Chinesisches Gericht bestätigt, dass Homosexualität als psychische Störung bezeichnet werden darf

Chinesisches Gericht bestätigt, dass Homosexualität als psychische Störung bezeichnet werden darf

Seit einigen Jahren liegt über Deutschland dem globalen Westen eine Bleiglocke über der Meinungsfreiheit. Bestimmte Ansichten sind verboten, sobald sie in Widerspruch zum kulturlinken Einheitsdogma aus Multikulti, Klima und Gender stehen, und sie werden bekämpft bis aufs Blut.

Gleichzeitig wurden die institutionellen Schutzmechanismen gegen einen derartigen Tugendterror systematisch geschliffen und in ihr Gegenteil verdreht. Von den Gerichten kann man heute nicht einmal mehr dann allzu viel Schutz erwarten, wenn es um simpelste Meinungsäußerungen geht, wie etwa die Binarität der Geschlechter.

In diesem Zusammenhang ist es besonders verstörend, wenn ein autoritäres Regime wie das kommunistische China nicht nur die selben Standards anwendet, sondern gar eine freiheitlichere Linie fährt. Denn auch in China nagt der globalisierte kulturlinke Zeitgeist an den Fundamenten des gesellschaftlichen Miteinanders. Im Unterschied zu unseren Gerichten jedoch, in denen heute mehr gefühlt als abgewogen wird, zeigen sich Rotchinas Gerichte erstaunlich robust in ihren Entscheidungen.

Zumindest bei nicht genuin machtpolitischen Fragen entscheiden chinesischen Gerichte heute zugunsten des gesunden Menschenverstandes. Das zeigt das Beispiel einer Klage, bei der es um die Frage geht, ob die Homosexualität in akademischen Werken als psychische Störung bezeichnet werden darf.

 

Keine Zensur für “akademische Ansichten”

 

Die South China Morning Post berichtet, dass ein chinesisches Berufungsgericht ein Urteil bestätigte, wonach die Beschreibung der Homosexualität als „psychische Störung“ in einem Lehrbuch kein sachlicher Fehler sei, sondern lediglich eine „akademische Ansicht“.

Geklagt hatte die 24-jährige Ou Jiayong, die sich enttäuscht zeigte über das in der vergangen Woche in der östlichen Provinz Jiangsu gefällte Urteil. Für Ou ist die Einschätzung des Gerichts ein „faktischer Fehler“ und sei „willkürlich und unbegründet“.

Ihr Kampf gegen die Wertung in dem Lehrbuch begann im Jahr 2016, als sie an ihrer Universität über ein Psychologielehrbuch stolperte, in dem die Homosexualität als psychische Störung beschrieben wurde.

Das Buch erschien im Jahr 2013, ist also relativ neu. Darin wird Homosexualität zusammen mit Crossdressing und Fetischismus aufgeführt in der Rubrik für „häufige psychosexuelle Störungen“. Zur Erklärung heißt es im Lehrbuch, dass Homosexualität „als eine Störung von Liebe und Sex oder als Perversion des Sexualpartners erachtet wird“.

Das Lehrbuch wird von einer Reihe chinesischer Universitäten verwendet, wobei Ou darüber besorgt war, dass davon die Überzeugung weiter verbreitet wird, wonach die Homosexualität generell falsch sei.

Im Jahr 2017 klagte sie schließlich und verlangte, dass der Verweis entfernt wird und eine öffentliche Entschuldigung erfolgt. Als Begründung führte sie an, dass die Aussagen im Buch über die Homosexualität falsch seien und es keine wissenschaftliche Grundlage für diese Sichtweise gäbe.

Letztes Jahr entschied dann ein Gericht in erster Instanz zu Gunsten des Verlags und erklärte, dass die gegensätzlichen Ansichten von Qu und dem Verlag auf Meinungsverschiedenheiten und nicht auf einen sachlichen Fehler zurückzuführen seien. Ou legte Berufung gegen das Urteil ein, allerdings bestätigte das Berufungsgericht das Urteil in letzter Instanz.

 

Nicht “woke”, sondern wachsam

 

Vertreter der Buchstabensexualität gefällt das gar nicht. Eine Sprecherin meinte, dass „der Herausgeber des Lehrbuchs offensichtlich Standpunkte vertritt, die nicht mit der heutigen Wahrnehmung sexueller Minderheiten in der Gesellschaft übereinstimmen“.

Helfen wird es ihnen nicht viel. Trösten können sich die Klägerin und ihre Freunde aber noch immer damit, dass Homosexualität in China im Jahr 1997 entkriminalisiert und 2001 von der Liste der Geisteskrankheiten herunter genommen wurde. Offiziell werden Homosexuelle nur noch dann als psychisch gestört eingestuft, wenn sie „mit sich selbst uneins“ sind, oder wenn sie aufgrund ihrer Sexualität depressiv werden oder deswegen an einer Angststörung leiden.

In China darf man Schwule wegen ihrer Sexualität also tatsächlich als psychisch gestört bezeichnen und das mit dem Siegel der hochrichterlichen Entscheidung. In Deutschland wäre das undenkbar. Man hätte wohl sofort irgendwelche Diskriminierungsklagen am Hals… und die Antifa vor der Tür.

Quelle Titelbild

Bloggerei.de
Consent Management Platform von Real Cookie Banner