesamte politische Establishment würde innerhalb von kürzester Zeit aus den Ämtern gefegt werden. Entweder von jenen, die sich in Deutschland einheimisch und zugehörig fühlen, oder aber von den Islamisten, die dann losschlagen müssten, damit ihr Plan nicht von der Gegenreaktion zunichte gemacht wird. In Deutschland und auf dem gesamten Kontinent würde unmittelbar ein Bürgerkrieg aller gegen alle ausbrechen. In kürzester Zeit würde alles implodieren.

Daher kann Erdogan darauf bauen, dass auch diese Erpressung funktionieren wird, so dreist, brachial, terroristisch und kriegslüstern sie auch sein mag. Die Bundesregierung wird als Reaktion ganz einfach versuchen, die akute Bedrohung in eine chronische zu transformieren. Europa wird dann nicht in kürzester Zeit überschwemmt werden, oder von einem atomar bewaffneten Sultan bedroht. Vielmehr werden sie von diesem dazu gebracht werden, den Islamisten im Sahel noch etwas mehr Raum zu geben. Sie werden auf größere Interventionen verzichten, sich im Einsatzgebiet auf die Verteididung der eigenen Kaserne beschränken und als Zucker noch etwas mehr versickerungsbereites Entwicklungshilfegeld zuschießen. Er wird sie dazu nötigen, dass Europa ganz langsam weiter in genau der Geschwindigkeit mit Migranten aufgefüllt wird, bei der die Lüge von Multikulti und „Diversity is our Strength“ nicht zu vielen aufs Mal sauer aufstößt.

Das Pulverfass ist randvoll. Genau deswegen durfte beim Anschlag in Würzburg nicht einmal ein Anfangsverdacht auf Terrorismus bestehen. Mit jedem krummen Deal, zu dem Erdogan unsere unfähige Politelite mit seinen zynischen Zwangsmitteln vor und hinter den Kulissen zwingt, wird die Lunte nicht verlängert, vielmehr wird eine weitere Lunte gelegt, die sich das Feuer mit den anderen Lunten teilt. So brennt es zwar langsamer, aber sicherer.

Sollte nur zufällig einmal das falsche über die Zustände hinter den Kulissen herauskommen, der Gang in die Sackgasse ist heute so weit fortgeschritten, dass die Konsequenzen extrem fatal ausfallen würden. Das zeigen alleine die Mittel, die Erdogan anzuwenden bereit ist. Da ist es die bessere Wahl, über dem Pöbel der üblichen Kübel aus Vorwürfen auszukippen, wenn es wieder einmal passiert ist, damit die Temperatur im Topf weiterhin nur in der Geschwindigkeit steigt, wie sich Terroranschläge verdauen und die substanziellen Drohungen dahinter verheimlichen lassen.

Auch die neue Generation dumm-nativer Politiker mitsamt passender Medienclique fügt sich hier nur zu gut in das Bild ein. Denn sie glauben den Blödsinn sogar, mit dem wir täglich bombardiert werden und der uns in der Schuldstarre verharren lassen soll. Insofern ist es dann auch kaum verwunderlich, dass der BR sofort wusste, was in Würzburg nicht vorgefallen ist. Denn was nicht sein darf, das kann einfach nicht sein.

Quelle Titelbild

Bloggerei.de