Emmanuel Macron deutet „schwere Entscheidungen“ an, die ihn von einer zweiten Amtszeit abhalten könnten

Emmanuel Macron deutet „schwere Entscheidungen“ an, die ihn von einer zweiten Amtszeit abhalten könnten

Kürzlich entschied sich Frankreichs politische Elite, das grassierende Problem des politischen Islam im Land anzuerkennen. Präsident Macron kündigte ein Maßnahmenprogramm an, mit dem die an Islamisten „verlorenen Gebiete“ in Frankreich wieder zurückerobert werden sollen. Prompt kam es danach zu mehreren Anschlägen, die von der Größe des Problems zeugen.

Doch wo in den Jahrzehnten zuvor die Scheuklappen der politischen Verwaltung überhaupt erst das Problem entstehen lassen konnten, sorgen genau diese Scheuklappen jetzt dafür, dass sich der Staat nicht beeindrucken lässt. Entsprechend wurden inzwischen konkrete Schritte angekündigt, mit dem das für manche unlösbare Problem des französischen Islamismus in den Griff bekommen werden soll.

Ganz sicher scheint sich jedoch auch Präsident Macron nicht zu sein. So gab er in neueren Interviews auch immer wieder Hinweise darauf, dass er ähnlich wie seine beiden gescheiterten Vorgänger nur eine Amtszeit wird durchhalten können. „Schwere Entscheidungen in den letzten Monaten“ seiner 2022 endenden Amtszeit, so Macron, könnten ihn davon abhalten, ein zweites mal zu kandidieren.

Mehrere triftige Gründe könnten hinter diesen Aussagen stehen. Einmal ist er nicht nur wegen der Gelbwestenproteste ein überaus unbeliebter Präsident, der lediglich deswegen zu seinem Amt kam, weil die ihm abgeneigte politische Linke in ihm das geringere Übel gegenüber Marine Le Pen sah. Le Pen könnte dann auch die zweite Quelle für Macrons Zweifel sein, da sie im Lauf ihrer Karriere beständig Boden gewann und selbst immer sagte, dass sie die besten Wahlchancen im fraglichen Jahr 2022 hätte.

Gleichzeitig konnte unter Macron auch jenseits des Islamismus kein strukturelles Problem des Landes gelöst werden. Seine Amtszeit war ein voller Misserfolg, gefüllt mit Tragödien wie etwa dem Brand von Notre Dame. Macrons frühzeitiger Absprung könnte daher der Erwägung entspringen, dass er wie Hollande keine Chance auf die Wiederwahl hat.

Vielleicht will er im Zusammenhang mit dem Islamismus auch tatsächlich hart durchgreifen und spart sich das für die Zielgerade seiner politischen Karriere auf. Eine weitere Möglichkeit für die Motivation hinter Macrons Worten bringt wiederum Martin Armstrong ins Spiel, der diese in den Kontext mit Corona und dem Griff nach der totalen Macht globalistischer Kreise stellt.

 

Armstrong Economics: Das sich wiederholende Gerede von einem Großen Neustart durch Politiker

 

Ein Leserkommentar aus Frankreich

 

Hallo und danke für Ihre fantastischen Einblicke. Ich lebe in Frankreich und dachte, dass es Sie vielleicht interessiert, was der französische Präsident kürzlich in einem längerem Videointerview sagte. Er wurde gefragt, ob er bei den nächsten Präsidentschaftswahlen im Mai 2022 kandidieren würde. Seine Antwort war, dass er in den letzten Monaten vor der Wahl möglicherweise sehr harte Entscheidungen treffen müsse und daher möglicherweise „nicht in der Lage“ sei, zu kandidieren.

Diese Aussage hat mich an Artikel in Ihrem Blog denken lassen, in dem Sie vermuten, dass die französischen Präsidentschaftswahlen im Jahr 2022 abgesagt werden könnten und wir uns zu diesem Zeitpunkt in einer ausgewachsenen Diktatur befinden werden.

