Chinesischer Spitzenstratege: Deutschland Quelle für 46% aller Technologietransfers nach China

Chinesischer Spitzenstratege: Deutschland Quelle für 46% aller Technologietransfers nach China

Der Transrapid ist das wohl anschaulichste Beispiel für ein fertiges Hochtechnologieprodukt aus Deutschland, das sich heute chinesisch nennt. Politisch abgewürgt und verstaubt griffen Vertreter des roten Riesen gerne zu und entwickeln das System inzwischen ohne uns weiter. Dahinter steht die oftmals verdrängte Geschichte vom widerstandslosen Totalausverkauf einer ganzen Volkswirtschaft. In China selbst weiß man dagegen sehr genau, dass 46% aller Technologieimporte der letzten 30 Jahre aus Deutschland kamen. Dort arbeitet man seit längerem schon am ganz großen Plan. Der deutsche Aderlass bildet dabei die Basis für den kalkulierten Griff nach der Herrschaft über die Welt.

 

Jin Canrong ist nicht irgendwer

 

Die fragliche Zahl von 46% wurde im Juli 2016 von Jin Canrong geäußert und zwar anlässlich des „8. Strategischen und Wirtschaftlichen Dialogs zwischen China und den USA“. Er sprach den Punkt in einer Rede an, in der es um die langfristigen Beziehungen zwischen China und den USA ging, sowie und den möglichen Wachwechsel beim Status der globalen Supermacht. Deutschland selbst kam darin nur am Rande vor.

Jin ist stellvertretender Dekan der Hochschule für Internationale Studien an der Renmin Universität in Peking und von Hause aus Experte für die USA. Laut Jennifer Zeng, einer Exilchinesin in den USA und von der das Transkript der Rede stammt, soll es sich bei ihm um den „Spitzenstrategen der Kommunistischen Partei Chinas“ handeln, der als führender Berater für die KP, verschiedene Ministerien und auch Präsident Xi Jinping persönlich fungiert. Bei den Äußerungen von Jin kann davon ausgegangen werden, dass sie gehört werden und in die Entscheidungsfindung mit einfließen.

 

Die Frage nach der Vermeidung von Krieg

 

Nachdem seit geraumer Zeit geklärt ist, ob das kommunistische China die USA als größte Weltmacht ablösen wird, geht es vor allem um die Frage, wie dieser Wachwechsel vollzogen werden soll. Gerne wird in diesem Zusammenhang auf Thukydides Falle hingewiesen, nach der ein Krieg fast zwingend ist, wenn eine Macht eine andere ablöst. Tatsächlich ging es die letzten 2.500 Jahre meist schief, und der Streit über die Macht in der Welt wurde früher oder später Form eines Krieges ausgetragen.

Beide Seiten beteuern, dass sie diese Falle vermeiden wollen, signalisieren aber unmissverständlich, dass sie ihre Interessen auch mit Gewalt durchzusetzen bereit wären. Dazu gehört der Verweis auf die wirtschaftliche Potenz genauso wie die Projektion militärischer Macht. Für Jin als Vertreter der chinesischen Strategieplanung steht dabei fest, dass sein Land in einem offenen Krieg momentan noch verlieren würde, weshalb Chinas Strategie zum Sieg über die USA einem anderen Pfad folgen muss.

 

Ein Prozess im Zweifel mit Terror, Blut und Hunger

 

Jin verweist auf Chinas „Zweihundertjahresziele“, in deren Rahmen das historisch sehr mächtige China wieder seinen alten Status zurückgewinnen will. Ein wichtiger Wert stellt für sie in diesem Zusammenhang der Wohlstandsindikator des pro Kopf BIP dar, an dem sich die Wiederauferstehung Chinas zur größten Weltmacht messen soll.

Das Denken Chinas beschreibt Jin als einen sehr langsamen aber umso durchdachteren Prozess, in dem in verschiedenen Phasen Meilensteine erreicht werden, hinter die das Land nicht mehr zurückfallen wird. Sie dienen als sichere Basis für das in Angriff nehmen der jeweils nächste Entwicklungsstufe, bis das Ziel irgendwann strukturell erreicht ist.

Aktuell repräsentiert Präsident Xi die Phase des Respekts in der Welt. Das kommunistische China will von der Welt nicht mehr als Armenhaus und billige Werkbank gesehen werden, sondern als ernstzunehmender Partner auf Augenhöhe. In der nachfolgenden und finalen Stufe soll im Prozess der Machterringung über die Welt das Gleichziehen mit den USA in allen Belangen erfolgen. Genau dann wird es laut Jin möglich sein, den Konkurrenten zu übertrumpfen und es „unter unsere Gerichtsbarkeit/unsere Oberherrschaft“ zu bringen. Weniger verklausuliert bedeutet es, dass mit Erreichen dieser Stufe eine direkte militärische Konfrontation gegen die USA gewonnen werden kann und muss. Dies soll in der kommenden Generation vollzogen werden.

