Frankreich am Ende: Große Gebiete wurden verloren an islamische Ghettos; „permanent“ droht der Bürgerkrieg

Frankreich am Ende: Große Gebiete wurden verloren an islamische Ghettos; „permanent“ droht der Bürgerkrieg

Ein aktueller Spectator Artikel geht auf die brisante politische Lage in Frankreich ein. In wenig verklausulierter Sprache wird darin beschrieben, wie sehr die französische Republik von islamistischen und allgemein kriminellen Strukturen unterwandert wurde, und ganze Regionen außer Kontrolle des Staates gerieten und wo heute entweder die Scharia oder das Recht des Stärkeren herrscht. Ehemalige Innenminister werden zitiert, die unverblümt sprechen von einem „permanent drohenden Bürgerkrieg“ und der Notwendigkeit einer „Rückeroberung der Republik“.

 

Frankreich hat fertig

 

In mehreren Großstädten des Landes von Paris bis Toulouse, vor allem aber in Marseille hat der französische Staat mit seinen republikanischen Grundsätzen nicht mehr viel verloren. Der Diebstahl grassiert, die Gewalt eskaliert immer wieder und wie von Michel Houellebecq vorausgesagt bekämpfen sich Banden mit Kalaschnikows, ohne dass der Staat eingreift, oder überhaupt eingreifen kann. Gleichzeitig betreibt im Hintergrund eine auf der demografischen Welle reitende zigtausend Personen umfassende Armee von gewaltbereiten Islamisten ihre gute Arbeit für den Dschihad und setzt da wo sie es können, das Schariarecht in das Machtvakkum der ehemaligen Grande Nation.

Allzu viel unternimmt man in den Pariser Machtzentren nicht dagegen. Meist wird die Situation abgestritten und wenn etwas getan wird, dann ist es purer Aktionismus, der nur noch mehr zeigt, wie sehr das staatliche Gebilde Frankreichs immer weiter zurückgedrängt wird, wie etwa die Übungen für Terrorangriffe in Schulen, auf die seit einiger Zeit sogar Grundschüler vorbereitet werden.

Gelegentlich kommen auch starke Worte, wie vor einigen Jahren Nicolas Sarkozy, der die marodierenden Kriminellen der Banlieues „mit dem Kärcher“ wegspritzen wollte. Viel passiert ist nicht in diese Richtung in der letzten Dekade. Noch immer gibt es regelmäßig Ausschreitungen, die Kontrolle entgleitet über immer mehr Gebiete und dann gab es da noch das Jahr 2015, in dem Angela Merkel beschloss, nicht nur Deutschland einen Dolch zwischen die Rippen zu stoßen, sondern nebenbei auch Frankreich.

Man denke nur an den in den hiesigen Medien geflissentlich ignorierte „Dschungel von Calais“, einem Krebsgeschwür staatlicher Selbstaufgabe wie es nicht sichtbarer hätte sein können, und über den in Deutschland erst am Tag des Abrisses berichtet wurde, nachdem es ein Jahr lang wuchern durfte. Den Dschungel gibt es heute nicht mehr, dafür haben dessen ehemaligen Bewohner und noch viele, viele mehr die dazu kamen den Großraum Paris in einen neuen Dschungel verwandelt.

Die fortgesetzt akute Krisensituation mit den in die Millionen gehenden illegalen Migranten ist nur ein sehr prägnantes Zeichen dafür, dass Frankreichs Machteliten selbst wenn sie noch könnten offenbar einfach nicht mehr wollen.

Vielleicht aber ist es auch anders herum, man würde gerne, kann aber einfach nicht mehr gegen eine so große Katastrophe angehen, die im Zeitlupentempo aber mit der Macht einer Lawine das Land verschüttet.

 

Wenn Sozialisten nicht mehr anders können, als die Realität so zu beschreiben wie sie ist

 

Auf letzteres, also dass das Land westlich des Rheins den Punkt der Wiederkehr bereits überschritten hat, deuten die Worte des ehemaligen Innenministers Gerard Collomb hin. Dieser äußerte sich für einen Sozialisten unüblich in einer erstaunlichen Deutlichkeit über die Lage der Nation und wurde dafür, wie sollte es anders sein, als „islamophob“ gebrandmarkt.

Man muss sich allerdings dabei fragen, wie schlimm es wirklich sein muss auf den Straßen der Banlieues von Saint-Denis bis Marseille, wenn schon ein altgedienter Sozialist die Phrase der „Rückeroberung der Republik“ als angemessen bezeichnet und dabei nicht irgendwelche Nazischatten im Sinn hat, sondern tatsächliche Kriminelle mit Messern, Macheten und Mörsern meint. In Bezug auf die außer Kontrolle geratenen Innenstädte von Paris, Marseille, Toulouse und anderen Ballungsräumen des Landes meinte Collomb anlässlich seines Abschieds als Innenminister:

„Die Situation ist überaus kompliziert und die Umschreibung mit der ‚Rückeroberung der Republik‘ ist angemessen in diesen Gebieten, da dort das Recht des Stärkeren herrscht, jenes der Drogenhändler und der radikalen Islamisten, die jenes der Republik verdrängen konnten.“

