Corona-Cola & mehr: Ist der säureempfindliche PCR-Test überhaupt für den Masseneinsatz geeignet?

Corona-Cola & mehr: Ist der säureempfindliche PCR-Test überhaupt für den Masseneinsatz geeignet?

Seinen ersten Härtetest musste der PCR-Test in Tansania über sich ergehen lassen. Dort wurde er vor dem Einsatz am Menschen an Motorenöl, Papayas und ein paar weiteren Dingen getestet. Heraus kam, dass unter anderem die Papaya Corona hatte. Nun erlaubte sich das gleiche auch ein Politiker in Österreich. Während seiner Parlamentsrede packte er einen PCR-Test aus und versenkte das Stäbchen testweise in einem Glas mit Cola. Rechtzeitig zum Ende seiner Rede stand das Ergebnis fest: Es war positiv.

 

Falscher Test oder falsches Testobjekt?

 

Während die Episode von den Mainstream Medien gewohnheitsmäßig ignoriert wurde, ging die Nachricht im Netz schnell auf die große Runde. Einige sahen sich bestätigt in der grundsätzlichen Fehlerhaftigkeit des Tests, andere gaben durchaus bedenkenswerte Einwände dazu ab.

Ein David Pollock beispielsweise, der sich als Experte für Biotechnologie ausgibt, kommentierte bei Twitter das folgende dazu:

„Die Phosporsäure in #Cola denaturiert Bestandteile des Tests und löst dadurch den Farbumschlag “mit Gewalt” aus. Geht auch mit Essig, Zitronensäure oder gar mit Apfelsaft. Aussagekraft über Testqualität: Exakt 0%

 

Wie wirken sich säurehaltige Reste im Rachenraum auf den PCR-Test aus?

 

Für den Laien klingen die Einwände gegen die Validität des Cola-Tests durchaus plausibel. Doch sie werfen die Frage auf, ob auch das auch beim Speichel selbst so sein könnte, wenn der Getestete zuvor etwas säurehaltiges gegessen oder getrunken hat. Gleich mehrere Kommentare zu dem Tweet schlugen in die selbe Kerbe, da es durchaus normal ist, wenn sich noch längere Zeit Reste von Nahrungsmitteln im Rachenbereich befinden.

Wer hat es etwa nicht schon einmal erlebt, dass er beim Nase putzen auch Bestandteile des zuvor gegessenen wieder mit herausgeholt hat? Sogar das durch die Nase Rülpsen soll in der Lage sein, den Säurehaushalt der Nase vorübergehend zu verändern, wie ein weiterer Kommentar zu Bedenken gab.

Dabei steht außer Frage, dass der PCR-Test durchaus anfällig für derartige „Verunreinigungen“ im Nasen-Rachenbereich ist. Laut Anleitung soll vor dem Test mindestens 30 Minuten lang nichts gegessen oder getrunken haben. Das zeigt eindeutig, dass es sich um eine bekannte und relevante Quelle für Verfälschungen handelt.

Diese Bedienungsvorschrift wirft einmal die Frage auf, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass auch nach diesen 30 Minuten noch säurehaltige Bestandteile in den relevanten Bereichen vorhanden sind. Denn mindestens das Rülpsen kann auch 30 Minuten nach dem Trinken auftreten, wobei auch andere Konstellationen vorstellbar sind, wie etwa, dass bei jemandem auch nach einer Stunde noch ein Stück vom Apfel zwischen den Zähnen hängt.

Des weiteren muss man sich fragen, wie oft sich Personen nicht an die Vorschrift halten, oder die Zeit falsch einschätzen, wenn sie beim Test gefragt werden, wann sie zum letzten Mal etwas gegessen oder getrunken haben.

Insbesondere bei Schnelltests mit Warteschlage – vor allem jene, bei denen die Personen aus ihrem Auto heraus getestet werden und zum Zeitvertreib etwas zu Essen dabei haben – lässt sich nicht ausschließen, dass zum Einsparen von Zeit eine kleine Notlüge zum Einsatz kommt.

Als Fazit lässt sich feststellen, dass viele den PCR-Test nicht nur in seiner Aussagekraft falsch einschätzen, sondern dieser auch über Schwachstellen im Prozedere verfügt, die nicht unterschätzt werden dürfen. Ohne die Einbettung in einen unmittelbaren medizinischen Bezug mit professioneller Diagnose liegt die Ergebnisqualität von PCR-Tests sehr wahrscheinlich nahe dem Zufall.

Quelle Titelbild

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