Niederlage für Kulturmarxisten im Genderkampf: Gericht entscheidet auf Schutz von Minderjährigen

Sie kennen die Schauspielerin Elliot Page? Vermutlich. Sie hat sich eben publikumswirksam zum Mann erklärt, als einer Episode, die sich kaum ein Mainstream Medium entgehen lässt. So etwas kommt immer mal wieder vor, man denke etwa an den ehemaligen Sportler Bruce Jenner, der sich als Oberhaupt des Kardashian Clans vor wenigen Jahren zur “Caitlyn” umoperieren hat lassen.

Nicht nur liberal gesinnte Menschen nehmen das bei Erwachsenen hin und akzeptieren sie so, wie sie sind – oder sich in ihrem Innersten fühlen. Die Natur spielt dem ein oder anderen manchmal eben Streiche, die weit über das übliche hinausgehen.

In einer ganz anderen Liga spielt es jedoch ab, wenn es um Minderjährige geht, die an sich das andere Geschlecht entdecken. Die klassische Vorgehensweise besteht darin, das Kind machen zu lassen, bis die Laune irgendwann wieder verflogen ist, oder wie in den fällen Jenner oder Page so weit verfestigt, dass sie als Erwachsene ihre Freiheit nutzen, um sich als das andere Geschlecht auszugeben.

Da wir uns bei dem Thema jedoch tief im Zeitgeistkomplex des Genderismus befinden, ist es zum einen kein Wunder, dass nicht nur die beiden beschriebenen Fälle medial in die Aufmerksamkeit gedrückt werden, sondern interessierte Stellen auch im Fall von Kindern alles unternehmen, um diese in die gewünschte Richtung zu drücken.

Zumindest in Bezug auf die öffentliche Wahrnehmung nahm Großbritannien in dieser Hinsicht einen Spitzenplatz ein. (Wer weiß, was bei uns heimlich in den Kinder- und Jugendpsychiatrien abläuft. Das aber ist ein anderes Thema.) Dort wurde im letzten Jahrzehnt unter fleißiger Unterstützung des britischen GEZ-Funks BBC, eines – hoffentlich kleinen – Teils der medizinischen Branche und linksextremen Politaktivisten ein System eingerichtet, dass die Zahlen an Kindern mit sogenannter Geschlechterdysphorie, also Transsexualität, geradezu explodieren ließ.

Kritiker wurden selbstredend als rechtsextrem hingestellt, so dass weder in Politik noch Medien ein nennenswerter Widerstand entstehen konnte. Inzwischen jedoch sind aus den Kindern von damals, die mit massiven medikamentösen Eingriffen vom einen ins andere Geschlecht umgewandelt wurden, erwachsen geworden. Es liegen als erste Langzeitergebnisse vor und sie sind derart desaströs, dass sich der Widerstand dagegen formieren konnte.

Kürzlich wurde in der Sache ein höchstrichterliches Urteil gesprochen, nachdem sich eine der fehlbehandelten Patienten ganz nach oben geklagt hatte. Ganz zu Ende ist der medizin-ideologische Missbrauch von Kindern noch nicht, jedoch konnte wenigstens erreicht werden, dass Eltern nicht mehr gänzlich übergangen werden dürfen, wenn ein Kind beim Arzt vorstellig wird, und sich dort als vom anderen Geschlecht ausgibt.

 

The Spectator: Keira Bell und ihr wegweisender Sieg gegen Hormonblocker für Kinder

 

Keira Bell hat ihren Rechtsstreit gegen die NHS (britische Gesundheitsbehörde) gewonnen und deren Einrichtung zur Entwicklung der Geschlechtsidentität (GIDS) für unter 18-Jährige, nachdem das Oberste Gericht festgestellt hatte, dass Kinder nur unwahrscheinlich in der Lage sind, eine informierte Zustimmung zur Einnahme pubertätshemmender Medikamente zu geben.

Die Geschichte begann für Bell als Jugendliche, als sie an Geschlechtsdysphorie zu leiden begann, und woraufhin sie zur Behandlung an das GIDS überwiesen wurde. Im Alter von 16 Jahren bekam sie dann Pubertätsblocker verschrieben, gefolgt von Testosteron mit 17 Jahren. Keira unterzog sich im Alter von 20 Jahren abschließend einer doppelten Mastektomie, nachdem sie vom eingenommenen Testosteron einen Adamsapfel, Gesichtsbehaarung und eine tiefe Stimme bekam.

Bell bedauert seither ihren Geschlechterwechsel und identifiziert sich heute nicht mehr als Mann. Daher beschloss sie, sich dagegen einzusetzen, dass Gender-Kliniken andere junge Frauen mit ihrer Diagnose zu irreversiblen und schädlichen Eingriffen zu manipulieren.

Der springende Punkt in Bells Fall war, dass sie unmöglich eine informierte Zustimmung zur Einnahme der Blocker hätte geben können. Sie erklärte dazu: „Ich habe als Jugendliche eine mutige Entscheidung getroffen, als ich (wie viele andere Jugendliche auch) auf der Suche nach Vertrauen und persönlicher Ausgeglichenheit war. Nun aber wird der Rest meines Lebens negativ beeinflusst sein.“

Heute stimmten drei Richter des Obersten Gerichtshofs mit ihr überein. Das im Oktober herausgegebene Urteil kommt zu dem Schluss, dass es „höchst unwahrscheinlich“ ist, dass ein Kind im Alter von 13 Jahren oder darunter jemals in der Lage wäre, in Kenntnis der Sachlage seine Zustimmung zu einer Behandlung mit Pubertätsblockern zu geben. Er stellt darüber hinaus fest, dass es „sehr zweifelhaft“ sei, dass Kinder im Alter von 14 und 15 Jahren die langfristigen Risiken und Folgen der Behandlung so verstehen können, dass sie ein ausreichendes Verständnis haben, das für eine Einwilligung notwendig ist.