Bei einem Interview Ende Oktober sagte Macron überdies: „Wir hatten uns daran gewöhnt, als Individuen in einer freien Gesellschaft zu leben. Doch wir müssen auch Bürger sein, die in Solidarität leben.“

Das klingt alles sehr beunruhigend. Derzeit befinden wir uns in einer halben Abriegelung, im Grunde ist die gesamte Gastrobranche geschlossen, aber wir können arbeiten, einkaufen und zur Schule gehen, solange wir Masken tragen und eine (selbst unterschriebene) Bescheinigung haben, die uns berechtigt, das Haus für einen erlaubten Zweck zu verlassen. Es ist also jetzt schon geradezu tyrannisch.

 

Antwort durch Martin Armstrong

 

Macrons genaue Worte waren: „Vielleicht werde ich nicht kandidieren können, vielleicht werde ich im letzten Jahr, in den letzten Monaten, Dinge tun müssen, die aufgrund der Umstände so schwer sein werden, dass sie es mir unmöglich machen, eine Kandidatur zu übernehmen. Ich schließe nichts aus.“

Dieses Video der Financial Times über Davos 2016 enthält den Schlüssel. Das politische Establishment der Welt erachtet die Wahl von Donald Trump als überaus gefährlich. Sie bezeichnen es als „Populismus“ und es ist für sie entsprechend nicht akzeptabel, dass sie vom Volk abgewählt werden können.

Was mich an Macrons Worten wirklich beunruhigt hat, war dieses: „Wir hatten uns daran gewöhnt, als Individuen in einer freien Gesellschaft zu leben. Doch wir müssen auch Bürger sein, die in Solidarität leben.“

Von diesen Worten geht der Geist des UNESCO Gründungsdirektors Julian Huxley aus [Aldous Huxleys älterer Bruder], der nicht nur ein Rassist war und für eine einheitliche Weltregierung eintrat, sondern auch für eine aktive Eugenik, in der die Bevölkerung streng kontrolliert und unerwünschte Rassen reduziert werden sollten.

Huxleys Ansicht über die Gründungsideale der Vereinigten Staaten mit individuellen Rechten deckte sich mit Rechtsextremen. Für ihn waren sie ideell zu weit links und daher inakzeptabel. Diese Leute sehen in uns den großen Pöbel, zu dumm, um zu verstehen, was das Beste für uns oder die Gesellschaft ist. Deshalb war er gegen „uneingeschränkten Individualismus“, und deshalb sollte es uns nicht erlaubt sein, für das politische Establishment zu stimmen, das über uns bestimmen soll.

Das ist auch die Position des Weltwirtschaftsforums. Genau darum geht es bei diesem „Großen Neustart“. Die Demokratie soll zu einem Ende kommen, während sie gleichzeitig beteuern, dass sie ein gewisses Maß an politischer Kontrolle und Ausgleich beibehalten werden. Genau das drückte Macron mit seinen Worten aus. Er kann nicht noch einmal das Amt kandidieren und gleichzeitig die schwierigen Entscheidungen treffen, da die Menschen das Wahlrecht haben. Bis 2022 wollen sie alle demokratischen Rechte abschaffen und uns unter dem Vorwand des „Populismus“ das Wahlrecht verweigern.

Genau das ist es auch, was sie meinen, wenn sie „Inklusion und Gleichheit“ sagen. Sie wollen in unser aller Namen die Weltwirtschaft neu gestalten und das in der Form, als dass wir unsere Rechte aufgeben und sie sich im Gegenzug um uns kümmern. Beachten Sie, was John Kerry in seinem Videovortrag sagt: „Es gibt keinen Weg zurück zur Normalität.“

In Davos erklärte Kerry, dass dringend ein „Großer Neustart“ erforderlich sei, um den Aufstieg des Populismus – sprich: Trump und seine Anhänger – zu stoppen. Sie sind der Meinung, Trump sei dank des „Populismus“ an die Macht gekommen, was effektiv bedeutet, dass Kerry den demokratischen Prozess aushebeln will. Aus seinen Worten lässt sich klar herauslesen, dass Karrierepolitiker wie er um den Verlust ihrer Macht fürchten. Kerry schwor, dass die USA unter Joe Biden dem Pariser Klimaabkommen wieder beitreten würden, damit der Große Neustart getrieben werden kann, fügte aber noch hinzu, dass es „nicht genug“ sei.

Quelle Titelbild

Bloggerei.de