Die vor der heutigen liegende Phase wiederum wurde von Deng Xiaoping eingeleitet und hatte als Metathema die wirtschaftliche Entwicklung Chinas. Vor dieser Phase wiederum lag die Aufbauarbeit von Mao Zedong, dessen Leistung laut Jin in der Schaffung der Basis für das „dauerhafte Überleben“ lag.

Als hochrangiger KP-Stratege meint er damit natürlich das dauerhafte Überleben der Kommunistischen Partei, deren Herrschaft über China im Zweifel mit Hilfe einer Wiederholung von Maos totalitärer Gewaltherrschaft gesichert werden soll. Diese Denkweise innerhalb der chinesischen Nomenklatura gibt einen Hinweis darauf, ob das vermutete extreme Vorgehen der chinesischen Staatsmacht aktuell gegen die Uiguren und davor gegen die Falung Gong Bewegung tatsächlich plausibel ist.

 

Verflechten, Aussaugen und dann Meucheln

 

Geht es nach Jin, dann kann die aktuelle Phase für China genau dann mit Erfolg abgeschlossen werden, wenn das chinesische Wachstum im wirtschaftlichen, technologischen und politischen Bereich weiterhin fortschreiten kann, ohne die USA dabei zu einem Krieg provoziert werden. Er bemüht das Bild eines Vorgesetzten, den man nicht reizen darf, sondern dem man dienen muss, während man heimlich an seinem Stuhl sägt und so lange seine Position als Hebel ausnutzt, bis er ausgesaugt ist. Erst dann, wenn dieser umfassend leer ist und abhängig gemacht wurde, kann der entscheidende Dolchstoß gelingen.

Hierfür will sich China gegenüber den USA als Wirtschaftspartner genauso unabdingbar machen, wie es die USA von weiteren Entwicklungssprüngen abhalten will, damit das Land nicht zu sehr davon eilt. In allen Bereichen der internationalen Beziehungen sind die USA dabei der Dreh- und Angelpunkt, so dass möglichst enge Verflechtungen mit den Vereinigten Staaten auch für die Beziehungen zu anderen Ländern zwingend sind, um die weiteren Zielsetzungen in Form des Wachstums in allen Dimensionen zu erreichen. Nur dann lässt sich der finale Sprung verwirklichen, für den es umfassende Kapital- und Technologetransfers plus die Abhängigkeit des Auslands in politischer, wirtschaftlicher und letztlich auch kultureller Hinsicht benötigt.

Begleitet wird dieser Prozess von Maßnahmen, die dafür sorgen, dass die USA zu beschäftigt sind, um sich um die schleichende Gefahr aus Peking kümmern zu können. So sollen die USA zu Fehlern gezwungen werden, die sie genauso schwächen und lähmen. Gemeint sind damit militärische Abenteuer vermutlich genauso, wie das Korrumpieren von Politikern, Sabotage über kaum tragfähige politische Programme, die Förderung der illegalen Einwanderung über die amerikanische Südgrenze, das Anheizen der kulturmarxistischen Identitätspolitik mitsamt Rassenunruhen, oder auch das Überschwemmen des Landes mit harten Drogen.

 

30 Jahre lang ausgesaugt und kaputt gemacht

 

Ein Paradebeispiel für das weitere Vorgehen gegenüber den USA ist Deutschland. Jin sagt es nicht explizit, setzte in seiner Rede aber den Weg, den die deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen seit der Wiedervereinigung 1990 genommen haben, in einen exemplarischen Zusammenhang. Jin sagte:

„In den letzten 30 Jahren war Deutschland unsere größte Hilfe beim Import von Technologie. Der deutsche Anteil aller nach China importierten Technologien liegt bei 46%.“

Im Vergleich dazu seien die USA noch immer zurückhaltend in dieser Hinsicht und wären nicht bereit, ihre technologische Expertise in umfassender Weise nach China zu exporiteren. Jin bezeichnet dies als ein Problem, da die USA „seit 30 Jahren die weltweit führenden Technologien besitzen, die alle von Amerikanern entwickelt wurden“.

Man muss nicht zu weit zwischen die Zeilen gehen, um diese Passage in der Form übersetzen zu können, als dass bis vor 30 Jahren (West-)Deutschland technologisch führend war, bis China damit begann, alles abzusaugen und in der Folge die USA zum neuen Hort des technologischen Fortschritts avancierten.

