Weit mehr als nur „Cuties“: Der Zeitgeist wird zunehmend mit pädosexuellen Trends penetriert

Weit mehr als nur „Cuties“: Der Zeitgeist wird zunehmend mit pädosexuellen Trends penetriert

Vor einigen Wochen schickte der französische Netflix Film „Cuties“ Schockwellen durch die Sozialen Medien. Der Mainstream war schnell zur Stelle und bügelte jegliche Kritik daran ab als „rechts“. In Wirklichkeit, so der Tenor, propagiere der Streifen das Gegenteil von Pädophilie. Die Macht der Bilder jedoch wirkte stärker als jede Beteuerung und so stufen selbst (vermutlich linke) Kritiker den Film ein als nur für mindestens Fünfzehnjährige geeignet, während Eltern und Kinder sogar meinen, der Film sei nichts für Minderjährige – wenn überhaupt für irgend jemanden. Cuties war aber längst keine Ausnahme, sondern nur der letzte in einer Reihe von pädosexuellen Aussetzern bei Netflix, während sich die frühkindliche Sexualisierung auch immer öfters in Kinderzimmern eine Rolle spielt.

 

Popmusik = Softporno

 

Wer sich im Alltag und im Netz an Popmusik vorbei klickt, der schaue sich einmal ein beliebiges Werk der Sängerin Cardi B an, etwa dieses hier: WAP feat. Megan Thee Stallion. Ohne in eine Musikkritik abgleiten zu wollen lässt sich bereits nach wenigen Sekunden feststellen, wo die Reise hingeht – dahin, wo sonst nur das Schlafzimmer ist.

Cardi B ist mit ihrem Stil keine Ausnahme im heutigen Musikgeschäft, sondern die Regel. Sex sells und das auch und vor allem an Jugendliche. Kaum jemand jenseits der 18 schaut sich derartige Videos an, oder hört auf das dazu Gesungene. Letzteres wäre zwar eine gewisse Leistung seitens der Kinder, die eine derartige Musik konsumieren. Allerdings lässt die inhaltliche Komplexität von Musik immer mehr nach, was sich auch auf die Darbietung der Themen bezieht.

Meist geht es mit Herzschmerz zwar um das, worum es schon immer ging. Jedoch lässt sich ohne Übertreibung feststellen, dass die lyrische Ausmalung mitunter mithalten kann mit einem Pornodrehbuch. Hinzu kommt die visuelle Ausmalung des ganzen, damit auch der letzten 13-jähigen klar wird, was ihre Altersgenossen (und jene darüber) von ihr erwarten.

Während es zu einem gewissen Grad völlig normal ist, dass auch die jüngeren unter den Jugendlichen eine gewisse Neugierde an den Tag legen und es früher schon normal war, ab und an einen heimlichen Blick auf den Schmuddelteil der Magazinauslage zu werfen – oder gleich zur Bravo zu greifen – so spielte sich das alles in einer Nische ab, über die jeder wusste, dass es eine Nische war und es einen Grund dafür gibt.

Im Unterschied zu früher können Kinder heute dagegen nicht nur mit dem nächsten Klick die nächste Pornoseite aufrufen, sondern werden über die Popmusik sogar dazu angestiftet, Intimität und Privates mit allen zu teilen und sich und ihren Körper als Ware anzubieten. Wer sich einmal ansehen will, wie die Popmusik bei kleinen Mädchen wirkt, der muss nicht mehr als bei YouTube „young girl twerk“ in die Suchzeile tippen.

Kinder spiegeln das, was sie sehen und wenn sie jemand älteres „tweken“ sehen, vielleicht noch in Kombination mit Ruhm und Glitzer, dann spiegeln sie in ihrem Verhalten mit Freude auch das. Die Ergebnisse sind genauso überzeugend wie verstörend.

