Nicht die Zentralbanken sind das Problem, die Politik ist es

Auf dem Gebiet einfacher Lösungen für komplexe Probleme steht für viele das globale Zentralbanksystem ganz oben auf der Liste. Als Mutterkropf am Wohlstandskörper der Welt müssten diese lediglich abgeschafft und wahlweise ersetzt werden durch ein freies Geldmarktsystem, den Goldstandard oder neuerdings Bitcoin, und schon würden sich die Probleme von selbst auflösen.

Der nähere Blick jedoch verrät, dass sich die Sache möglicherweise nicht ganz so einfach verhalten könnte, und es mindestens einen weiteren Tatverdächtigen gibt. Martin Armstrong etwa hält die Politik für die Ursache der aktuellen Probleme auf der Welt, da sie sich immer weiter von den Boden der Tatsachen entfernt. In ihrer Überheblichkeit, die mit ihrer staatlich legitimierten Allmacht über unseren Alltag einhergeht, ist sie gar (wieder einmal) im Begriff, großes Elend über die Welt zu bringen.

 

Armstrong Economics: Federal Reserve & Verschwörungstheorien

 

Die oftmals vorgetragene Ansicht, wonach es sich bei den Zentralbanken um den eigentlichen Feind handelt, stört mich insofern, als dass sie lediglich die Sündenböcke sind. Das wirkliche Problem fand sich immer schon auf der fiskalischen Seite – in der Politik.

Kritiker der Federal Reserve (FED) konzentriert sich stets auf den Fakt, dass sie ursprünglich als institutionaliserte Bailout-Struktur für Banken eingerichtet wurde, um ein System zu haben für das, was J.P. Morgan 1907 zur Rettung des Bankensystems unternahm. Das von der FED ursprünglich erschaffe „elastische Geld“ diente lediglich dazu, kurzlaufende Unternehmensanleihen aufzukaufen, wenn die Banken keine Kredite vergeben wollten.

 

Von rein privat zu nur noch staatlich

 

Der erste Bruch im System kam mit dem Ersten Weltkrieg. Zur Finanzierung dieses Kriegs musste der Kongress Schulden aufnehmen. Sie wiesen die FED als der Kreditgeber der letzten Instanz dazu an, keine Unternehmensanleihen mehr zu kaufen, sondern nur noch Staatsanleihen. Nach dem Krieg wurde die FED nie wieder zu ihrem ursprünglichen Zweck zurückgeführt.

Dennoch blieben alle Zweigstelle des FED-Systems weiterhin unabhängig. Das wurde beibehalten, da infolge der Panik von 1907 bemerkt wurde, wie das Erdbeben von San Francisco 1906 Geld aus dem Rest des Landes angesaugt hatte, so dass es in New York zu einem Bargeldmangel kam, der zu einem Sturm auf die Banken führte. Die Lehre daraus war, dass die USA vielleicht eine Nation sind, jedoch hatte das Land mehrere unabhängige Volkswirtschaften.

In der einen Region dominierte die Landwirtschaft, in der anderen der Energiesektor, in der dritten der Bergbau, wieder in einer anderen die Industrie und auch das Finanzwesen bestand aus einer mehr oder weniger geschlossenen Volkswirtschaft. Daher machte es Sinn, in jeder Region eine eigene Niederlassung der Federal Reserve zu installieren, die unabhängig von den anderen agieren konnte.

Aufgrund dieser Regelung es im Land unterschiedliche Leitzinsen, die dafür sorgten, dass die inneren Kapitalströme der USA nach Bedarf angezogen oder abgelenkt werden konnten, um eine weitere Panik wie jener von 1907 zu verhindern. Obwohl diese Regional-FEDs nach dem Krieg zur Stimulierung der Wirtschaft keine privaten Anleihen mehr kauften, sondern nur noch staatliche, behielten die Niederlassungen der FED im Hinblick auf die Zinssätze dennoch ihre Unabhängigkeit bei.

 

Roosevelts Ermächtigung und Trumans Versuch

 

Als nächstes trat jedoch Roosevelt auf den Plan. Er änderte die wirtschaftliche Struktur des Landes in umfassender Weise, indem er unter dem Regenschirm des New Deal zahlreiche sozialistische Steuerungsmaßnahmen einführte. Roosevelts Wirtschaftssteuerung umfasste wesentlich mehr als nur Arbeitsbeschaffungsprogramme, Hilfsfonds und die Schaffung einer Bundesbehörde nach der anderen. Denn er veränderte auch den Charakter der FED in grundlegender Weise.

