Linke & Realität: Linksextremisten streichen Kaution ein, die ihnen eine Vorfeldorganisation gutmütig vorgeschossen hat

Als infolge der Ausschreitungen im US-amerikanischen Portland anlässlich des Todes von George Floyd zahlreiche der Randalierer verhaftet wurden, kamen rasch linksextreme Vorfeldorganisationen zur Hilfe, um den Verhafteten die Kaution bereitzustellen.

Darunter war auch ein gewisser „Defense Fund PDX“, der sich in den Sozialen Medien klar linksextrem gibt. Bei Twitter musste dieser jedoch gerade eingestehen, dass er ein kleines Geldproblem hat: Die Empfänger der bereitgestellten Kautionszahlungen sollen doch bitte das Geld aus der Kaution an den Fund zurückzahlen, wenn sie es bereits zurückerhalten haben, da Kautionen stets dem Verhafteten zurückerstattet werden und nicht dem Kautionsgeber.

Es ist ein kleines Lehrbeispiel im großen Lehrbeispiel darüber was passiert, wenn Linksextreme versuchen Staat zu spielen.

 

Bällebad für 1,4 Millionen

 

Infolge des Todes von George Floyd bei seiner Verhaftung in Minneapolis, sind in vielen Städten des Landes die Ausschreitungen ausgebrochen. Ganz besonders intensiv war das Chaos in Portland, einer Stadt mit bekanntem linksextremem Profil (siehe Andy Ngo). Nach Ansicht vieler bestand das Ziel der dortigen Ausschreitungen darin, im Vorlauf der Präsidentschaftswahlen die Regierung von Trump unter Druck zu setzen.

Die örtlichen Behörden hielten sich zwar sehr zurück, doch irgendwann griffen die Bundesbehörden ein, als die Randalierer versuchten, bundesbehördliche Einrichtungen anzugreifen. So kam es schließlich zu zahlreichen Verhaftungen, was den Bedarf für die in den USA üblichen Kautionen für Verhaftete nach oben gehen ließ.

In Solidarität mit ihren linksextremen Genossen erklärte sich der Defense Fund bereit, die Kaution für die Verhafteten zu übernehmen, damit sie schnell wieder freikommen. Für diesen Zweck wurde extra eine Spendenaktion durchgeführt, bei der aktuell fast 1,4 Millionen Dollar zusammengekommen sind. Es ist eine beeindruckende Zahl, die zeigt, wie motoviert und finanziell potent die linksextremen „Schreibtischtäter“ in den USA sind.

Wie viel Geld bislang für Kaution herausgegeben wurden ist unbekannt. Es heißt, dass in der Stadt zwischen Mai und August über 500 Personen in Verbindung mit den Ausschreitungen in Gewahrsam genommen wurden. Auch über die jeweilige Kaution pro Kopf ist nichts genaues bekannt. Die Regel sind circa 10.000 Dollar, von denen 10 Prozent direkt als Barkaution vorgelegt werden müssen, damit jemand bis zur Entscheidung über den Fall wieder aus der Haft entlassen wird.

Insgesamt müssten es in der ersten heißen Phase entsprechend bis zu einer halben Million Dollar gewesen sein, die vom Defense Fund herausgegeben wurden. Bedenkt man, dass die Ausschreitungen auch nach August noch weitergingen – das linke Wikipedia spricht von fortlaufenden „Protesten“ mit insgesamt über 970 Verhaftungen – dann ist nicht ausgeschlossen, dass der gesammelte Topf inzwischen recht leer sein könnte.

Da die allermeisten Verhaftungen am Ende ohne Anzeige blieben, könnte man nun denken, dass der Topf wieder prall gefüllt ist. Dem ist offenbar leider nicht so, weshalb der Defense Fund die oben erwähnte Botschaft bei Twitter absetzen musste:

 

 

Auf Deutsch: „Einige von euch denken vielleicht, dass es sich bei den bereitgestellten Kautionen um ein sich selbst erhaltendes System handelt, da diese irgendwann wieder zurückgezahlt werden. In Portland allerdings wird die Kaution stets an die verhaftete Person zurückgezahlt und nicht an die Person, welche die Kaution bereitgestellt hat. Seit Mai haben wir über 100.000 Dollar an Kautionen bereitgestellt.

Bislang haben uns nur ein paar wenige die Kaution wieder zurückgegeben. Falls du zu jenen gehörst, die ihre Kaution zurückerhalten haben, dann gib sie uns doch bitte wieder zurück, wenn wir es waren, die dir das Geld bereitgestellt hatten. Als Zahlungsweg kannst du alles verwenden, was wir hinter dem Link zu unserem Profil aufgeführt haben. Wenn du uns einen Scheck zusenden willst, dann schreib uns eine Direktnachricht, damit wir dir unsere Adresse geben können.“

 

Die Lehre daraus: Randalieren lohnt sicch

 

Ob es am Ende „über 100.000 Dollar“ waren oder die finanzielle Einordnung als Euphemismus zu werten ist für „über eine Million Dollar“ ist im Grunde genommen zweitrangig. Viel bedeutender ist die Naivität einiger der organisierteren im linksextremistischen Lager. Vor allem in Anbetracht dessen, was für ein Verhalten ihre Genossen an den Tag legen, lässt das auf keine gute Menschenkenntnis schließen.

Äußerst bedenklich ist diese Naivität (wie auch die Naivität der Spender für den Fund) in Verbindung mit dem Anreiz, den sie den Randalierern mit den Blankokautionen gesetzt haben. Denn für diese muss der Sommer in Portland ein kaum zu übertreffendes Erlebnis dargestellt haben: Erst nach Lust und Laune austoben, nur um dann nicht nur folgenlos davon zu kommen, sondern auch noch eine Belohnung für die „Mühen“ in Höhe von ~1.000 Dollar einstreichen – steuerfrei versteht sich.

Über diesen Weg der halb-anonymen Geldüberweisung öffnen sich für Sponsoren derartiger Ausschreitungen auch neue Unterstützungsmöglichkeiten für ihre Frontsoldaten. Indirekt über derartige Töpfe und am besten noch über den Winkelzug einer Spende an eine Drittorganisation lässt sich mehr oder weniger direkt dieses gesetzeswidrige Verhalten fördern, ohne dabei eine mehr als nur vage buchhalterische Spur zu hinterlassen.

Auf individueller Ebene wiederum dürfte sich bei sicherlich genügend Randalierern die leider allzu rationale Schlussfolgerung breit gemacht haben, wonach sich die Teilnahme an Ausschreitungen in allen Dimensionen lohnt. Wir dürfen gespannt sein, wie viele bei der nächsten Randalerunde wieder mitmachen werden, und ob die Spender in der Zwischenzeit etwas dazu gelernt haben.

Quelle Titelbild