Blinde können nicht mehr lesen: Frankreich will Gesetz zum Schutz der Sprache vor Gendergaga erlassen

Während die deutsche Medienlandschaft nach Präsident Macrons Kriegserklärung gegen den Kulturmarxismus weitgehend noch immer in Schockstarre verharrt, gibt es im politischen Frankreich eine weitere Entwicklung, die aufzeigt, dass man es ernst meint damit.

Es geht um die französische Sprache, die erheblich stärker politisch gepflegt wird als in Deutschland. Zuständig dafür ist das staatliche Institut francais, das über Wortneuschöpfungen wacht und beispielsweise den „ordinateur“ erfand, damit sich das englische „Computer“ setzen kann. Die Arme der französischen Sprachwächter reicht aber noch viel weiter, wie der Caspian Report erklärt. In Paris wird die franzöische Sprache als ein Machtmittel verstanden, das nicht als weniger bedeutend ist als etwa die Geldpolitik, mit der France Afrique noch immer instrumental beeinflusst werden kann.

In gewisser Weise lässt sich daraus schließen, dass den Machteliten Frankreichs sehr wohl bewusst ist, wie sehr sprachliche Konstrukte in der Lage sind, Realität zu schaffen. Es handelt sich dabei um den Kern der Ideen des französischen Philosophen Jacques Derrida, die ganz offenbar ihren Niederschlag im französischen Staatsdenken fanden.

 

Schutzgesetz für die französische Sprache

 

Wie die Daily Mail berichtet, haben 60 französische Abgeordnete der Nationalversammlung ein Gesetzesvorschlag eingebracht, mit dem „verwirrende genderinklusive Begrifflichkeiten verboten werden“ sollen.

Als Begründung für die Initiative wird angeführt, dass die in letzter Zeit in Mode gekommenen „genderneutralen Begriffe eine Lücke schaffen zwischen der gesprochenen Sprache und der schriftlichen Sprache“. Diese Spaltung „birgt das Risko, dass das sprachliche Fundament der französischen Sprache verloren gehen könnte“, so die Abgeordneten.

Die Befürchtungen der Abgeordneten beziehen sich in erster Linie auf die Blindenschrift und Personen mit Lernschwierigkeiten. Die derzeit vonstatten gehenden grammatikalischen Veränderungen in der französischen Sprache würde dafür sorgen, dass ihr Zugang zur Sprache verloren gehen könnte. Insbesondere die Abschaffung des generischen Maskulinum, wie es auch in Deutschland von Politiker*innen betrieben wird, stellt dabei eine Hürde dar.

Obwohl es sich dabei um handfeste Argumente handelt, kommt die Inititative dennoch nicht ohne eine vorauseilende Entschuldigung aus. So wird darauf bestanden, dass „der Kampf um die Gleichberechtigung von Frauen und Männern gerecht“ sei, wobei „diverse“ Personen, wie sie in Deutschland im Ausweis existieren können, nicht erwähnt wurden.

 

Gute Chancen für das Gesetz

 

Anführer der Sprachpuristen ist Francois Jolivet, der zu den engen Verbündeten von Präsident Emmanuel Macron gehört. Diese Nähe kann als klarer Indikator gesehen werden, dass das Gesetz die Zustimmung des Präsidenten hat und gute Chancen auf eine Umsetzung bestehen.

Auch wenn sich die oberflächliche Argumentation rein auf die Umsetzungsprobleme beziehen, lässt sich der Vorstoß einordnen in die Kritik durch Präsident Macron, der sich in einer Rede gegen die kulturlinke Unterwanderung und Umwandlung der Gesellschaft aussprach. Er kündigte darin verschiedene Maßnahmen an, die eine weitere Erosion der franzöischen Kultur verhindern sollen, um die gesellschaftliche Kohäsion des Landes wieder herzustellen, nachdem viele Regionen des Landes an den radikalen Islam verloren wurden.

 

Auch das deutsche Gendersprech diskriminiert Blinde

 

Nachdem der Duden als inoffizielle Sprachwächter das große Gendern ausgab, waren Politik und GEZ-Medien schnell darin, die neuen Leitlinien zu übernehmen. Jegliche Kritik daran soll augenscheinlich ausgesessen werden, bis irgendwann die neue Gewohnheit eingesetzt hat, bzw. die letzten Kritiker ihren Fernseher abgeschafft haben.

Über Probleme bei der Umsetzung des deutschen Neusprechs bei Blinden wurde medial bislang nicht berichtet. Allerdings scheint es auch bei der deutschen Blindenschrift zu Problemen kommen, nachdem bei Netz-Barrierefrei vom Sternchen, über das große „I“ mittendrin bis zum „Gender und“ verschiedene Varianten des schriftlichen Gendersprechs durchprobiert wurden.

Das Fazit daraus ist eindeutig: „Da jede denkbare Variante bei Text und Sprache gängige Konventionen verändern muss, trägt keine mögliche Variante in unserem Sinne zur Barrierefreiheit bei.“

Auch in der deutschen Sprache führt die vermeintliche Inklusivität für alle Geschlechter zum diskriminierenden Ausschluss von sehbehinderten Menschen von der geschriebenen Sprache. Gut zu wissen. Jetzt muss es nur noch jemand berichten.

Quelle Titelbild