Angst als die neue Grundstimmung im Land

Angst als die neue Grundstimmung im Land

Der Lockdown geht mir immer stärker auf die Leber. Zum Glück nicht buchstäblich, aber doch sinnbildlich in der Form, als dass bei mir in Bezug auf die verlorenen Freiheiten des Alltagslebens eine gewisse Resignation eingesetzt hat. Hinzu kommt seit einigen Tagen ein leichtes und sich knapp unterhalb der Wahrnehmungsgrenze befindliches Angstgefühl, nachdem einige weitere Keile in jenen Riss eingeschlagen wurden, hinter dem das Neue Normal auf uns lauert. Lange kann es nicht mehr dauern bis zum kollektiven Absturz in den allgemeinen Katastrophenzustand. Dessen bin ich mir genauso sicher wie ich mir gewiss bin, dass irgendwo dahinter ein globalistischer Einheitsstaat auf uns wartet.

 

Das Locken mit der höheren Berufung

 

Wer als Politiker gestalten will, der benötigt eine Krise. Nur sie vermag es, die divergierenden Interessen in der politischen Arena für eine Weile gleichzurichten und den Hebel zu schaffen, der die politische Gestaltung ermöglicht. Politiker mit Integrität scheuen die Krise und unternehmen das möglichste, um den Ernstfall zu vermeiden. Auch halten sie sich meist zurück, wenn ihnen schließlich die Macht zur politischen Gestaltung gegeben wurde und sie freie Fahrt haben, ihre Vorstellungen in der Realität zu verankern.

Doch solche Politiker gibt es heute nicht mehr, jedenfalls nicht mehr in ausreichender Zahl. Sie wurden ersetzt durch Drohnen, die zu Beginn ihrer Karriere zwar vielleicht idealistisch waren und mit Bodenhaftung auf Repräsentation und Verbesserung aus waren, die dann aber so lange gezogen und gelockt wurden, bis sie irgendwann dem schönen Leben des abgehobenen Bedeutungsdaseins erlagen.

George Soros, Klaus Schwab, die Brüssler Bürokratur und wie sie alle heißen, standen und stehen gerne bereit mit ihren Mitteln und Möglichkeiten, um die nächste Generation Politiker von ihrem eigentlichen Zweck zu entfremden, und sie in den Dienst einer höheren Aufgabe zu stellen.

Die unüblich vielen jungen Gesichter in den höchsten Ebenen der Macht – Macron (Frankreich; 43 Jahre), Kurz (Österreich; 34), Baerbock (Deutschland; 40), Arden (Neuseeland; 40), Marin (Finnland; 35), Selenski (Ukraine; 43), uvm. – von denen keiner den Versuchungen erlag, die kommunistische Partei Chinas nicht zu imitieren, geben den Hinweis, dass diese Entwicklung noch nicht allzu lange existiert, aber umso schlagkräftiger wirkt. Sie mag zwar seit längerem in der Mache gewesen sein, jedoch lässt sich feststellen, dass die Welt der Politik bis vor ungefähr einem Jahrzehnt noch immer über eine ausreichend starke Verwurzelung aufwies, um dem Gang in die Autokratie eine Absage zu erteilen.

Der Bruch mit der Realität setzte erst in der letzten Politikergeneration ein. Dem noch jungen Personal wurde in noch jüngeren Jahren ohne weiteres Können ein Turbo auf den Rücken geschnallt, um sie herauszuholen aus dem Dreck der politischen Basisbindung und hineinzuwerfen in den globalistischen Jetset, in dem man sich nur noch um die ganz großen Probleme kümmert. Heute an der Macht sind ausreichend entfremdet, um ihnen jede gutgemeinte Tat einflüstern zu können, egal wie verheerend sie ist.

