Stimmzettel für US-Präsidentschaftswahl wurden zum Nachweis von Betrug tatsächlich mit ultravioletter Markierung versehen

Kurz nach der US-Präsidentschaftswahl machte eine Verschwörungstheorie die Runde, wonach die Stimmzettel für die Wahl von den US-Geheimdiensten heimlich mit einer ultravioletten Markierung versehen wurden. Damit sollte erwarteten Betrugsversuchen vorgebeugt werden (beispielsweise durch China) und ein Nachweis geschaffen werden, falls es zu Unregelmäßigkeiten kommt. Einer der prominentesten Personen, die von dieser Maßnahme als real sprachen, war der ehemalige CIA-Agent und heute Autor und YouTuber Steve Pieszenik. Seine als Phantasie abgetane Behauptung wird nun bestätigt durch ein Video von einer Stimmennachzählung. Zusehen ist, wie mit Hilfe von Schwarzlicht nach genau solchen Markierungen gesucht wird.

 

Wildes Gerücht verdichtet sich unerwartet zur Tatsache

 

Nach einigen Behauptungen soll es 2020 in den USA landesweit zu Wahlfälschungen gekommen sein. Berühmt sind die Vorwürfe durch die ehemalige Staatsanwältin Sidney Powell und dem Unternehmer Mike Powell, die trotz der Abwesenheit unzweifelhafter Betrugsbeweise standhaft blieben und im Nachhall in den Augen vieler dadurch ihren Ruf verloren.

Weniger prominent ist Steve Pieszenik, der die Verschwörungstheorie mit den ultravioletten Markierungen als erstes in die Welt gesetzt hat. Er sei Teil einer geheimen Geheimdienstoperation gewesen, so Pieszenik kurz nach der Wahl, deren Aufgabe es war, alle echten Stimmzettel heimlich mit einer ultravioletten Markierung zu versehen, um sie später von möglichen Fälschungen unterscheiden zu können. Leider hat Pieszenik in der Vergangenheit immer wieder Desinformation verbreitet, während im Nachhall der Wahl nichts ans Tageslicht kam, das seine Version der Dinge bestätigt hätte. Die Sache verlief bald schon im Nichts.

Die kalte Spur mit den ultravioletten Markierungen hat sich aber gerade sehr stark aufgehitzt. Aus dem zu Arizona gehörenden Bezirk Maricopa ist ein Video von der Stimmennachzählung aufgetaucht, nachdem aufgrund von Unregelmäßigkeiten gerichtlich eine Nachzählung erzwungen wurde. In dem kurzen Clip sind behördliche Mitarbeiter zu sehen, wie sie einen Stimmzettel nach dem anderen unter Schwarzlicht betrachten. Ein hieb und stichfester Beweis ist es nicht, doch es deutet klar in die Richtung besonderer Markierungen, über die davor nicht offiziell gesprochen wurde, sondern nur Teil von Verschwörungstheorien waren.

 

 

Die Aufnahme scheint echt zu sein

 

Leider ist das Video nicht mit einem Datum oder sonstigen Angaben zu Ort und Zeit versehen. Man sieht auch nicht, ob es wirklich Stimmzettel sind, die untersucht werden. Die Gesichtsmasken aber deuten darauf hin, dass die Aufnahme nicht alt sein kann, während der Prozess wie eine Auszählung aussieht.

Die Nachzählung selbst kann live im Internet über neun Kameraeinstellungen verfolgt werden. Die Winkel im Clip stimmen dabei überein mit dem, was auf Kamera 6 zu sehen ist. Es scheint sich dabei um einen herangzoomten Ausschnitt dieser Kameraeinstellung zu handeln. Man kann also davon ausgehen, dass der Clip tatsächlich von der fraglichen Nachzählung stammt.

Gesucht wird die ultraviolette Markierung vor allem bei Briefwahlstimmen, da diese besonders betrugsanfällig sind und es im Zusammenhang mit der Coronapandemie zu einem starken Anstieg des Briefwähleranteils kam. Große Medien haben noch nicht darüber berichtet, was bedeutet, sie haben es bislang auch nicht dementiert oder sich in Desinformation versucht. Momentan stehen die Räder still, da uns der Ort neun Stunden hinterher ist.

 

Was würde die Wahl drehen?

 

In Arizona war das Wahlergebnis besonders eng. Trump und Biden haben laut bisheriger Auszählung jeweils 49% erhalten, der Unterschied lag bei lediglich16.985 Stimmen. In Maricopa selbst gewann Biden zwar klar mit 50% zu 48% oder 46.775 Stimmen Vorsprung. Allerdings müsste nur ein Drittel des Vorsprungs wegfallen, damit Trump nachträglich die 11 Wahlmännerstimmen des Bundesstaates zugesprochen bekommt.

Sollte das geschehen, hätte Joe Biden landesweit mit 295:243 Stimmen noch immer die Nase vorn. Sollten bei der Nachzählung in Maricopa jedoch starke Unregelmäßigkeiten festgestellt werden, könnte dies zu einer Welle an Nachzählungen führen. Insbesondere die beiden Bundesstaaten Georgia und Wisconsin würden in diesem Fall in den Fokus rücken, da auch die dortigen Ergebnisse mit 10.612 respektive 20.539 Stimmen Vorsprung denkbar knapp ausfielen.

Auf Georgia entfallen insgesamt 16 Wahlmännerstimmen, auf Wisconsin zehn. Sollte eine Nachzählung in diesen beiden Bundesstaaten plus in Arizona einen nachträglichen Sieg für Trump ergeben, dann entfielen auf beide Kandidaten 269 Stimmen.

Die Entscheidung darüber, wer Präsident wird, läge in diesem Fall beim Repräsentantenhaus. Dort verfügen die Demokraten zwar über die nominelle Mehrheit, allerdings haben die Abgeordneten pro Bundesstaat nur eine Stimme. In Anbetracht der bis dahin bestehenden Gewissheit über systematischen Wahlbetrug wäre es überaus wahrscheinlich, dass Donald Trump nachträglich die Präsidentschaft zugesprochen wird.

Quelle Titelbild Bildschirmfoto