Jetzt, da es zu spät ist macht Melinda Gates ein „Uspi“ und gibt zu, die wirtschaftliche Seite der Pandemie nicht bedacht zu haben

Ob der zweite Lockdown noch einen Unterschied machen wird? Lange schlossen die Mächtigen aus, dass er kommen wird. Doch inzwischen wird von einem Massenausharrest für die Zeit von Weihnachten bis Dreikönig gesprochen. Der Schaden ist bereits da und kann wohl nicht mehr wettgemacht werden, so der vermutete Hintergedanke dazu.

Am Ende wird eine umfassende Aufarbeitung stehen, wie es der Coronaausschuss heute schon betreibt. Ein weiteres Element für die Aufarbeitung fügte gerade Melinda Gates hinzu, als sie offen zugab, dass sie und ihr Ehemann trotz jahrelanger Pandemieforschung nie auf die Idee kamen, dass ihr Plan gegen den grassierenden Erreger verheerende wirtschaftliche Auswirkungen haben könnte.

 

American Institute for Economic Research: Melinda Gates: „Wir hatten die wirtschaftlichen Auswirkungen nicht wirklich durchdacht“

 

In einem ausführlichen Interview in der New York Times machte Melinda Gates folgende bemerkenswerte Aussage: „Überrascht hat uns allerdings, dass wir die wirtschaftlichen Auswirkungen nicht wirklich durchdacht hatten.“ Ein Zyniker würde dazu anmerken, dass kaum jemand über Dinge nachdenkt, die ihn selbst nicht betreffen.

In dieser geradezu irrealen Aussage kommt die Haltung zum Ausdruck, als wäre „Ökonomie“ nichts weiter als eine randständige Angelegenheit, die kaum etwas mit der menschlichen Existenz und der öffentlichen Gesundheit zu tun hat. Noch einmal verworrener wird diese Aussage im größeren Kontext des Interviews offenbart. Sie hat irgendwie den Eindruck, dass die Pandemie für die wirtschaftlichen Verwerfungen verantwortlich sei, und nicht die Alltagsbeschränkungen, obwohl unter vielem anderem alleine von 30% aller Restaurants erwartet wird, dass sie hinterher nicht mehr öffnen werden.

Sie sagt es nicht direkt, doch wie viele Artikel in der Mainstream Presse in diesem Jahr, formuliert sie ihre Worte sehr sorgfältig, um die Beschränkungen als das entscheidende Element hinter der wirtschaftlichen Katastrophe nicht aussprechen zu müssen. Vielleicht glaubt sie auch tatsächlich, dass es ausschließlich das Virus ist, von dem die gesamte Weltwirtschaft in den Abgrund gerissen wird, wobei das selbstredend eine völlig unhaltbare Behauptung.

Jenseits dieser Bezüge zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie illustrieren ihre Kommentare perfekt das Kernproblem der ganzen Sache: Die allermeisten, die für stärkere Restriktionen plädieren, haben in Wahrheit keine Erfahrung im Umgang mit Pandemien. Für viele von ihnen wurde Covid-19 zu ihrer neuen Spielwiese, um ein noch nie dagewesenes Experiment in gesellschaftlichen und wirtschaftlichem Management auszuprobieren: Das Untersagen des Reisens, die Schließung von Geschäften, Schulen, Kirchen und das Aussprechen allgemeinener Hausarreste, die an totalitäre Verordnungen erinnern.

Hier ihre eigenen Worte:

„Man kann projizieren und darüber nachdenken, wie eine Pandemie aussähe oder ablaufen würde, jedoch ist es ziemlich schwer zu wissen, wie die Realität aussehen wird, bis man von ihr konfrontiert wird. Ich glaube, wir haben ziemlich gut die Art und Weise der Ausbreitung der Krankheit abhängig der Art prognostiziert, und dass es sehr schnell gehen kann. Die Ausbreitung hat uns entsprechend nicht überrascht.“

„Überrascht hat uns allerdings, dass wir die wirtschaftlichen Auswirkungen nicht wirklich durchdacht hatten. Was passiert, wenn sich eine Pandemie durch die Bevölkerungen der ganzen Welt frisst? Einmal, dass wir alle zu Hause bleiben und von zu Hause aus arbeiten, wenn wir das Glück haben, das zu tun. Das war ein Aspekt, auf den wir meines Erachtens nicht wirklich vorbereitet waren.“

Es gibt viele Spezialisten, die bereits die Erfahrung mit einer Pandemie gemacht haben und es dabei schafften, die grundlegenden sozialen und wirtschaftlichen Funktionen aufrechtzuerhalten. Ein wichtiges Beispiel wäre Donald A. Henderson, der als Leiter der Weltgesundheitsorganisation das Hauptverdienst an der Ausrottung der Pocken hat.