 

Der Great Reset voraus

 

Viel braucht es nicht mehr, um den Great Reset als den „notwendigen“ Umbau sämtlicher Wirtschafts- und Sozialsysteme durchzuführen. Der Groschen fiel bei mir, als ich vor einem Monat über eine Umfrage gestolpert bin, die das finanzielle Wohlergehen der Kanadier untersuchte und dramatische Werte offenbarte. Denn auch in Kanada wurde der Lockdown zur neuen Staatsräson erklärt und nicht unähnlich zu Deutschland lassen sich auch die dortigen Maßnahmen versehen mit Attributen wie etwa drakonisch, erratisch, widersprüchlich, übergriffig und wirtschaftsvernichtend.

Die in nur einem Jahr erzeugte Existenznot für die Hälfte aller Kanadier betrifft wie auch bei uns sehr wahrscheinlich vor allem all jene, die mitten im Leben stehen, die sich bislang selbstständig betätigten, oder die in einem kleinen Unternehmen oder im freien Dienstleistungssektor arbeiten. Alle anderen Kanadier (und genauso Deutsche), deren Konto auch heute noch keine Pfändung droht, sind vermutlich überwiegend zu jung, zu alt, Staatsbeamte, staatliche Angestellte oder Mitarbeiter oder Eigentümer eines Großunternehmens.

Auch wenn eine gewisse Unschärfe damit einhergeht, lassen sich Großunternehmen aufgrund des fortgeschirttenen neoliberalen „too big to fail“ Dogmas heute durchaus als Staatskonzerne einordnen. Zu oft werden sie bevorzugt, etwa wenn es um Regulierungen, Lobbyismus, Pöstchengeschacher geht, oder die Zentralbank ganz offiziell in bevorzugter Weise Anleihen der Großen auf dem Markt bevorzugt. Rein private Veranstaltung ist heute kaum noch ein Großunternehmen und so zählen auch deren „Stakeholder“, wie es Klaus Schwab bezeichnen würde, zur jener Klientel, die sich in staatlicher Fürsorge befindet.

Es benötigt nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, was mit der ersten Gruppe Menschen passieren wird, sollte der Lockdown noch länger anhalten, und wie sie künftig ein Einkommen erzielen werden – wobei es womöglich heute schon zu spät sein könnte. Früher oder später werden auch sie alle Kunden des Staates werden und das entweder als Sozialhilfeempfänger, in Privatinsolvenz oder als Angestellte eines Großkonzerns oder einer staatlichen Behörde.

Daraus lässt sich unmittelbar ableiten, dass der Lockdown kein anderes Ziel verfolgt, als alle bislang noch freien Menschen in de Obhut und damit Abhängigkeit des Staates zu bringen. Alle anderen, also all jene aus der zweiten Gruppe, sind schon in diesem Zustand gefangen. Wollte man den politischen Verantwortlichen oder ihren Puppenspielern, mit denen sie in exklusiver Zirkeln gelegentlich dinieren dürfen, Absicht unterstellen, man könnte daraus schließen, dass der Lockdown und der Absturz der Wirtschaft noch genau so lange dauern wird, bis der letzte Selbstständige ausgemerzt ist. Gegen den Great Reset kann sich dann niemand mehr wehren. Es muss sich dann aber auch niemand mehr dagegen wehren, da das Ziel einer Staatsquote von 100% damit erreicht ist.

 

Die Zerschlagung des Widerstandes

 

Von den von jeder Bodenhaftung entrückten Politikergeneration der heute 35-45-jährigen wird man keinen Widerstand dagegen erleben. Im Gegenteil, um des guten und notwendigen Ziels Willen werden die Schlaueren unter ihnen weiter in die Kameras lächeln, während sie die Temperatur genau so am köcheln halten, wie sie für die weitere Eroberung der Freiheit optimal ist. Die weniger Schlauen an und in der Nähe der Macht wiederum, und ich denke man kann die Mehrheit und darüber hinaus auch die Mainstream Medien zu diesen dazu zählen, wird sich gerne blenden und lenken lassen, und sich wohlfühlen im Scheinwerferlicht ihrer vermeintlichen Bedeutung.