Vor Roosevelt wählten die Banken der jeweiligen Region den Vorstand ihrer Regional-FED. Er stellte das System dann aber um, so dass fortan die Regierung für das Einsetzen der Vorstandsmitglieder verantwortlich war, wodurch der Staat die Kontrolle über die jeweiligen Leitzinsen bekam, was schließlich zu einem einheitlichen Zinssat im ganzen Land führte. Des weiteren veränderte Roosevelt den Auftrag der FED weg von der reinen Verwaltung der amerikanischen Volkswirtschaft hin zu einer international ausgerichteten Institution. Der ursprüngliche Zweck der FED wurde damit völlig aufgehoben.

Mit dem Eintritt in den Zweiten Weltkrieg schrieb der Kongress der FED sogar die Menge des elastischen Geldes vor, die diese neu zu schaffen hatte. Sie schrieben der FED vor, den Preis US-Anleihen zu stützen, damit die Zinssätze während des Krieges nicht stiegen (es war eine erste Verion der quantitativen Lockerung). Danach versuchte die Politik, sich diese Macht dauerhaft zu zu sichern. Allerdings rebellierte die FED daraufhin das bislang einzige Mal gegen die Politik, als sie öffentlich die Erfüllung einer entsprechenden Anordnung durch Präsident Truman verweigerten. Das ganze geschah vor dem Hintergrund des Koreakriegs, als die Regierung weiterhin darauf bestand, dass die FED den Markt für Staatsanleihen unterstützen sollte, wobei die FED damals nachdrücklich auf ihre Unabhängigkeit bestand.

 

Die Federal Reserve ist strukturell nicht der Feind

 

Während also die Verschwörungstheorien weiterhin die Federal Reserve als den Feind darstellen, handelt es sich dabei in Wirklichkeit um eine Fehlannahme und eine reine Ablenkung vom eigentlichen. Die FED wird die Banken nicht mehr retten. Im vergangenen März begann sie das erste Mal seit ihrer Gründung im Jahr 1913 wieder damit, private Anleihen aufzukaufen. Gleichzeitig geht sie auch dazu über, direkte Einlagen von Institutionen zu akzeptieren, wodurch das Privatbankensystem gänzlich umgangen wird (so viel auch zu den Verschwörungstheorien, wonach die Banken die FED kontrollieren würden).

Auch die Behauptung wonach es die Großbanken sind, die bei der FED die eigentliche Kontrolle ausüben, entbehrt jeder Grundlage. Man muss sich dafür nur einmal die ursprüngliche Struktur der FED im Jahr 1913 ansehen. Damals waren die Banken die Aktionäre der FED, was daran lag, dass ihre Rettung nicht mit Steuergeldern erfolgen sollte, sondern mit ihren eigenen Einlagen. Man wollte damals als System einfach das nachahmen, was J.P. Morgan 1907 getan hat. Der Staat hat J.P. Morgan nie Geld dafür gegeben. Seine Rettung des Systems war eine rein privatwirtschaftliche Entscheidung.

 

Das WEF hat Ambitionen, nicht aber die Zentralbanken

 

Meine allseits bekannten Vorwürfe bezüglich einer Verschwörung, die ich in letzter Zeit vorgebracht habe, sind von einer ganz anderen Natur. Die wirkliche Problemquelle stellt für mich das World Economic Forum (WEF) dar – nicht die Zentralbanken. Schwab konnte in geschickter Weise die Kontrolle über die meisten westlichen Regierungen erlangen. Man muss sich dafür nur einmal ansehen, wer bei EZB, IWF oder auch der EU an der Spitze steht. Sie alle waren oder sind immer noch Vorstandsmitglieder des WEF.

Dieser „Build Back Better“ Marketing Spruch, der von den verschiedendsten Regierungschefs auf der Welt verwendet wird, kommt direkt vom WEF. Boris Johnsons Vater Stanley arbeitete für die Rockefeller Foundation, mit der auch der Vater von Bill Gates verbunden war, und sie beide wollen die Weltbevölkerung reduzieren. Sie wollen dieses Ziel mit einem Impfstoff und politischen Maßnahmen erreichen, weil es dann kein Völkermord oder ein Kriegsverbrechen ist.