Im Jahr 2006 schrieb er das folgende:

„Die Erfahrung hat gezeigt, dass Gemeinschaften im Angesicht einer Epidemie oder einem anderen widrigen Ereigniss am besten und mit der geringsten Angst reagieren, wenn das normale soziale Gesellschaftsleben am wenigsten gestört wird. Ein weiteres entscheidendes Element ist eine starke politische und gesundheitspolitische Führung, die für Beruhigung sorgt und sicherstellt, dass benötigte medizinische Versorgungsleistungen erbracht werden. Ist beides nicht optimal, dann kann sich eine überschaubare Epidemie in Richtung einer Katastrophe bewegen.“

Melinda war zusammen mit ihrem Mann Bill weltweit die Hauptfinanzierungsquelle für das Bewerben scharfer Alltagsbeschränkungen. Seit Beginn der Pandemie haben die beiden 500 Millionen Dollar gespendet, aber auch zuvor schon haben sie über viele Jahre zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen, Labore und Medien finanziert, während sie in dieser Zeit gleichzeitig bei jeder sich gebenden Gelegenheit Alarm schlugen wegen des kommenden Erregers. Als hätten sie einen biologischen Virus mit einem Computervirus gleichgesetzt, bei dem man nur verhindern müsse, dass er auf die Festplatte gelangt, bestand die von ihnen bevorzugte Empfehlung für die Politik stets in Alltagsbeschränkungen.

Melinda Gates sagte:

„Schaut man sich den Pfad an, über den dieses Virus über die Welt gereist ist, dann lässt sich feststellen, dass Länder mit einer frühen Abschottung besser dastehen. Viele afrikanische Länder beispielsweise sahen es kommen und ergriffen schon früh Maßnahme. In der Folge konnte sich das Virus dort weniger stark verbreiten als andernorts. Das ist eine gute Sache.“

Es stimmt zwar, dass Afrika ein seltsamer Ausreißer ist, aber die Behauptung, dass dies ausschließlich auf frühe Abschaltungen zurückzuführen ist, lässt sich nicht halten. Wissenschaftler, die sich mit der Anomalie befasst haben, verweisen auf die sehr junge Bevölkerung (nur 3 % sind über 65 Jahre alt), auf Kreuzimmunitäten mit anderen Coronaviren und auf eine stärkere allgemeine Immunität als Hauptgrund für die niedrige Todesrate. In der Tat könnte die Demografie allein fast den gesamten Unterschied in der Sterblichkeitsrate zu Europa und den USA erklären. Daneben unterstreicht Melinda hier noch einmal, was Bill schon seit Jahren sagt: Die einzige Lösung für ein Virus ist dessen Unterdrückung gefolgt von der Entwicklung eines Impfstoffs – es handelt sich dabei um ein zuvor noch nie versuchtes Experiment, das Armut, Tod und Verzweiflung über die ganze Welt gebracht hat. Dabei leidet vor allem Afrika unter den weltweiten Beschränkungen.

Dennoch ist es als positiv zu erachten, dass sie sich gegenüber der New York Times geöffnet hat, damit wir einen besseren Einblick in ihre Perspektive bekommen. Im kommenden Jahr wird Bilanz gezogen werden mit den Fragen, warum und wie uns das alles passiert ist. Was gerade abläuft wird sich dann kaum unterdrücken lassen. In der Tat beginnt die linke Mainstream Presse bereits mit Frontbegradigungen und berichtet das, was wir schon seit März 2020 am sagen sind und wie es in der Great Barrington Declaration hinterlegt wurde.

Dazu ein Auszug aus der letzten Kolumne des großen Walter Williams, der als Antwort auf die Krise ausdrücklich auf die Great Barrington Declaration eingeht:

„ Wie sieht es mit dem Nutzen und den Kosten des Umgangs mit der COVID-19-Pandemie aus? Ein Großteil der Ärzteschaft und der Politiker sagen, dass Abriegelungen, soziale Distanzierung und Maskentragen die Lösungen sind. Die Daten der CDC zur Sterblichkeitsrate zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu sterben für unter 35-jährige viel geringer ist als bei einem Fahrradunfall. Sollten wir daher das Fahrradfahren untersagen? Dr. Martin Kulldorff, Medizinprofessor an der Harvard University, Biostatistiker und Epidemiologe, Dr. Sunetra Gupta, Professorin an der Oxford University und Epidemiologin mit Expertise in Immunologie, und Dr. Jay Bhattacharya, Professor an der Stanford University Medical School, Arzt und Epidemiologe, waren die Initiatoren der Great Barrington Declaration. Mehr als 50.000 Wissenschaftler und Ärzte sowie mehr als 682.000 weitere Personen haben die Great Barrington Erklärung gegen eine zweite Runde der COVID-19 beingten Einschränkungen unterschrieben, weil sie erkannt haben, dass diese viel mehr Schaden anrichtet als nützt.“

Die Autoren der Great Barrington Erklärung hatten nie einen Zweifel daran, dass die traditionellen Prinzipien der Öffentlichen Gesundheit über die bis dahin ungetestete und inzwischen gescheiterte Politik der Abriegelungen siegen würde. Sie meldeten sich zu Wort, damit das Anliegen Verbeitung finden würde, und ihr Mut wird noch lange nachhallen. Jetzt müssen wir nur noch Melinda Gates davon überzeugen.

Quelle Titelbild