Außerhalb davon nimmt ebenfalls nur eine Minderheit den Putsch überhaupt war, der sich gerade in Zeitlupentempo vor unseren Augen abspielt. Denn obwohl eine übergroße Mehrheit der Menschen von den Maßnahmen gegen die Coronapandemie betroffen ist, spürt nur eine Minderheit direkt deren existenzbedrohende Natur. Dabei handelt es sich um Absicht und Notwendigkeit zugleich. Das Ziel bei der Zerschlagung des alten Status Quo sind keineswegs alle, sondern es sind nur jene 20-30 Prozent, die noch nicht vollständig Untertan im System sind. Mit den ausgebauten Sozialstaaten in allen westlichen Ländern, ihren alternden Bevölkerungen und der graduell zunehmenden Marktkonzentration, müssen die Maßnahmen daher nur punktuell wirken.

Der Widerstand dagegen leidet strukturell darunter und wird daher auch absehbar ohne Erfolg bleiben. Denn mehr als die wenigen direkt Betroffenen gemeinsam mit jenen aufmerksamen Mitmenschen, die sich in prinzipieller Weise dagegen wehren, sind es nicht, die sich dafür rekrutieren lassen. Die große Mehrheit kann es nach wie vor leisten, mit den Schultern zu zucken und den Beteuerungen durch Medien und Politik Glauben schenken, wonach sich nur wenige Querschläger gegen den korrekten Pfad vorwärts zur Wehr setzen.

Dank der Umstände mitsamt der Macht der Öffentlichkeit im Rücken ist es herzlich einfach, den Widerstand zu zerschlagen. Unter dem Deckmantel der Rechtsstaatlichkeit kann so in geradezu totalitärer Manier ein Vertreter des Systems nach dem anderen, bei dem die Gefahr besteht, dass er zum Dissidenten mutieren könnte, in die Enge getrieben und dazu gezwungen, die richtige Farbe zu bekennen.

Auf Ebene der Massenkontrolle wiederum wird das Arsenal der sprachlichen Ausgrenzung verwendet. Über die Macht der Begriffe wird jeder als bösartig oder irre pathologisiert, der die falsche Meinung äußert oder auch nur in die falsche Richtung denkt. Niemand kann mehr sicher sein, im privaten Umfeld deswegen ausgesondert und aus dem sozialen Leben verbannt zu werden. Die Mittel sind offensichtlich und ihre Wirkung – ob es Angst, Ausgrenzung, oder gar Wut – kommt allzu oft an in den Köpfen jener, die selbst vielleicht ahnen, dass etwas falsch läuft, es aber nicht interpretieren können, weil sie das Mediensystem zu sehr im Zustand der kognitiven Dissonanz hält.

Den Spitzen der Protestbewegung schließlich lässt man eine Sonderbehandlung zukommen. Ebenfalls unter dem Mantel der Rechtsstaatlichkeit wird dafür mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln sorgt, dass am Ende die Zielperson entweder mundtot gemacht ist (Rainer Wendt), oder so weit unter Druck gesetzt werden kann, dass sie bricht und den Faden verliert (z.B. Attila Hildmann), oder aber in das Exil getrieben wird (z.B. Bodo Schiffmann). Berichte über Ärzte, denen wegen Kritik an den Maßnahmen die Approbation entzogen wurde, oder Richter, die wegen eines falschen Urteils eine Hausdurchsuchung über sich ergehen lassen mussten, sind inzwischen Legende.