 

Zur Musik die passende Mode

 

Aufmerksame Eltern melden sich immer wieder und finden zum Glück noch Gehör bei einigen Medien. Gefühlt kommt es jedenfalls immer öfters vor, dass man Titelzeilen lesen muss, die sich um Kinderkleidung mit eindeutigen sexuellen Anspielungen drehen. Genau genommen ist dieses Phänomen in den Medien kaum ein Jahr alt. Dank großer globaler Modeketten bekommen wir überall mehr oder weniger das gleiche angeboten, während dahingehende Beschwerden aus früheren Jahren nicht bekannt sind.

Man kann sich streiten darüber, ob das neue Angebot sexualisierter Kinderkleidung nur der von Cuties und Co ausgelösten Nachfrage folgt, oder ob es hier um ein Angebot geht, das sich seine Nachfrage sucht. Als klar beobachtbare Tatsache steht jedoch fest, dass sich hier ein potenter Markt auftat, bei dem es bis vor einigen Jahren noch quer durch die Bevölkerung einen Entrüstungssturm gegeben hätte. Heute beschränkt sich dieser noch auf einige „Boulevardmedien“ und die üblichen „rechten Kreise“, wie Verteidiger der neuen Marschroute bemängeln.

Doch entscheiden Sie selbst, zu welcher Seite Sie gehören wollen etwa beim Angebot von Fashion Nova, das für seine figurbetonte Kleidung Frauen im Grundschulalter als Kernzielgruppe ausmachte, während River Island neuerdings Frauen in der Vorschule mit twerkfreundlichem Beinkleid ausstattet.

 

Kleine Mädchen spielen gerne mit Puppen, nicht wahr?

 

Den Gedankengang, wonach kleine Mädchen gerne mit Puppen spielen, haben einige zu Ende gesponnen, die sich offenbar gleichzeitig mit der Frage beschäftigen, wie sich für die Kleinen ein friktionsfreier Übergang in die oben beschriebene Jugendkultur bewerkstelligen lässt.

Denn noch immer wachsen zu viele Kinder in sogenannten „behüteten Verhältnissen“ auf, wo sie von der Übermacht der jedem Menschen innewohnenden sexuellen Triebe geschützt werden. Das gilt es zu durchbrechen, wie es scheint, und so überlegten sich einige Verantwortliche im Geschäft für Puppen einen ganz besonderen Trick.

Auf den ersten Blick sollten ihre Produkte als ganz normale Puppen erkenntlich sein und sogar etwas bieder und gleichzeitig süß wirken. Das ist der Weg, auf dem sich Mädchen genauso wie ihre Eltern gewinnen lassen. Kommt dann noch ein passables Preisleistungsverhältnis hinzu, dann ist der Kauf quasi garantiert.

Ihre wahre Natur als sexuelle Übungsobjekte geben die normal wirkenden Puppen nur dann preis, wenn man sie korrekt handhabt – oder eher so handhabt, wie Kinder das beim freien Spiel machen. Beworben darf diese insgeheime Zusatzeigenschaft natürlich nicht, die Überraschung darf von den Kindern erst beim benutzen entdeckt werden. Dann aber soll sie ihre volle Wirkung entfalten.

Dieses Kalkül, so falsch und böse es in der Unterstellung klingen mag, muss tatsächlich in den Köpfen einzelner Hersteller vorgehen. Normalerweise würde man von Ockhams Rasierer erwarten, dass er eine derartige Unterstellung abschneidet, allerdings bleibt in den folgenden Fällen keine andere Erklärung übrig als jene, in der es um böse Absichten geht. Oder wie anders als mit böswilliger Absicht lässt sich erklären, dass die versteckten Eigenschaften der folgenden beiden Beispiele nicht auf der Packung erwähnt werden, beim richtigen Blick aber klar als Funktion erkennbar sind?

In den letzten Wochen wurden Eltern in Großbritannien gleich in zwei Fällen auf Spielzeug ihrer Kinder aufmerksam, in denen genau das so war, also eine heimliche Funktion sexueller Natur vorhanden war, die auf der Verpackung nicht ausgewiesen wurde.