 

Wer saugt was aus welchem Grund ab?

 

Damit dürfte geklärt sein, wer instrumental hinter dem Niedergang Deutschlands steht. Nicht die Stalinisten der DDR oder die westdeutschen grünroten Maoisten sind es, sondern die laut Jin mit einem sehr langfristigen Plan agierenden Kommunisten aus China. Die durch Deutschlands Institutionen und bis ins Kanzleramt marschierten linksextremistischen Netzwerke aus Ost und West hatten vermutlich nie mehr als den Status eines nützlichen Handlangers für die kommunistischen Weltherrschaftspläne der Marke Peking.

Eine Frage in diesem Zusammenhäng wäre, inwieweit die Geheimdienste der USA in dieser Sache mit hineinspielen. Wer den Blog von Hadmut Danisch verfolgt, der weiß, dass er sich regelmässig fundiert und aus eigener Erfahrung mit dem Ausverkauf und der Unterdrückung technologischer Entwicklungen in Deutschland beschäftigt. Für ihn sind vor allem die USA der Schuldige, da sie es nicht dulden und bei Bedarf auch zu robusten Mitteln greifen, wenn im militärisch-geheimdienstlichen Bereich oder allgemein technologisch etwas außerhalb ihrer Kontrolle entsteht.

Aus der Erweiterung dieser Perspektive auf den deutschen Niedergang, in der auch die chinesischen Interessen und Aktivitäten in Deutschland berücksichtigt werden, ließe sich schließen, dass die USA weniger daran interessiert sein könnten, Deutschland technologisch auf dem Stand eines Entwicklungslandes zu halten. Vielmehr könnte das amerikanische Kalkül vor allem darin bestehen, noch vor den Chinesen alles wertvolle aus Deutschland abzusaugen, damit es nicht dem großen geopolitischen Feind in die Hände fällt. Was wiederum nicht abgesaugt werden kann, wird zersetzt und zerstört.

Deutschlands Wirtschaft und Wissenschaft wäre in diesem Fall eine Art unsichtbares Schlachtfeld, dessen Schützengräben gefüllt sind mit arglosen Wissenschaftlern, Tüftlern und innovativen Unternehmern. Sie werden als Frontsoldaten verschlissen, ohne zu ahnen, wie ihnen geschieht. Die Konsequenzen daraus jedoch sind ganz und gar nicht unsichtbar, wie dieser Artikel aus dem letzten Jahr über den Exodus zahlloser Hochqualifizierte aus Deutschland genauso unterstreicht, wie auch diese 13 Jahre alte Meldung über den selben Aderlass. Vielleicht sollte man deutsche Auswanderer künftig als Kriegsflüchtlinge klassifizieren.

 

Deutschlands Medien über Jins Rede und Chinas Interessen

 

Jins Ansichten haben Gewicht und sind auch für Deutschland überaus relevant. Trotzdem war mir der Name Jin Canrong im Unterschied beispielsweise zu George Friedman bislang nicht geläufig. Dies, obwohl ich die Nachrichten auch jenseits des Mainstreams seit mittlerweile vielen Jahren verfolge. Ähnlich wie Di Dongsheng führt Jin selbst in den spezialisierten internationalen Medien ein Dasein als Mauerblümchen. Unerwartet konnte ich aber zwei deutschsprachige Artikel finden, in denen Jins Name fällt. Sie beide beziehen sich sogar auf seine Rede über Rotchinas Weltherrschaftspläne.

In der von der Bundesregierung kontrollierten Deutschen Welle erschien wenige Wochen vor Jins Rede ein Interview mit ihm. Auch wenn es anlässlich der fraglichen Veranstaltung gegeben wurde, war inhaltlich nicht viel davon zu spüren. Vielmehr sprach Jin allgemein über den „großen gemeinsamen Nenner“ Chinas mit den USA, obwohl China damals gerade „den USA grobe Einmischung in interne Angelegenheiten“ vorwarf und „in Zukunft neue Probleme entstehen werden, denn China wird bei sehr vielen Fragen mit den USA auf Augenhöhe verhandeln wollen“. Alles in allem orientierte sich das Interview zwar tatsächlich an dem, was er später auch bei seiner Rede sagte. Allerdings blieb es strikt an der Oberfläche diplomatisch-freundlicher Belanglosigkeiten.