Das Gericht sprach auch die Empfehlung aus, dass es für etwaige Geschlechtsumwandlungen bei Minderjährigen angebracht ist, das Gericht einzuschalten, wenn Zweifel daran bestehen, ob der Einsatz von geschlechtsverändernden Hormonen im langfristigen Interesse einer 16- oder 17-jährigen Person sind.

Im September dieses Jahres leitete der NHS eine unabhängige Überprüfung der GIDS ein und vor kurzem führte die Kommission für die Qualität der Pflege eine separate Inspektion durch, nachdem es zu massiven Beschwerden kam.

Im vergangenen Jahr wurde berichtet, dass einer der Verantwortlichen hinter dem GIDS zurückgetreten sei, nachdem er die Einrichtung beschuldigt hatte, einen vernichtenden internen Bericht zu ignorieren, in dem es hieß, dass die Tätigkeit des GIDS „nicht zweckdienlich“ sei. Eine Reihe von Eltern hatte den Dienst beschuldigt, jungen Menschen überhastet eine Identität zu geben, und es gab Beschuldigungen – unter anderem von Dr. David Bell, der den Bericht in seiner Eigenschaft als damaliger Personalverantwortlicher – wonach die Einrichtung psychologische und soziale Faktoren der jungen Patienten nicht berücksichtigen würde, so dass bei einer Diagnose Depression oder Autismus außen vor blieben.

Es wurde zudem aufgedeckt, dass 35 Psychologen innerhalb von drei Jahren vom GIDS zurückgetreten waren, wobei sich viele von ihnen besorgt darüber äußerten, dass die Patienten mit Geschlechtsdysphorie „überdiagnostiziert“ würden.

Doch trotz der öffentlichen Verurteilung von verschiedenen Seiten bleibt das GIDS weiterhin standhaft und ignoriert sämtliche Indizien, die dafür sprechen, dass den jungen Menschen in ihrer Obhut ernsthafter Schaden zugefügt wird.

Selbst nach der heutigen Entscheidung äußerte die Betreibergesellschaft des GIDS „Enttäuschung“ über das Urteil, und dass man in Berufung gehen wolle.

GIDS weist Kritiker noch immer zurück, laut denen die dort verabreichten Hormonblocker experimentell und irreversibel seien. Auch die enorme Zunahme von Mädchen, die als geschlechtsdysphorisch eingestuft werden, bleibt weiterhin ein hngeklärtes Rätsel. Die Gesamtzahl der Überweisungen an das GIDS ist zwischen 2009 und 2019 von 77 auf 2.590 gestiegen. In den letzten Jahren ging das GIDS zur Praxis über, sogar Kindern im Alter von 10 Jahren Hormonpräparate zu verschrieben.

Der sprunghafte Anstieg an Fällen mit Mädchen, die in den letzten Jahren bei sich eine Geschlechtsdysphorie vermuteten und in Behandlung kamen, könnte zum Teil darauf zurückzuführen sein, dass die GIDS Direktorin Polly Carmichael im Jahr 2014 im Kinderprogramm der BBC auftrat und dort den Einsatz von Pubertätsblockern bewarb. Bei dem fraglichen Auftritt sprach Carmichael über die „Vorteile“ der Einnahme von Pubertätsblockern und sprach dabei zu einem jungen weiblichen zu einem männlichen transsexuellen Kind: „Das Gute an [Pubertätsblockern] ist, dass wenn man die Injektionen absetzt, es so ist, als drücke man einen Startknopf, und der Körper entwickelt sich einfach weiter und das genau so, als hätte man die Injektionen nie genommen.“

Carmichaels Auftritt kam einem Werbeauftritt wesentlich näher, als er informativ war.

Keira Bell mag ihren Fall gewonnen haben, doch sie hat in ihrem kurzen Leben schon sehr viel verloren. Bell ist aktuell 23 Jahre alt und leidet immer noch unter den Auswirkungen des Testosterons und muss damit rechnen, dass sie als Nebenwirkung der Medikamente unfruchtbar bleiben wird. Da sich die Pubertätsblocker noch im Versuchsstadium befinden – was vom GIDS geleugnet wird – weiß Keira nicht, ob sie in ihrem späteren Leben noch an anderen schweren Nebenwirkungen leiden wird oder nicht.

Im Jahr 2003 interviewte ich Claudia, die den Übergang ebenso bereut hatte. Damals erzählte sie mir, dass sie glaubte, dass man sich erst an Kindern vergreifen muss, damit die Menschen bemerken, was getan wird und den Wahnsinn dieser „Behandlung“ für Personen mit psychischen Problemen beenden. Claudia, die inzwischen eine gute Freundin geworden ist, war die erste transsexuelle Person, die sich öffentlich gegen die unkritische Haltung so vieler medizinischer Verantwortlicher gegenüber chemischen und chirurgischen Behandlungswegen für Geschlechtsdysphorie aussprach. Mit dem Urteil in Bells Falll steht nun höchstrichterlich fest, dass tatsächlich ein Skandal ist, Minderjährigen derartige medizinische Eingriffe anzubieten.

Quelle Titelbild