Auch der Klimabeauftragte von US-Präsident Biden gehört zu Schwabs Davoser Umfeld. Dank der linken Presse in den USA, die versucht, sämtlichen Dissens zu unterdrücken, kann Biden voll Gas geben. Sie verlangen von den Kabelnetzwerken inzwischen sogar, dass sie Fox News die Durchleitung verweigern sollen. Die Redefreiheit muss immer als erstes weg. Mit der Kontrolle über die öffentliche Meinung ist es dann wie bei allen kommunistischen Revolutionen davor schon möglich, die eigene Agenda in großer Geschwindigkeit vorwärts zu treiben. Die Zentralbanken sind dafür definitiv nicht verantwortlich.

Derweil wurde gerade bekannt gegeben, dass bis März mindestens 5.000 Truppen in Washington DC stationiert bleibensollen. Laut Gerüchten sollen sie gar bis Juni bleiben, was dann wahrscheinlich auf eine unbegrenzte Zeit hinauslaufen dürfte.

Biden hat kurz nach seinem Antritt gleich eine Vielzahl von Anordnungen unterzeichnet, was jedoch kaum jemand beachtet ist die Tatsache, dass er bereits Truppen nach Syrien geschickt hat, wobei er allerdings Obamas Fehler umgeht und den Kongress erst gar nicht um Erlaubnis dafür bittet. Nicht anders geht es im Iran weiter, wo erneut plötzlich nur noch wenige Wochen vom Bau der Atombombe entfernt sein sollen. Das scheint dort ein Dauerzustand sein, der schon seit 40 Jahren anhält. Vor allem aber klingt es sehr nach der alten Mär der „Massenvernichtungswaffen“.

Die Truppen in Washington befinden sich angeblich dort, weil sie für das neue Amtsenthebungsverfahren gegen Trump benötigt werden. Doch die Frage ist, ob es sich bei diesem schwachsinnigen Verfahren, an dem sogar die Richter vom Obersten Gerichtshof nicht teilnehmen wollen, weil Trump kein Präsident mehr ist, nur um einen weiteren Vorwand handelt, um die Hauptstadt gegen die Gefahr einer echten Revolution zu wappnen? Nimmt man die aktuellen Standards der Demokraten zum Maßstab, dann wird es 2022, wenn sich der Wind wieder drehen wird, etliche geben, die am liebsten in der Zeit zurückreisen würden, um deren politisches Führungspersonal rund um Biden, Pelosi, und Schumer einem Amtsenthebungsverfahren zu unterziehen. Man muss sich wirklich fragen, wann dieser Irrsinn endlich wieder aufhört.

 

Sie halten uns für dumm

 

Noch einmal: Die Zentralbanken sind nicht das Problem. Sie haben nicht die Panzer, Waffen, oder überhaupt nur den Anreiz, die Welt zu kontrollieren, den Kapitalismus zu beenden und die halbe Bevölkerung auszulöschen, um den Planeten zu retten. Für diese Erkenntnis muss man einfach nur den Indizien folgen. Wir brauchen keine Verschwörungstheorien, denn die Agenda von Schwab liegt offen auf dem Tisch. Was die Menschen daran jedoch nicht erkennen, ist ihre Absicht, die Demokratie zu beseitigen, weil sie uns für einen Pöbel halten, der zu dumm ist, um das große Ganze zu verstehen.

Diese Mentalität der Überheblichkeit hat dazu geführt, dass sich alle regelmäßg in Davos treffen, den Ring von Schwab küssen und sich an seinerAgenda zur Beseitigung der Demokratie zu ergötzen. Jeder, der ernsthaft davon ausgeht, dass es bei der US-Präsidentschaftswahl 2020 nicht zu Betrug kam, der sollte die Füße von Schwab küssen gehen und ihm als Opfergabe seine Kinder übergeben, damit er sie mit seiner aufgefrischten Version des Faschismus indoktriniert kann. Denn eins muss man ihm lassen, auch er lernte seine Lektionen aus dem Studium der Geschichte.

Quellen Titelbild