Chines. Professor: Über „Freunde“ in den obersten Machtzirkeln konnten wir lange Zeit die USA kontrollieren, mit Donald Trump aber ging das nicht

Chines. Professor: Über „Freunde“ in den obersten Machtzirkeln konnten wir lange Zeit die USA kontrollieren, mit Donald Trump aber ging das nicht

Hin und wieder legen Menschen ohne Not einfach so ihre Karten auf den Tisch und man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. So geschehen kürzlich in China, als Di Dongsheng, seineszeichens Professor für Internationale Studien, die aktuelle Situation zwischen den USA und China beschrieb. Er spricht dabei Sachen an, die in Deutschland vermutlich mit umgehenden Korruptionsermittlungen quittiert würden und einer heftigen Rüge wegen Antisemitismus.

Zwar könnte der Professor eventuell für seine ehrlichen Worte noch von der Partei in Peking bestraft werden. Sollte jedoch Joe Biden tatsächlich die Wahl gewinnen, dann wird er aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem blauen Auge davon kommen, wenn überhaupt. Denn mit der (vermeintlichen) Abwahl von Donald Trump als Präsident werden sich laut Di auch die Beziehungen zu den USA wieder normalisieren.

Der Grund dafür: Die alten Machtzirkel der Wall Street, die zu den „alten Freunden Chinas“ gehören und die eigentliche Macht in den USA darstellen, sitzen mit Biden wieder im Weißen Haus und können kitten, was die Abrissbirne Trump zerstört hat. Professor Di genießt dabei selbstverständlich beste Beziehungen zu diesen „Langnasen“ und wird sicherlich auch Peking-intern von ihnen geschützt werden.

 

Daily Mail: Trump verbreitet bei Twitter ein in China zensiertes Video mit einem Vortrag eines chinesischen Professors, in dem er behauptet, Peking könne die US-Politik beeinflussen über „Perspnen an der Spitze von Amerikas innerstem Machtzirkel“

 

Präsident Donald Trump hat bei Twitter ein Video eines chinesischen Professors verbreitet, aus dem deutlich wird, dass China dank seiner besonderen Beziehungen zu Personen in den obersten Machtzirkeln Amerikas seit Jahrzehnten erfolgreich die US-Politik beeinflussen kann.

Das ursprünglich bei Weibo veröffentlichte Video zeigt Di Dongsheng, einem Professor und Vizedirektor der Fakultät für Internationale Studien an der Renmin Universität in Peking. Laut Fox News soll das Video inzwischen aus den chinesischen sozialen Medien entfernt worden sein.

Am Montagabend zeigte Tucker Carlson in seiner Fox News Sendung einen Ausschnitt des Videos mit den entscheidenden Stellen.

Darin deutet Professor Di an, dass China die amerikanische Politik über Jahrzehnte hinweg über ein spezielles verdecktes Netzwerk „alter Freunde“ beeinflussen konnte, die hochrangige Posten innerhalb der US-Regierung und amerikanischer Finanzinstitutionen besetzen.

Di stellt in seinem Vortrag fest, dass der Einfluss dieser alten Freunde Pekings plötzlich schwand, als Trump an die Macht kam.

Konkrete Einzelheiten konnte Di nicht nennen, da er die Identität der Beteiligten nicht kompromittieren wollte, jedoch enthüllte er, wie Präsident Trumps Handelskrieg mit China einem Paradigmenwechsel gleichkam, nachdem davor jahrzehntelang enge Beziehungen zwischen Washington und Peking gepflegt wurden..

„Trump führte einen Handelskrieg mit uns. Warum konnten wir nicht mit ihm fertig werden? Wie kommt es, dass wir zwischen 1992 und 2016 unsere Probleme mit den USA immer lösen konnten? Wussten Sie das?“ fragte Di das chinesische Publikum in seinem 18-minütigen Vortrag.

„Ich werde jetzt eine Bombe platzen lassen: Wir kamen deswegen gut mit ihnen klar, weil wir in den obersten Zirkeln der wirklichen Macht in den USA alte Freunde hatten“, sagte Di und merkte an, dass er vorsichtig sprechen müsse, um die Identität der Beteiligten nicht aufzudecken.

[Was der Daily Mail Artikel nicht erwähnt ist, dass Di sich bei der Beschreibung einer dieser Personen, mit denen er persönlich Kontakt hatte, als „Langnase“ bezeichnete und die Frau laut ihm „sofort als jüdisch erkennbar gewesen“ sei. In seiner Charakterisierung der Frau stellt er sie hin als jemanden, die sogar nicht korrupte Personen dazu bringen kann zu machen, was sie will.]

„Um es kurz zu machen konnten wir im Verlauf der letzten drei bis vier Jahrzehnte diesen inneren Machtzirkel der USA nutzen“, sagte Di. „Es geht um die Wall Street, die seit den 1970er Jahren einen sehr großen Einfluss auf die inneren und äußeren Angelegenheiten Amerikas ausübt. Bis in die jüngste Vergangenheit konnten wir uns stark auf sie verlassen.“

Dann aber, so der Professor, änderte sich alles mit der Wahl von Trump im Jahr 2016, „den die Wall Street nicht kontrollieren konnte, weil es zwischen ihnen zu einem kleineren Vertragsbruch kam, und weswegen Trump ihnen gegenüber feindlich gesinnt war“.

„Während des Handelskrieges zwischen den USA und China versuchte uns die Wall Street zu helfen“, sagte Herr Di. Meine Freunde in den USA aber teilten mir mit, dass sie es versucht hätten, allerdings keinen Erfolg hatten.

Danach beruhigte Di sein Publikum, indem er anmerkte, dass sich die Dinge wieder ändern werden, sobald die neue Regierung unter Joe Biden das Sagen hat.

Mit Biden im Weißen Haus geht Di davon aus, dass China wieder in der Lage sein wird, die seit langem bestehenden engen Verbindungen benutzen zu können.

„Jetzt, da Biden und damit die traditionellen politischen Eliten die Wahl gewonnen haben, gibt es wieder sehr enge Beziehungen zur Wall Street“, sagte er.

„Sie haben es sicherlich alle mitbekommen wie Trump meinte, dass Bidens Sohn weltweit Aktienunternehmen betreibt. Nur, wer hat Bidens Sohn dabei geholfen, seine globalen Unternehmen aufzubauen?“, fragte Professor Di.

„In der Sache spielen tatsächlich einige Kauf- und Verkaufstransaktionen mit hinein, daher denke ich, dass es aktuell [nachdem Biden die Wahl gewonnen hat] von strategischem und taktischem Wert ist, dass wir ihm gegenüber einen guten Willen zeigen.“

Quelle Titelbild

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