Der „Sturm auf das US-Kapitol“ wurde offenbar von verdeckten FBI-Agenten orchestriert

Der „Sturm auf das US-Kapitol“ wurde offenbar von verdeckten FBI-Agenten orchestriert

Bei tumultartigen Szenen vor und im US-Kapitol am 6. Januar, als das Ergebnis der Präsidentschaftswahl zertifiziert wurde, drangen dutzende Personen teilweise gewaltsam in das Kapitolsgebäude ein, die zuvor an der Demonstration für Donald Trump teilnahmen. Medial wurde der Zwischenfall sofort als „Aufstand“ (engl. Insurrection) bezeichnet, mit dem Trump den Versuch unternommen haben soll, die Macht über das Land an sich zu reißen. Anklageschriften gegen Teilnehmer des Sturms weisen nun aber darauf hin, dass es sich bei einigen der Rädelsführer vermutlich um eingeschleuste FBI-Agenten gehandelt hat.

Jeder sechste Mittäter entgeht einer Anklage

Die meisten der Eindringlinge am 6. Januar nahmen den Haupteingang, an dem die Polizei Spalier stand und keine Anstalten machte, sie von ihrem Vorhaben abzuhalten. Einige drangen aber auch mit Gewalt ein, wobei wenige darunter überdies Einrichtung beschädigten und zu plündern begannen. Mit einer Frau, die sich mit Gewalt Zugang zu einer verschlossenen Tür verschaffen wollte, wurde mindestens eine Person bei dem Zwischenfall erschossen.

Alles in allem lässt sich trotz der teils hektischen Szenen kaum von einem organisierten Putsch sprechen, was die Medien aber nicht davon abhielt, eine großangelegte Verschwörung herbeizureden. Mit dem Einzug von Joe Biden ins Weiße Haus wurden denn auch sämtliche strafrechtlichen Hebel gegen die Beteiligten in Bewegung gesetzt.

Bald waren denn auch sämtliche Personen ermittelt, die in das Kapitolsgebäude eindrangen. Die Anklagen folgten bald. Dabei wurden jedoch nicht nur jene, die jenseits des Hausfriedensbuchs kriminelle Handlungen begangen hatten oder als Rädelsführer die Menge aufpeitschten ins Visier der Behörden genommen. Vielmehr bekamen alle Eindringlinge die volle Härte des Gesetzes zu spüren.

Wie Revolver News nach dem Durchgehen der zugehörigen Gerichtsakten allerdings herausfinden konnte, wurde ein Sechstel der Teilnehmer an dem Zwischenfall nicht angeklagt. Revolver News wird vom ehemaligen Trump Berater Darren Beattie betrieben, weswegen eine politische Neigung angenommen werden muss. Jedoch sind seine Erkenntnisse kaum vom Tisch zu wischen.

Das FBI als Agent Provokateur

Tatsache ist, dass insgesamt jeder sechste der bekannten Teilnehmer an dem Sturm nicht angeklagt wurde. Das lässt sich aus den Akten klar ableiten. Viel mehr noch wurden zahlreiche Namen in den Gerichtsakten anonymisiert, was auf eine Einmischung des FBI in die Strafverfolgung hinweist. Vermutungen gehen um, dass sich Agenten und Informanten der Behörde unter den Beteiligten befanden, die jetzt vor juristischen Konsequenzen ihrer Handlungen geschützt werden.

Über das FBI ist bekannt, dass bewusst Organisationen infiltriert und von dieser fremdgesteuert werden, wenn diese als Bedrohung für den Staat erachtet werden. Aus der Vergangenheit ist bekannt, dass das FBI auch zu Taten anstiftet, indem es Personen, die als gefährlich erachtet werden, beispielsweise Geld, Waffen oder Sprengstoff zur Verfügung stellt, damit sie eine Tat begehen können, um sie dann zu verhaften. Im vorliegenden Fall musste ein Vertreter des FBI vor einem Kongressausschuss zugeben, dass die Behörde auch bei den Oath Keepers, Proud Boys und Tree Percenters verdeckte Ermittler und bezahlte Informanten einsetzt. Der Verdacht besteht nun darin, dass diese verdeckten Ermittler und Informanten nicht nur Mitläufer bei diesen Organisationen waren, sondern als Drahtzieher des Sturms auf das Kapitol agierten.