Im zweiten Artikel dagegen, der bei der GEZ-Zweigstelle Deutschlandfunk drei Monate nach Jins Rede erschien, geht es deutlich markiger zur Sache. Konkret wird beschrieben, wie sehr sich Chinas Militär in den letzten Jahren entwickelt hat und weiterhin auf dem Weg ist, zu einer global ernstzunehmenden Macht aufzusteigen, die es mit allen aufnehmen kann. Eingehend wird auf die geopolitischen Ambitionen Chinas verwiesen, die im Gleichschritt mit der militärischen Macht des Landes wachsen sollen. Dazu werden im Artikel verschiedene militärische Kennzahlen abgerattert.

Ganz offenbar hat man im Redaktionsbüro des Deutschlandfunk Jins Kampfansage mitbekommen, was sich sogar in einem direkten Zitat niedergeschlagen hat:

„Chinas Kriegsgerät hat sich beeindruckend weiter entwickelt. Chinas Armee kann es heute mit jeder Armee der Welt aufnehmen. Wenn also andere Länder, speziell unsere Freunde aus den USA, sagen, China möchte seine Muskeln zeigen, dann ist meine Antwort: Ja, genau das ist der Fall! Wir zeigen unsere Muskeln!“

Das war sehr aufmerksam, dem verantwortlichen Autor lag offenbar das Transkript der Rede vor. Im Vergleich dazu aber, was Jin in seiner Rede alles gesagt hat, wirkt das Zitat und der Fokus auf rein militärische Aspekte völlig deplatziert. Dennoch stellte der Deutschlandfunk diesen Aspekt in einer Weise heraus, als sei es bei der Konferenz um nichts anderes gegangen. Jin sprach unmissverständlich von der noch weit in der Zukunft liegenden Phase 4 als jener mit militärischer Relevanz.

Im Gegenzug keine Erwähnung fand im Artikel die angedachte finale Unterwerfung der USA, kein Wort gab es über die dafür notwendigen weiteren Verflechtungen, keine Warnung vor dem Absaugen von Technologie, keine Kritik an Maos erster Phase und auch kein Hinweis, dass er zwar nur am Rande, aber doch pointiert über Deutschland sprach.

Es verwundert insbesondere deshalb, weil der Artikel ohne jeden Kontext einfach so in den Raum gestellt wurde. Wäre er Teil einer Sammlung gewesen über die Rede oder die Veranstaltung an sich, dann hätte der Artikel durchaus Sinn ergeben. So aber muss man sich fragen, warum sie diesen leblosen Informationsstumpf überhaupt veröffentlicht haben.

 

Wenn der Koch mit dem Kellner kommuniziert

 

In Jins Rede gibt es einen kurzen Satz, der meines Erachtens wie die Faust aufs Auge des Artikels beim Deutschlandfunk passt. Er folgt direkt auf die Erwähnung, wonach Deutschland 30 Jahre lang erfolgreich ausgesaugt wurde, während die Amerikaner im Unterschied dazu nicht bereit seien, ihre Technologie nach China zu verkaufen. Der Satz lautet:

„Wer nicht an uns verkauft, zu dem werden wir nicht freundlich sein.“

Danach geht weiter mit dem Internet und der Nutzung von dessen „Möglichkeiten“, womit unverblümt die digitale Industriespionage gemeint ist. In Bezug auf den Artikel beim Deutschlandfunk ist aber vor allem der Satz davor relevant, wonach man seine Technologie besser freiwillig in Richtung China verkauft, da es sonst zu Zwangsmaßnahmen kommen wird.

Mein Eindruck ist daher, dass der Artikel die Funktion einer expliziten Drohung im Stile der Mafia hatte, die aber nicht an die deutsche Öffentlichkeit gerichtet war, sondern vielmehr als ein Kommunique in Richtung unseres politischen Establishments zu verstehen ist. Jins unmissverständliche Botschaft in seiner Rede bestand darin, dass Deutschland leergeräumt wurde und dies so lange weitergehen wird, bis nichts mehr da ist. Sollte die deutsche Politik Maßnahmen dagegen ergreifen, dann kommen andere Mittel zum Einsatz, wie etwa massive Industriespionage, das Schüren von politischen Unruhen – oder eben final das Militär. Daher auch die wirklich detailreiche Beschreibung der neuen Möglichkeiten des chinesischen Militärs. Über die Bundeswehr habe ich so etwas noch nie gelesen.

Ich finde es überaus beeindruckend, wie beide Artikel einen fast schon natürlichen Rahmen bilden, in dem der chinesische Koch mit seinen deutschen Kellnern kommuniziert. Im ersten Artikel von der Deutschen Welle signalisiert Jin dem deutschen Politestablishment (also jenen, die wirklich ein Hirn und das Sagen haben), dass sie genau hinhören sollen, wenn er anlässlich des „8. Strategischen und Wirtschaftlichen Dialog zwischen China und den USA“ seine Rede halten wird. Über das Interview bei der bundeseigenen Verlautbarungsstelle DW nutzte er überdies das wohl potenteste Signal, was es in dieser Beziehung gibt.

