Öko-Logisitischer Alptraum: LKWs ohne voll funktionsfähige Abgasreinigung sind nicht fahrfähig

Öko-Logisitischer Alptraum: LKWs ohne voll funktionsfähige Abgasreinigung sind nicht fahrfähig

In den USA kam es infolge eines Ausfalls einer wichtigen Pipeline zu einer ernsten Störung der Ölversorgung. Die Schuld lag bei Hackern, die deren Kontrollsystem lahmlegen konnten und mehrere Millionen Dollar erpressten. Inzwischen wurde das Lösegeld bezahlt und die Situation klärt sich auf. Dennoch zeigen sich im größeren Bild einige verstörende Details bezüglich der Verwundbarkeit der allgemeinen Logistik. Ein völlig unbeachtetes, aber eminent kritisches Element stellen LKWs dar, da sie laut den Aussagen eines LKW-Mechanikers konstruktionsbedingt ohne Abgasreinigung nicht mehr fahrfähig sind. Ohne Abgasreinigung sind LKWs damit wertlos und ohne LKWs fällt das System in sich zusammen.

Jede Externalität ist gefährlich

Die globale Krisenentwicklung ist kaum mehr übersehbar. Überall wird Material knapp, es wird gehortet, während die Gelddruckmaschinen rund um die Uhr den Kapitalkreislauf künstlich am Leben erhalten, um das pandemiebedingte Produktivitätsloch zu füllen. Weltweit werden die Wirtschaftssysteme in einer Weise aufgeblasen, was einem Autofahrer gleichkommt, der auf einer Kiesfläche Vollgas gibt.

Jede Störung der gegebenen Wirtschaftstätigkeit kann zu einer Kettenreaktion führen, da das allgemeine Vertrauen weg ist, dass es auch morgen noch in etwa so sein wird, wie es heute ist. Einen Vorgeschmack darauf bekamen gerade die USA zu spüren, wo die bedeutendste Ölpipeline zur Versorgung der Ostküste nach einem Hackerangriff ausgefallen ist.

Innerhalb von Stunden stiegen die Preise, nachdem sich die Kalamität trotz allgemeiner Informationssperre herumsprach. Mittlerweile wurde das Lösegeld in Höhe von fünf Millionen Dollar bezahlt und die Pipeline ist wieder offen. Jedoch wird das ernsthafte Konsequenzen haben, da kritische Infrastruktur genauso wie der amateurhafte Umgang mit ihrer Sicherheit keine Mangelware ist und Erpresser weltweit aufgrund der Zahlung Blut gerochen haben dürften.

Unüblich für das Geschäft entschuldigten sich die Erpresser für die umfassende Störung in der Versorgung. Dennoch bestanden sie auf die Zahlung, die in Anbetracht der Folgen bei einem längeren Ausfall und der bislang kaum souverän agierenden neuen US-Regierung recht schnell abgewickelt wurde.

Fahrer und LKWs gabs genug, aber…

Neben den größeren Implikationen für das Wirtschaftssystem als ganzes trug zum schnellen Einknicken der Regierung sehr wahrscheinlich bei, dass es nicht möglich war, die Versorgung vorübergehend über alternative Logistiksysteme zu bewerkstelligen. Jenseits von Neuengland sind in den USA Zugverbindungen über längere Strecken rar, so dass nur noch Tanklaster die Lücke hätten füllen können.

Da das Land über eine umfassende Ölinfrastruktur verfügt, hätte dies über die kurzfristige Verschiebung von Transportkapazitäten eigentlich funktionieren müssen. Versucht wurde es jedenfalls, was die Aussetzung von Arbeitszeitbegrenzungen für Tanklastfahrer zeigt,die bereits zu Beginn der Coronapandemie beschlossen wurde. Jede Stunde mehr am Steuer ist etwas wert, wenn es darum geht, den Energienachschub für eine hohe zweistellige Millionenzahl an Menschen zu gewährleisten.

Dennoch hat das offenbar nicht funktioniert. Die Spekulationen über die fortgesetzten Engpässe drehten sich darum, dass es zu wenig LKW-Fahrer geben könnte. Es ist ein beliebtes Argument, das üblicherweise von bestimmten Kreisen als ein weiteres Argument für noch mehr Einwanderung verwendet wird. Jenseits der opportunistischen Betrachtung benötigen Tanklastfahrer auch in den USA spezielle Zertifikate. Diese werden von Einrichtungen vergeben, die aufgrund der Coronapandemie genauso geschlossen waren, wie alle anderen Bildungseinrichtungen.