Sein Nachfolger Christophe Castaner als Innenminister, so Collomb, muss dringend etwas unternehmen, da Frankreich ansonsten bald schon „immense Probleme“ haben wird. Eine Warnung, die dem neuen Innenminister schlaflose Nächte bereiten dürfte, wie der Spectator schreibt.
Nicht nur der französische Inlandsgeheimdienst DGSI arbeitet heute mit dem Szenario eines Bürgerkrieges, auch Collomb teilt deren Auffassung und bestätigte in einem Interview mit L‘Express:

„Dieses Risiko… ist keine Phantasievorstellung, auch wenn ich den Begriff ‚Bürgerkrieg‘ nicht gerne dafür verwende.“

Aus der Perspektive eines deutschen Bürgers und zwangsweise auch EU-Bürgers muss man sich fragen, wie die gemeinsame Zukunft innerhalb einer politischen, wirtschaftlichen und Währungsunion aussehen soll mit einem Land, in dem die Bestinformiertesten über den Zustand des Landes offen von Bürgerkrieg sprechen.
Es ist aber nicht so, dass die Erkenntnisse von Collomb neu sind. Bereits 2002 beschrieb er in einem Buch die grassierenden Symptome des Kontrollverlustes über das Land, in dem der Antisemitismus, Rassismus und Sexismus die Werte des säkularen, freiheitlichen und gleichberechtigten Frankreich immer weiter zerfressen.

Für die ehrliche Bestandsaufnahme bekamen er und seine Co-Autorin Barbara Lefebvre den Ehrentitel „islamophob“ ans öffentliche Revers geheftet. Daraus lässt sich nebenbei auch eindeutig herauslesen, worum es eigentlich geht: Die Inkompatibilität der französischen und damit europäischen Lebensweise mit dem Islam. Ich vermute, das Buch war auch gleichbedeutend mit dem Bruch Collombs mit den Sozialisten.
Wieder aus deutscher Perspektive muss man sich fragen, inwieweit solcherlei Erwägungen auf der obersten Ebene in politische Entscheidungen einfließen, da Collombs Analyse und sicherlich genügend andere mit ähnlichen Schlussfolgerungen in Entscheiderkreisen wohl eher nicht ungelesen vergilben.

Wie kann eine politische Elite – zumindest jener Teil, der unabhängig von der politischen Ausrichtung noch immer offene Augen hat und bereit ist, sich mit den Realitäten auseinanderzusetzen – trotzdem weitreichende Entscheidungen treffen, mit denen die Krisenpotenziale nicht nur nicht reduziert werden, sondern mit denen sie sich für jeden ersichtlich sogar potenzieren?

Zu lange ist in Frankreich nichts oder nur das falsche passiert und nun wartet nur noch der Eisberg.

 


Macron und Konsorten bleibt nur noch eines: Resignation

 

Erfährt jemand, dass er bald sterben wird, dann läuft meist ein Zyklus aus fünf Phasen ab, der mit der Akzeptanz des Unausweichlichen endet. Zunächst besteht die Hoffnung auf einen Irrtum und wenn dieser ausbleibt, dann fragt der Betroffene verzweifelt nach dem warum und beklagt die Ungerechtigkeit. Abgelöst wird dies von dem Wunsch auf nach einem Aufschub und wenn dieser nicht erfüllt wird, dann folgt die Reflektion und die Trauer über vergebene Chancen im Leben. In der letzten Phase schließlich folgt die Resignation und eine Abkoppelung von der Umwelt, da nun alles egal ist.

Die Bestandsaufnahme Frankreichs durch die ehrlicheren unter den politischen Verantwortungsträgern wirkt auf mich, als seien die Eliten des französischen Staates in genau diesen Zyklus eingetreten. In einem Interview mit LeFigaro meinte die sicherlich erstklassig informierte Lefebvre, dass Collomb auf sie wirkt wie ein Kapitän, der sein Schiff verlässt, weil ihm klar ist, dass es auf ein Riff auflaufen wird.

Viel stärker aber kritisiert sie den Präsidenten Macron, über den sie meint, dass er „von der Realität der Risse, die Frankreich durchziehen völlig überwältigt zu sein scheint“ und daher lieber den Schein lebt und sich Affären hingibt, als sich dieser erschreckenden Realität zu stellen und als Staatschef so zu gestalten, dass sich die Risse wieder schließen.

Und so bleibt die Rettung der Republik respektive die Rückeroberung der verlorenen Gebiete am neuen Innenminister Castaner hängen. Die Frage allerdings ist, wird er mutig genug sein und sich der Realität stellen oder wird auch er sich wie Lefebvre es formuliert „der progressiven Utopie“ hingeben, wie es sein Chef im Elysee Palast vormacht?

In Lefebres hoffnungsvollen Worten über den neuen Innenminister klingt Optimismus durch, möglicherweise aber befindet sie sich auch nur in der ersten Phase hin zur Akzeptanz des Todes ihrer Nation.

Quelle Titelbild

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