Beide Male handelt es sich um Puppen für Mädchen. Bei der einen harmlos daherkommenden Puppe handelt es sich laut Daily Mail sogar um eines der „in Großbritanniens meistverkauften Spielzeuge“. Bei ihr kommt das schmutzige Geheimniskommt zum Vorschein, wenn man sie ohne Kleidung in Wasser taucht. Es erscheint ein Muster auf dem Torso, das unzweideutig als Reizwäsche erkennbar ist.

Im zweiten Beispiel geht es um eine noch süßere Puppe mit großen Kulleraugen, die kaum harmloser daherkommen könnte. Das schmutzige Geheimnis an der gemeinhin als weiblich erkennbaren Puppe ist im Bereich des Damms versteckt, also zwischen Anus und Vagina. Dort ist ein Knopf angebracht, auf dessen Drücken die Puppe zu stöhnen beginnt. Das perfide an dem Knopf ist, dass er plan eingelassen ist, so dass die eigentlich eine Melodie singende Puppe nicht zu stöhnen beginnt, wenn man sie auf ihren Hintern setzt. Da die Puppe überdies bekleidet ist, sieht man den Knopf erst dann, wenn sie ausgezogen wird – was in der Regel vom Kind gemacht wird.

Während die Eltern ihrer kleinen Tochter also nichtsahnend eine nette und singende Puppe geschenkt haben, wird diese früher oder später beim Spielen damit den versteckten Knopf finden, diesen aus Neugierde drücken und am Ende auch bei sich am Körper den Knopf drücken, umm das Stöhngeräusch nachzuempfinden – so das Kalkül der Erfinder.

 

Fazit: Es könnte noch viel schlimmer sein

 

Die genannten Beispiele aus Musik, Film, Kleidung und Spielwaren sind an Eindeutigkeit kaum zu übertreffen. Sie alle stoßen in die gleiche Richtung, was sowohl für die Themenwahl der Sexualisierung gilt, als auch für die Zielgruppe junger, teils präpubertierender Mädchen. Dabei lässt sich kaum von einem Versehen sprechen oder dem böswilligen Wirken einzelner. Dafür sind die finanziellen Einsätze im Geschäft und die Verbreitung der Produkte als Massenware viel zu groß.

Hier präsentiert sich ein System, das über Ländergrenzen hinweg das Denken von Kindern im großen Stil beeinflussen will – und das auch überaus erfolgreich schafft. Tatsächlich muss mit dem Durchbruch dieses Zeitgeisttrends an die allgemeine Öffentlichkeit damit gerechnet werden, dass die wirkliche Situation noch um einiges schlimmer ist, als der beginnende Regenschauer mit Artikeln über passende Produkte impliziert.

Bislang blieben die Wirkungen und auch die Kritik daran verborgen, da es wie man an den Puppen sieht, um etwas bewusst verstecktes ging. Doch es kann auch nicht im Interesse der Betreiber dieser Entwicklung sein, wenn diese von permanenten medialen Einwürfen begleitet wird. In Anbetracht der finanziellen Mittel, die für eine derartige Neuorientierung – und ihre juristische Absicherung – notwendig sind, lässt sich kaum ausschließen, dass auch eine gewisse mediale Macht hinzu kommt. Diese zeigt sich vor allem bei der Popmusikindustrie, aber es bedarf nur wenig Phantasie, um sich diesen Einfluss als noch größer auszumalen.

Mit der Existenz einer Debatte auch in großen Medien, kann eigentlich nur erklärt werden über die Durchdringung des Phänomens in der Gesellschaft in einer so allumfassenden Weise, dass es sich einfach nicht mehr ignorieren oder verheimlichen lässt.

Die frühkindliche Sexualisierung in Gesellschaften, die sich ideell zum „freien Westen“ zählen lassen, ist längst keine wertepolitische Frage des Für und Wider mehr, sondern ein realpolitisches Problem, dass es hinsichtlich der drohenden Schäden zu adressieren gilt. Denn keine Kultur in der Menschheitsgeschichte hat noch lange existiert, nachdem sie ihre Kinder dem triebgesteuerten Fraß vorgeworfen hat.

Quelle Titelbild

Bloggerei.de