Die Tagesschau als Propagandainstrument der KP China am Beispiel der chin. Marsmission

Die Tagesschau als Propagandainstrument der KP China am Beispiel der chin. Marsmission

Wie kaputt die Tagesschau ist, lässt sich an zwei Meldungen über China aus den letzten Wochen nachvollziehen. Der GEZ-Konzern geriert sich inzwischen mehr als Außenposten der KP in Peking, denn als deutscher Rundfunk. Es geht dabei um die totalitären Wurzeln an Chinas neuer Bevölkerungspolitik, über die ich gestern berichtet hatte. Ein Leser machte mich daraufhin auf die Berichterstattung der Tagesschau über das Thema aufmerksam, die inhaltlich sehr ähnlich das berichtete, was auch in dem von mir übersetzten Spectator Artikel zu entnehmen war. Er stellte den Bericht in den Kontext zu einem Bericht der Tagesschau über die kürzliche Marsmission des kommunistischen China, in dem verräterische Lücken in der Berichterstattung des GEZ-Funks über China offenbar werden.

Die Tagesschau verzichtet auf den Blick von oben

Der Bericht einer Chinesin mit dem „Blick von unten“ auf die chinesische Bevölkerungspolitik war jedoch nur der erste Teil meines Artikels. Er stellt die Probleme und Kalküle dar, mit denen chinesische Paare heute zu kämpfen haben, was ein großes Fragezeichen hinter die neuen Pläne der Mandarine Festlandchinas setzt. In der Tagesschau wurde dies am 1. Juni in einem 2:21 langen Bericht ebenso dargestellt.

Kein Sterbenswörtchen verlor die Tagesschau über den zweiten Teil meines Artikels. Darin hae ich auszugsweise einen chinesischen Demografen zitiert, der vor wenigen Jahren den obersten Planern der KP die inzwischen implementierte Politik mit genauso drastischen wie dubiosen Worten den Wechsel zu einer Drei-Kind-Politik empfahl. Totalitär und rassistisch sind die beiden Stichworte dazu. In klassisch realsozialistischer Manier ließ der Mann kein Halm der Mitmenschlichkeit stehen in seinem Traktat und warb für die Fortpflanzung „roter Gene“ zur Arterhaltung des Kommunismus in China.

Unnötig zu sagen, dass vergleichbare Äußerungen seitens der AfD oder eines sonstigen ansonsten harmlosen aber „rechtsoffenen“ Zeitgenossen in Deutschland auf der Stelle die Mainstream Medien und den Verfassungsschutz auf den Plan gerufen hätten. Man muss sich dafür nur einmal den Umgang mit den Analysen Gunnar Heinarsohns oder – igitt – Thilo Sarrazin vergegenwärtigen.

Chinas Marsmission “auf Anhieb gelungen”

Zur Verteidigung des redaktionellen Fokus auf das Thema (oder weniger schön die Lücke) ließe sich mit gewisser Berechtigung die begrenzte Berichterstattungszeit anführen. Jedoch scheint das inzwischen nur noch die halbe Wahrheit zu sein, wie der Vergleichsmaßstab zeigt, den mir der Leser zukommen ließ.

Es geht dabei um die Tagesschau vom 15. Mai diesen Jahres und einen Bericht, der ab 9:25 beginnt. Inhalt ist die gerade erfolgreich durchgeführte erste Landung eines chinesischen Roboters auf dem Mars. Ganze 144 Sekunden der 15-minütigen Sendezeit bekommt die durchaus beachtliche Leistung der chinesischen Raumfahrt, entsprechend 16%. Dem Leser missfiel dabei der folgende von der Moderatorin emotionslos vorgetragene Satz:

„Die chinesische Mission ist die erste, der eine Marslandung auf Anhieb gelang. Die USA und die frühere Sowjetunion hatten dafür mehrere Anläufe gebraucht.“

Warum dieser Satz, fragte er mich in den Orkus und ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, was er sollte. Er passt in keinster Weise in das größere Bild der Weltraumerkundung, bei der zumindest im friedlichen Kontext der Erkundung klassischerweise die Seitenhiebe außen vor bleiben. Das war selbst in den kältesten Perioden des Kalten Krieges der Fall, als man sich für die Leistungen zumindest nach außen gegenseitig gratulierte.

Diese Zeiten scheinen beim GEZ-Zwangssender vorbei zu sein, wobei die in dem Satz verborgene Kritik nicht einmal im Ansatz sticht. Die ersten Marsmissionen durch die USA und UdSSR fanden in den 1960er Jahren statt, als Großcomputer weniger Rechenleistung als ein zeitgenössisches Wegwerfhandy hatten. Die erste erfolgreiche Landung eines Roboters auf dem Mars gelang schließlich der Sowjetunion am 2. Dezember 1971 – also vor 50(!) Jahren – als mit Mars 3 eine „sanfte Landung“ auf dem roten Planeten gelang.

Rotchina & der ARD ist alles egal, illegal, scheißegal

Für den Leser wie für mich stellt diese Passage im Bericht Tagesschau vor die Frage, ob das noch Ignoranz ist, oder schon eine absichtliche Werbung einer vermeintlichen chinesischen Überlegenheit. Vermeintlich deswegen, weil mir in dem Bericht noch etwas anderes aufgefallen ist.

Der längliche Bericht fährt nach dem Seitenhieb fort und zeigt offizielle Aufnahmen des chinesischen Fernsehens. Als Quelle links oben eingeblendet heißt es dazu „Staatsfernsehen China/Animation“. Ab 10:11 sieht man dann die Animation. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob bei der Angabe der „Animation“ als Quelle die Herkunft „China“ weggelassen wurde, allerdings spricht die grassierende Ignoranz in den Redaktionsstuben deutlich dagegen. Denn die Animation ist nicht chinesisch, sie ist amerikanisch.

In diesem Video wird die Animation der chinesischen Marsmission gleichzeitig neben der Animation für eine Marsmission der NASA abgespielt, die bereits vor mehreren Jahren entstand. Man kann klar erkennen, dass die chinesische Animation eine billige Kopie des amerikanischen Pendants ist, die sich lediglich in der Abspielgeschwindigkeit und in der Form des Roboters und einigen kleineren zusätlichen Animationen von der Vorlage unterscheidet.

Die gesamte chinesische Marsmission ist effektiv eine billige 1:1 Kopie dessen, was die NASA vor Jahren bereits erreicht hatte. Als einzige relevante Eigenleistung lässt sich der fast schon erwartete Erfindungsreichtum und die Dreistigkeit Rotchinas beim Diebstahl geistigen Eigentums erkennen. Der Tagesschau scheint jedoch das nichts auszumachen. Ihr genügt es, über die „auf Anhieb gelungene“ Mission der Kommunisten zu jubeln und blendet jegliche kritikwürdigen Details einfach aus.

Quelle Titelbild

Bloggerei.de