Nicht anders wird mit den alternativen Medien umgegangen. Zur routinemäßigen Zensur und der Einordnung als „rechts“ kommt nun auch der Stock mediengesetzlicher Bestimmungen hinzu, mit denen Angebote wie KenFM der Garaus gemacht werden soll. Obwohl zuvor schon eine greifbare Doppelmoral herrschte bei der Beurteilung inklusive Konsequenzen, ob ein Medium den allgemeinen Qualitätskriterien entspricht oder nicht, geht dieser neue Schritt noch einmal erheblich weiter. Dabei ist nicht nur das verhältnismäßig große und etablierte Angebot von Ken Jebsen betroffen. Auch kleine Blogs wie der Blaue Bote erhalten immer öfters Post von den Mächtigen mit dem Zugriff auf staatliche Gelder und , in denen ihnen unverblümt die Pistole auf die Brust gesetzt wird.

Ob sie sich fügen oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Es wird einfach weitergehen, so lange sie existieren, auch wenn dafür mit dem Verfassungsschutz die zweitschärfste Waffe im Arsenal des Staatsschutzes bedient werden muss, die nur noch von einem Luftangriff übertroffen wird. Nur dann, wenn sie sich fügen und ebenso wie der Rest verängstigt und mit Reue unter den Rock der Obrigkeit kriechen, wird man eventuell von ihnen ablassen. Das zeigen die Vorbilder in der Geschichte leider nur zu deutlich.

 

Die Grundnervosität als Neues Normal

 

Das aktuelle politische Vorgehen so durchsichtig, so umfassend, so gefährlich und so absurd, dass es für alle außerhalb des Systems – jene mit der roten Pille – kaum noch nachvollziehbar ist, dass die Mehrheit tatsächlich noch an dessen Kontinuität zu glauben scheint. Einzig die vage Erinnerung an den eigenen Schlafprozess und die rein abstrakte Betrachtung wirtschaftlicher und finanzieller Interessen erlaubt noch Rückschlüsse darauf, warum sich die Dinge in der Gesellschaft heute noch so verhalten, wie sie sich uns präsentieren.

Am Ende bleibt kaum mehr als die erschrockene Erkenntnis, dass es eine kleine aber zielstrebige Machtclique dank ihres zielstrebigen Verhaltens schaffen konnte, einen epochalen Zerstörungsprozess einzuleiten, der alles mit sich reißen wird und den nichts mehr aufhalten kann. Abgeschirmt von der Realität und den Konsequenzen ihres Handelns und unter fleißiger Unterstützung von genauso hirntoten wie fremdgesteuerten Schlägertrupps auf der Straße, können sie den Abbruch für den Great Reset fortsetzen, bis der letzte bei ihnen unter den Rock gekrochen kommt, oder von den Umständen erschlagen wird.

Die Frage ist letztlich nicht ob, sondern wann der letzte dran sein wird und wie viel noch geschehen muss, bis sie diesen erwischt haben. Genau diese ungute Gewissheit hat sich vor ein paar Tagen bei mir eingestellt. Mit ihr kehrte eine gewisse Grundnervosität bei mir ein, die ich nahe an der Grenze zum Stress verorte. Gesund kann das kann kaum sein und ich denke, nein, hoffe und befürchte, dass ich längst nicht der einzige bin, der davon betroffen ist.

Es steht wirklich schlimm um uns, nachdem vor einem halben Jahrzehnt mit der Migrationskrise schon der Höhepunkt des kollektiven Kaputtmachens erreicht gewesen zu sein schien. Nicht zuletzt gibt es heute sehr viele Menschen in unserem Land, die zwar keine Angst vor der Zensur, dem globalen Gefängnis oder der mRNA-Spritze haben, sondern Angst haben vor Corona, vor Querdenkern, den Nazis und Blogs wie meinem. In Deutschland leben vermutlich nur noch sehr wenige Menschen, die nicht in der ein oder anderen Weise in Angst leben.

In einer solchen Situation bleibt nur noch das Abwarten und das Rationalisieren der Lage. Aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob es dabei helfen wird, am Ende des Tunnels einen Lichtpunkt zu finden.

Quelle Titelbild

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