Kurz danach kam dann Jins von den deutschen Medien ignorierte Rede, aus der nur die falsche Quintessenz ihren Weg in den zweiten Artikel fand, den der Deutschlandfunk als Nachlese veröffentlichte. Auch hier war die Wahl des Mediums wohl kein Zufall, denn offizieller als „Deutschlandfunk“ hört sich nur wenig an.

Ohne wirklich konkret auf seine Worte einzugehen, wurde dem Publikum ohne Umschweife die Quintessenz von Jins Rede mitgeteilt. Der Artikel ist damit effektiv eine direkte und unmissverständliche Warnung, dass sich das deutsche Politestablishment besser gut überlegen sollte, wie es seine weiteren Beziehungen zu China gestalten will.

 

Deutsche Staatsmedien, Verrat oder Berechnung?

 

Nicht sicher bin ich mir, welche Rolle genau die beiden Medienorgane in diesem kleinen Pingpongspiel einnahmen. Sind sie chinesische Sprachrohre, deren Redakteure eine Order aus Peking erhielten?

Dafür spräche das relativ späte Datum der Nachlese bei beim Deutschlandfunk. Der Artikel erschien Ende Oktober, also drei Monate nach der Rede. Das war schon lange nach der Sommerpause und noch kurz vor der US-Präsidentschaftswahl. Hinter den Kulissen war sehr wahrscheinlich damals schon bekannt, dass Trump entgegen aller Beteuerungen eventuell gewinnen könnte. Es ist nicht ausgeschlossen, dass in diesem Zusammenhang möglicherweise Druck auf das deutsche Politestablishment ausgeübt werden sollte (man denke beispielsweise an gewisse Server in Frankfurt oder italienische Satelliten).

Es könnte natürlich auch sein, dass es sich bei den verantwortlichen Staatsfunkern trotz allem in erster Linie um Vermittler von Informationen im Auftrag der Öffentlichkeit handelt. Als solche wissen sie genau, wie man für die Mächtigen im Hintergrund eine leicht zu übersehende Sequenz mit relevanten Information in einer Weise aufbereitet, dass sie nicht übersehen wird. Beide Artikel fanden mit Sicherheit ihren Weg in die tägliche Presseschau zahlreicher hochrangiger politischer Entscheider.

Vielleicht sollte man im Kontext dieser Erkenntnisse denn auch die Haltungen etwa von Justin Trudeau, vor allem aber von Robert Habeck einer Neubewertung unterziehen. Womöglich meint es der grüne Kanzlerettenkandidat am Ende sogar nur gut mit uns, dessen tägliche Nachrichtensschau sicherlich erstklassig vorselektiert wird. Denn wer die Wahl hat zwischen Verheerungen durch Krieg und Verheerungen ganz ohne Krieg plus ein finanzieller Ausgleich dazu, der muss ab einem bestimmten Punkt fast auf die Moral scheißen und sich für das Fressen entscheiden.

 

Jin, Soros & Schwab

 

Abschließend noch der in gewisser Weise wenig überraschende Hinweis auf Jin Canrongs Profil beim World Economic Forum. Der umtriebige Klaus Schwab konnte auch ihn mit Erfolg in seine Umlaufbahn ziehen. Wir können davon ausgehen, dass Jin die Ziele des World Economic Forum und den Great Reset in vollem Umfang unterstützt – also für alle anderen.

Jenseits davon gibt es auch mindestens eine relative Überschneidung zwischen Jin und George Soros. Diese ereignete sich bei einer Veranstaltung in China Anfang 2016, bei der die Entwicklung der internationalen Beziehungen unter einer möglichen Trump Präsidentschaft debattiert wurde. Aufgetreten ist dort Soros ehemaliger leitender Berater Christopher Wiegand (ein Amerikaner), wie auch der leitende Berater von Chinas KP Jin.

Ihre Meinungen zum Thema waren weitgehend deckungsgleich und entsprachen ziemlich genau dem, was sich auch in den Mainstream Medien nachlesen lässt. Generell verlief die Gesprächsrunde überaus konstruktiv und endete genauso harmonisch. So heißt es ganz zum Schluss:

„After that, the guests had relaxed and pleasant interactions with the audience.[..] The forum achieved complete success and concluded in warm applause.“

Herrlich!

Quelle Titelbild 1,2

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