Die Indizienlage ist so eindeutig, dass der als gemäßigt rechts geltende Kommentator Tucker Carlson von Fox News in seiner Sendung darauf einging. Obwohl die Sachlage klar ist, so Carlson, wurden mehrere der Schlüsselfiguren des Zwischenfalls bislang nicht angeklagt. Sie werden in den Akten als „nicht-angeklagte Mitverschwörer“ bezeichnet. Carlson spekuliert, dass hinter der Bezeichnung ausnahmslos FBI-Agenten verborgen sind, die sich nicht nur passiv beteiligten, sondern andere aufhetzten und darüber hinaus zu jenen gehörten, die sich gewaltsam Zugang in das Kapitol verschafften.

Die Gerichtsakten geben auch einen Hinweis darauf, dass mehrere der nicht angeklagten Personen anderen Teilnehmern, darunter Anführern von Gruppen, weis gemacht haben, dass „Verstärkung“ auf dem Weg sei und hinter der Demonstration und dem Sturm auf das Kapitol eine größere Operation steht, die tatsächlich das Ziel habe, die Wahlzertifizierung zu verhindern und Trump eine weitere Amtszeit zu bescheren. Es wäre ein Lehrbuchbeispiel für einen Agent Provokateur.

Was wäre ohne FBI passiert?

Über die Gesinnung vieler Teilnehmer des Zwischenfalls gibt es keine Zweifel. Sie sahen sich als Kämpfer für eine gerechte Sache, von denen viele zur Not auch mit Waffengewalt für ihre Verfassung kämpfen wollten, wobei einige sogar bewaffnet waren, oder am 6. Januar martialisch auftraten.

Die wirkliche Frage allerdings lautet, ob es auch dann zu diesen Szenen gekommen wäre, wenn das FBI (oder gerne auch andere Organisationen) keine Agent Provokateure vor Ort gehabt hätte. Mit einem Sechstel aller Eindringlinge in das Kapitol, die mutmaßlich vom FBI gesteuert wurden, ist eine kritische Masse erreicht, die weit über das hinausgeht, was es für Strafverfolgungsbehörden braucht, um an interne Informationen einer gefährlichen Organisation zu gelangen. Es ist ein Niveau, ab dem eine eigene Gruppendynamik entsteht, die nur davon übertroffen wird, dass mehrere der Anführer offenbar beim FBI auf der Gehaltsliste standen.

Man fühlt sich erinnert an die NPD in Deutschland, in deren Spitzengremien zeitweise elf Informanten des Verfassungsschutz saßen. Als dieser „Fauxpas“ herauskam, führte dies zum Scheitern des Verbots der Partei seitens des Bundesverfassungsgerichts. Dennoch ist fraglich, ob es auch bei der Bewertung des Sturms auf das Kapitol nachträglich so laufen wird und der Zwischenfall herabgestuft wird von einem „Aufstand von Faschisten unter der Führung von Donald Trump“ zu einem „epochalen Fehlverhalten durch die Strafverfolgungsbehörden“.

Den Ergebnissen bei der digitalen Recherche per Suchmaschine zu urteilen stehen die Aussichten schlecht, dass sich das Fadenkreuz der Kritik von Donald Trump wegbewegt, um stattdessen in Richtung FBI zu zeigen. Sämtliche Suchmaschinen verweisen auf der alles entscheidenden ersten Ergebnisseite auf Artikel, die fre isind von jeglichem Selbstzweifel über den wirklichen Hergang des Zwischenfalls. Wahlweise wird in diesen Tucker Carlson angegriffen, weil er eine „Verschwörungstheorie“ in den medialen Mainstream getragen hat, oder aber es wird mit halbseidenen Argumenten versucht, den Verdacht vom FBI wegzulenken, damit die ausgegebene Interpretation bestehen bleiben kann.

Wie so oft in letzter Zeit gewinnt am Ende nicht die Wahrheit, sondern der mit algorithmischen Schlagstöcken bewaffnete digitale Mob.

Quelle Titelbild

Bloggerei.de
Consent Management Platform von Real Cookie Banner