All das aber scheint nur vorgeschoben zu sein. In diesem Podcast von Tim Pool wird es zum Thema ab 1:43:05 interessant, als er zwei Zuschauerfragen vorliest, die offenbar von Personen verfasst wurden, die im Geschäft tätig sind. Die erste stammte von jemandem, der von sich behauptet, in einer der größten Raffinerien der Welt tätig zu sein, wo er als Disponent für mehrere tausend Tanklaster zuständig ist. Er schrieb: „Es gibt keine Knappheit bei Tanklastfahrern. Unter mir arbeiten tausende Tanklastfahrer“ und bezeichnete gegenteilige Behauptungen als eine Falschmeldung.

Direkt danach kam ein weiterer Zuschauer zu Wort, der die Situation noch einmal konkretisierte. Dieser behauptete von sich, ein LKW-Mechaniker zu sein. Er bestätigte, dass es zwar genügend Tanklastfahrer gibt, das Problem aber vielmehr bei den LKWs läge: „LKW mit Abgasreinigung sind nicht zuverlässig und fallen jeden Monat aus, als wäre es geplant. Ersatzteile sind derzeit aber keine zu bekommen und sie fahren nicht ohne ein voll funktionsfähiges System für die Abgasreinigung.“

Augenscheinlich ist die Fehleranfälligkeit heutiger Abgasreinigungssysteme so dramatisch, dass schon nach wenigen Tagen ohne fortlaufende Wartung mit kritischen Engpässen gerechnet werden muss.

Systemkollaps per defekter Abgassteuerung?

Die USA haben zwar leicht unterschiedliche Abgasbestimmungen, im allgemeinen funktioniert es aber sehr ähnlich wie bei uns. Hinzu kommt, dass Mercedes-Benz in den USA mit den Marken Freightliner und Western Star Marktführer LKW-Geschäft ist, während das ebenfalls europäische Volvo an dritter Stelle liegt. Sollte es sich tatsächlich so verhalten, dass neuere amerikanische LKW ohne funktionsfähige Abgasreinigung nicht mehr fahrfähig sind, dann gilt das sehr wahrscheinlich auch für LKW, die in Deutschland typischerweise unterwegs sind.

Bislang bin ich davon ausgegangen, dass Abgasreinigungssysteme oder bei PKW Katalysatoren zur Not ausgebaut werden können. Insbesondere in einer großen Krise, wenn der Staat seine Funktionsfähigkeit verloren hat, würde dies große Vorteile bringen, da der Verbrauch deutlich sinkt, während das Risiko, erwischt zu werden wegfällt.

Sollte das nicht möglich sein, wäre es für Überlebende genauso enttäuschend, wie es für die Gesellschaft noch einmal gefährlicher würde, sobald die globalen Versorgungsketten endgültig reißen. Die Knappheit bei Computerchips ist jetzt schon zu spüren, wobei mit Sicherheit davon ausgegangen werden kann, dass Geheimdienste über diese verletzliche Stelle in der Logistik wissen. Inwieweit die Abgassteuerung gehackt werden kann, ist mir nicht bekannt. Doch es sollte keine Unmöglichkeit darstellen, zumal die meisten Hersteller in der Regel über sehr ähnliche Systeme verfügen, da sie von den selben Zulieferern bedient werden.

Im Fall der Fälle könnte dadurch nicht einmal mehr die Logistik innerhalb Deutschlands gewährleistet werden, sobald die mit politischer Bedeutung versehenen labilen Komponenten zu versagen beginnen. Der Wegfall von bis zu zwei Dritteln aller Logistikkapazitäten, wie an der Grafik ersichtlich wird, hätte dramatische Folgen. Insbesondere für Ballungsgebiete wäre es der Todesstoß, da auch Züge ausfallen können, sei es aus Chipmangel oder Sabotage. Lediglich ältere LKW ohne postmoderne Abgasreinigung wären dann noch in der Lage, Waren zu liefern. Jedoch steht auch deren Zukunft in Anbetracht einer drohenden Regierung der Grünen in den Sternen. Sie wären wohl die ersten Gefährte, denen eine Regierung Baerbock den Stecker ziehen würde.

Schließlich blieben im Inland nur noch Militärfahrzeuge, die ein solches Ende der größtenteils privaten Logistiksektors auffangen könnten. Aber auch dort ist man erpicht auf CO2-Zielwerte, so dass nicht einmal mehr sicher erscheint, ob Unimogs und große LKW der Bundeswehr in ein paar Jahren noch fahrfähig sein werden. Das Mittelalter könnte schneller zu uns zurückkehren, als wir uns alle vorstellen können.

Quelle Titelbild, Grafik

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